INHALT:
- DIE ERSTE „FRAGEN-ANTWORTEN-SAMMLUNG“ VON SCHENKER-BEWEGUNG
- „WORT TRIFFT BILD“-INTERVIEW (APRIL 09)
- EIN PAAR FRECHE KURZE FRAGEN
- EIN PAAR GRUNDLEGENDE FRAGEN
- DER BLICK-CHAT
- EINE SEHR LANGE FRAGEN-ANTWORTEN-SAMMLUNG („INTERVIEW ÖFF!ÖFF!“)
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DIE ERSTE „FRAGEN-ANTWORTEN-SAMMLUNG“ VON SCHENKER-BEWEGUNG
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- „WORT TRIFFT BILD“-INTERVIEW (APRIL 09)
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Interviewfragen:
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Viele Menschen kennen Dich aus dem Fernsehen, wie hat sich dein Leben seitdem verändert?
Ich habe weiterhin oft mit Medien zu tun. Und ich bin bekannt wie ein bunter Hund. Oft kommen Leute zu mir, um sich mit mir fotografieren zu lassen oder sich ein Autogramm aufschreiben zu lassen…
Toll finde ich, daß ich in letzter Zeit nicht mehr nur als der „wilde Waldmensch“ in den Medien erschien, sondern mir auch als „Lebensberater im Anzug“ eine zweite Rolle zulegen konnte, welche zeigen kann, daß man sich in verschiedenen äußeren Formen für Liebe und Schenken (das Hauptanliegen von Schenker-Bewegung) einsetzen kann…
Schon vorher war ich – indem ich jahrelang als freiwillig obdachloser „Pilger“ von einer Fußgängerzone zur nächsten zog und dort Plakate aufhängte – oft schwerpunktmäßig mit Öffentlichkeits-Arbeit beschäftigt. Das hat nun noch zugenommen und sich mehr in „Büro-Arbeit“ umgewandelt, vor allem in Form von Telefonanrufen oder Internet-Korrespondenz, in Mails oder Foren…
Ein großer Teil der neuen Interessenten, die in unsere Schenker-Bewegung kommen, ist durch die Medien-Berichte angestoßen worden…Und es wird mir oft die Frage gestellt, ob ich nicht durch die Medien mittlerweile viel Geld bekommen hätte. Dazu gleich die Erklärung:
Ich arbeite auch mit den Medien – wie alles, was ich tue – nur geschenkt zusammen, ohne Bezahlung… („Schenken“ = „freiwilliges Geben ohne Bedingung einer Gegenleistung“) Ich sage den Medienleuten höchstens dazu, daß sie, „wenn sie so ein gutes Herz haben“ (- nicht als Bedingung meines Mitwirkens ! -), unseren gemeinnützigen „Schenker-Verbündeten-Vereinen“ etwas spenden können. Da sie das manchmal taten, half es den ständig leeren Kassen dieser Vereine ein wenig… ((Zu wenig, so daß ich Menschen, die was spenden wollen, weiterhin diesen Tipp gebe…)) Es sei gleich dazu gesagt: Diese Vereine dürfen nicht die Alltags-Bedürfnisse von Schenkern finanzieren (also keine Form von „Hintenrum-Finanzierung“ darstellen), sondern sich nur im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (da auch in Kooperation mit den Schenkern), „Landbefreiung“ für selbständig sich versorgende Aussteiger-Projekte und höchstens noch mit einer „Notfallkasse“ für Unfälle etc. mitengagieren.
Für Nahrung, Kleidung, Wohnung etc. müssen die Schenker sich durch eigene unabhängige Quellen (aus der Natur, durch weggeworfene „Reste“ unserer Überfluß-Gesellschaft, oder durch Geschenke) selbst irgendwie „durchschlagen“… -
Du lebst am Rande der Gesellschaft, gegen den Trend, ein konsumarmes Leben und doch trittst Du im Fernsehen auf. Wie lässt sich das vereinbaren?
Ein Kernideal von mir ist Gewaltfreiheit. Gewaltfreiheit bedeutet, anderen Menschen als ebenfalls denkfähigen Wesen eine grundlegende Gleichberechtigung anzuerkennen und ihnen (sogar auch Andersdenkenden und Gegnern) dementsprechend ihre Freiheit zu lassen bzw. zu geben. So daß sie gemäß ihrer Eigenregie, ohne Bevormundung und Manipulation, selbst über ihr Leben und Verhalten entscheiden können. Statt Bevormundung will ich mich an ihre eigene innere Instanz, ihre Vernunft und ihr Gewissen wenden, und sie aus eigener Einsicht und Freiwilligkeit das Richtige herausfinden lassen…Solche Gewaltfreiheit muß sich vor allem in Bewährungsproben zeigen: Jeder kennt den Spruch „die andere Wange hinhalten“ (natürlich um in beschriebener Weise das Gewissen des Anderen zu provozieren)…
Ich praktiziere solches „Freiheit-Geben auch zu aus meiner Sicht Verkehrtem oder Gefährlichem“ an verschiedenen Stellen, z.B. auch in einem Haus, wo wir Sozialarbeit verschenken…
Und wenn ich da z.B. auch einen aggressiven suchtkranken Kriminellen bei mir aufnehme, der mich vielleicht mit Mord bedroht… — dann wäre es völlig unverhältnismäßig, wenn ich andererseits einen (TV-)Journalisten, der über mich einen Bericht machen möchte, abweise und wegschicke…
Also schon aus dieser Gewaltfreiheit heraus muß ich die Medien-Leute konstruktiv behandeln und sie – geschenkt, und ohne Kontrolle oder Zensur – „machen lassen“, ausdrücklich auf ihre eigene Verantwortung… Und auch wenn sie was Verlogenes oder Verzerrendes draus machen, stelle ich mich („andere Wange hinhaltend“) das nächste Mal wieder frei zur Verfügung…Natürlich sage und mache ich vor der Kamera nur Wahrhaftiges, d.h. ich lebe nichts vor den Medien, was nicht auch ohne die Medien in meinem Leben vorkommt… (Und gegenüber gelegentlichen Kritiker aus den eigenen Reihen, die meinen Umgang mit den Medien so nicht richtig finden, bin ich auch da immer äußerst gesprächsbereit, kompromißsuchend… – und auch denen die größtmögliche Freiheit zum Andersmachen eröffnend…)
Aber ich muß auch sagen: Öffentlichkeitswirkung ist eines meiner wichtigsten Ziele, für das ich sowieso arbeite. Bekannt zu sein, heißt noch nicht, die Menschen zu verändern, ist aber eine Voraussetzung dafür. Insofern finde ich es gut, wenn in den Medien über Inhalte wie Schenker-Bewegung berichtet wird… Und es ist in meinen Augen auch gut, wenn speziell auch Boulevard-Medien über sowas berichten, statt nur über ablenkenden Unterhaltungskram… Und natürlich finde ich „seriösere“ Medien auch toll, aber die scheinen aus gewissen Gründen etwas „gehemmt“ zu sein, radikale Inhalte wie eine grundlegende „Struktur-Revolution der Liebe“ wirklich zum Thema zu machen… Gerade in so kritischen Zeiten wie jetzt, wo die Situation eigentlich nach grundlegender Veränderung schreit, gilt für die „etablierten Kreise“ scheinbar stark der Spruch: „Es muß alles anders werden – aber es darf sich nicht viel ändern!“
Wenn da doch irgendwo mehr „Aufbruchs-Bereitschaft“ ist (für echten „Change“) – ich bin immer offen für eine anspruchsvolle Auseinandersetzung über Inhalte…
Die Boulevard-Medien kommen in hohem Grade wegen des äußerlich Sensationellen, der „Zirkus-Nummer“ eines Menschen, der aus dem Staats- und Geld-System ausgestiegen ist, nur Geschenke mit anderen Menschen austauscht, und der im Wald lebt… Da gibt es auch kaum jemand Anderen, der das so macht wie ich, als Schenker ohne Staat und Geld seit 18 Jahren (- im Wald leben ist nicht so wesentlich, ich wohne seit 3 Jahren überwiegend so -)… Sie berichten oft oberflächlich und sehr plakativ, – aber sie berichten…Während ich auf der anderen Seite mal von einer bekannteren „christlichen Zeitung“, „Publik-Forum“, einer sogenannten Zeitung für kritische Christen, den Eindruck vermittelt bekam, „ohne Geld leben könne nichts Seriöses sein“… (Obwohl Jesus das ziemlich anders gesagt hat und seine Jünger ohne Geld aussandte, damit sie nur Geschenke austauschen…)
Da trifft man dann auf „Anpassungs-Ideologie“, die ich nicht „seriöser“ finde als die „Boulevard-Berichterstattung“… Es sind nur verschiedene Ebenen der Unwahrhaftigkeit…Aber ganz ganz langsam fängt es zur Zeit sogar auch an, daß Schenker-Verbündete eigene Medienarbeit machen wollen, z.B. mit einem „ ‘Schenker-Kanal’ von Schenkerbewegung“ auf Youtube etc… Und ein bißchen Musik auf myspace usw… Und natürlich auch unsere eigenen Websites: www.die-schenker.net und www.die-schenker.de.cz oder www.oeffi.such.info …
Und es kann beim Thema Medien auch zu ganz spannenden, kaum zu glaubenden Entwicklungen kommen: Während mich (Ex-)Schenker-Mitidealisten, die aus meiner Sicht mit ihren Alternativ-Ansprüchen an ihren Sucht-Anhänglichkeiten scheiterten, mal für verrückt erklären wollten, um mich beiseite schieben zu können, hat die Bild-Zeitung(!!!) dann einen psychiatrischen Test organisiert, der mich rehabilitierte: „nicht verrückt, hoch intelligent…“
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Beschreibe kurz deine Ideologie, wie kam es dazu?
“Schenker-Bewegung” (die Bewegung der Menschen, die mit Anderen nur in Liebe Geschenke austauschen wollen, um insgesamt bzw. „organisch“ verantwortlich zu leben, „wie eine gesunde Zelle im Organismus der Welt“…) bedeutet den Versuch, auf möglichst unideologische Weise einen „Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner für global verantwortliche Entwicklung“ anzubieten, mit dem von uns vorgeschlagenen Inhalt: Soviel Vernunft und Liebe unter den Menschen, daß sie wirklich „gemeinwohl-(konsens-)fähig“ werden…
Mehr sollte man diesen „Zukunfts-Menschen“ wohl nicht an Inhalten vorgeben wollen, sondern es dann, wenn sie dazu fähig geworden sind, ihrem „Gemeinwohl-Konsens“ überlassen…
Möglichst unideologisch bedeutet also: Soviel wie unbedingt erforderlich an Einigung, und ansonsten so viel wie möglich an Toleranz für Verschiedenheit… Zur Veranschaulichung erkläre ich immer: Gleichberechtigte Schenker könnten bei uns z.B. sein: ein buddhistischer Mönch, der sein Leben lang keine Frau anfassen will, neben einem monogamen Katholiken, neben einem Moslem mit seinem Harem, und auch neben einem anarchistischen Atheisten, der jede Woche seine 10 Freundinnen wechseln will…
Und ich habe Schenker-Bewegung auch so strukturiert, daß es einen fließenden Übergang vom kleinsten bis zum größten Schritt geben kann! So daß niemand durch zu hohe „Einstiegs- oder Entwicklungs-Schwellen“ gehindert wird… Wir haben nämlich neben der Kerngruppe der radikalen „Schenker“ (- deren “Schenker-Konsens” ein besonderes Gewicht hat, weil sie unsere Ideale ja auch leben und so eine besondere Gewähr bieten, alle möglichen Fragen wirklich gemäß unseren Idealen zu entscheiden… -) noch die große Gruppe der gemäßigteren „Schenker-Verbündeten“: Ein „Verbündeter“ ist so definiert, daß er unserem idealistischen Traum, der Schenker-Theorie („Frieden unter Menschen, damit es nach ‘Argumenten statt Fäusten’ gehen kann und wir auch Frieden mit der übrigen Welt hinbekommen…“), zustimmt, aber völlig offenlassend, ob und wieviel an praktischen Konsequenzen er ziehen mag… Er kann also noch völlig bürgerlich leben (- wir hatten als Verbündete schon einen Flugzeug-Bauer, einen Atomkraftwerks-Mitarbeiter und einen Soldaten… -) oder schon sehr „schenker-nah“… Und solche Verbündeten können, wenn sie wollen, z.B. in den gemeinnützigen Schenker-Verbündeten-Vereinen mitmachen oder auch schon in den Projekten von Schenker-Bewegung mitleben, auch in sehr normalen bürgerlichen Wohnungen, während vielleicht direkt neben ihnen radikale Schenker leben, die ohne Luxus, Ausweispapiere und Geld in Erdlöchern (sogenannten „Visions-Höhlen“) oder Jurten hausen…
Bzgl. konkreter Praxis arbeiten wir in Schenker-Bewegung in drei Lebensformen: a) als “pilgernde” Öffentlichkeitsarbeiter oder „Wanderprediger“ „auf der Straße“ (wie die großen Vorbilder Buddha, Jesus, Gandhi etc.), b) in Form geschenkter Sozialarbeit („so bedingungslos und familiär wie möglich“) in „Häusern der Gastfreundschaft“ bzw. „Armenfamilien“, und c) in “Selbstversorgungs-Dörfern” bzw. „Natur-Stämmen oder Wald-Familien“…
Wie es zu dieser Schenker-Weltanschauung kam?
Ich habe mit 13 Jahren bei einem Sonntagsspaziergang festgestellt, daß wir Menschen nicht automatisch bzw. instinktiv fürs Wichtigste und Richtigste leben, sondern unser Leben für Unwichtiges und Verkehrtes vergeuden können… Das wollte ich nicht, also ging ich auf die Suche, gemäß dem Motto: “Immer auf die jeweils wichtigste Frage, die ich finden kann, die bestbegründbare Antwort suchen…”Innerhalb von wenigen Wochen kam ich dann zum Grundprogramm von Schenker-Bewegung: Am wichtigsten ist: „Wie werde ich glücklich?“… Dafür muß ich eine Vorstellung davon bekommen, was ich bin: „animal rationale“…, „Vernunft-Seele“…, d.h. Vernunft als geistige Fähigkeit, die mich soviel wie möglich nach Sinn suchen läßt, und „Seele“ als das, was mich mit dem (großen) Lebenszusammenhang verbindet… Fazit: Streben nach dem im Ganzen Sinnvollen und Lebensfreundlichen… Modern ausgedrückt: Engagement für eine global verantwortliche Entwicklung in der Welt… Dann ist am wichtigsten die Beschäftigung mit den Menschen, weil sie „das Steurruder der Entwicklung in der Welt in die Hände genommen haben“, über Gedeih oder Verderb, „gesundes Zellenleben oder Krebsgeschwür“ entscheiden… Dann wieder ist nicht gut, ihnen alle meine Lieblings-Meinungen und Spezial-Ideologien überstülpen zu wollen, sondern als Wichtigstes kommt es erstmal wohl nur auf einen „Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner für global verantwortliche Entwicklung“ an… Als Inhalt dafür ist das Zustandekommen eines Entscheidungs-Mechanismus unter den Menschen am wichtigsten, wodurch „Argumente statt Fäusten“ zählen… Dafür müssen dann natürlich Vernunft und Liebe in und unter den Menschen stark genug werden…
Und damit hat man das Kernprogramm von Schenker-Bewegung schon herausbekommen… -
Warum hast Du deine Identität abgelegt? Abgelehnt?
Nicht böse sein: Aber wenn ich die Frage so stellen würde, würde ich entsetzt darüber sein, wie sehr ideologie-vereinnahmt durch das Geld-Herrschafts-System ich denke und spreche!
Ist das Abgeben von bürgerlichen Ausweispapieren, sozusagen des „Mitglieds-Ausweises“ für das Herrschafts-System, das Nicht-Mitmachen im Geld-System, oder auch die Wahl eines neuen (Künstler- oder Aussteiger-)Namens statt des von Anderen „Aufgestempelten“, gleichbedeutend mit Ablegen oder Ablehnen der „Identität“ (lat. „identitas“ = „Wesenseinheit“)???
Bin ich nur Mensch, wenn ich Bürger bin?! Oder bin ich nur Mensch, wenn ich ein „homo oeconomicus“ bin, ein gieriger Egoist, wie es die kapitalistische Wirtschafts-Wissenschaft definiert?!
Wie schon erläutert, definiere ich mich als „animal rationale“, als „Vernunft-Seele“… Und die will dem Gemeinwohl dienen, statt für egoistische Interessen herrschen… Egal, wie „unmodern“ das den zerrissenen „Sucht-Menschen“ von heute erscheint, für mich ist es gleichbedeutend mit seelenerfülltem Menschsein…
Und deshalb, als Ausdruck für „wahre Identität“, habe ich meinen Namen „Öff!Öff!“ aus bedeutungsleeren Lauten zusammengesetzt: Alle feste und aufgestempelte Bedeutung mal aufknacken, und an Alles die Frage stellen, was man eigentlich selbst wichtig und richtig findet…
Oder, gemäß dem Spruch von Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, der Faulheit oder Feigheit, selbständig zu denken!“ Denn “der Mensch ist, was er von sich weiß (Hegel), und was er aus sich macht (Sartre)”…
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Wie siehst Du den Menschen von heute?
In absolut erschreckender Zahl mittrottende, abgestumpfte Wesen in der kapitalistischen Sucht-Gesellschaft… Hauptsächlich an Geld und Spaß-Konsum interessiert… Seine Willkür-Launen und egoistischen Interessen über Vernunft und Gemeinwohl stellend… So entfremdet, daß ihm sein eigenes Wesen, seine Vernunft und sein Gewissen, eher wie ein ‘fremdbestimmender Diktator’ erscheint, wovor man fliehen müßte… Machen können, was man (willkürlich) will, statt nach der eigenen Vernunft oder dem Vernunft-Konsens mit Anderen gehen zu wollen… „Freiheit“ ist viel stärker „Aus-Zusammenhängen-gelöst-Sein“ statt „Einsicht ins Sinnvolle oder gemeinsam Notwendige“… Immer mehr ergibt das die ‘Orientierungsfähigkeit’ und das ‘Wohlgefühl’ von „aus dem Gesamtbild herausgerissenen Puzzle-Teilen“… Mit sich verdichtendem Sinnlosigkeits- und Frust-Druck… Mit Streit unter Verwandten ums Erbe und ähnlichem als Hauptthemen… Mit Beziehungspartnern, die einander oberflächlich konsumieren und verlassen, wenn es unangenehm wird bzw. Beziehungsarbeit erfordert… Mit vereinsamten Alten, die sich mit Sahnetorte und vielen Medikamenten beruhigen müssen und tausendmal dieselben oberflächlichen Alltags-Anekdoten erzählen, weil man ein Leben lang jede echte Tiefe in Oberflächlichkeit verdrängt und ersäuft hat… Ein Zunehmen psychischer Krankheit als Selbstverständlichkeit…Wenn so ein Lemming-Mensch noch Disziplin aufbringt, dann reicht es vielleicht gerade noch für eine angepaßte Bürger-Rolle mit privater Tellerrand-Existenz, aber nicht für eine weitergehende Freiheit des sich in seinen Grundlagen selbstbestimmenden und selbstorganisierenden Lebens…
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Wie den Menschen von Morgen?
Wenn es noch ein „nachhaltiges“ Morgen geben soll, dann muß sich m.E. der „organische selbstorganisierende Mensch“ entwickeln, der als Vernunft-Seele eine „gesunde Zelle im Organismus der Welt“ sein will… Der all sein Tun, auch sein Geben und Nehmen etc., danach richtet, was der Steuerung und dem Wohl des Gesamt-Organismus entspricht… So wie die Zelle im Körper nicht da, wo sie etwas gibt, gleich Vergeltungs-Gegenleistung will, sondern das, was sie braucht, vielleicht von ganz anderer Stelle bekommt und in anderem Maß… Individuelles Vergeltungs- und Nutzen-Kalkül als entscheidender Maßstab verhindert viel zu sehr solches komplexere Gesamtwohl-Verhalten… Ein weißes Blutkörperchen könnte sich so nie zum Wohle des Gesamtorganismus im Kampf gegen Krankheits-Erreger zum Absterben bereit finden, sondern würde lieber als Krebs weiterwuchern…
Ein solcher „organischer Zusammenhang“, wo alle Teile – durch ihr inneres “Zellprogramm” – das Programm des Ganzen in sich tragen, ist zugleich auch das Vernünftigst-Denkbare, da es den funktionierendsten, weitestentwickelten Gesamtsinn ermöglicht, und es ist zugleich das Liebevollst-Denkbare, da es die komplexeste und harmonischste Vereinigung bzw. Identifikation aller Teile miteinander darstellt…
Wir werden ohne solchen organischen Zusammenhang, Sinn und Liebe wohl nicht auskommen können, da es zum Einen die Wesens-Sehnsucht und -Entfaltung unseres Geistes bzw. der Vernunft und unseres seelischen Liebesbedürfnisses ist, – und weil zum Anderen unsere werkzeug- und waffen-schaffende Intelligenz anders als durch so ein höchstentwickeltes Sinn- und Moral-Bewußtsein wohl nicht ausreichend zu bändigen sein dürfte…Nüchterner formuliert: Damit es klappen soll, daß die Zukunftsmenschen sich zusammensetzen und vernünftig gemäß dem Gesamtwohl entscheiden, muß ihre Vernunft- und Liebes-Fähigkeit wohl möglichst ausgereizt werden… Und natürlich werden sie dabei auch untereinander friedlich miteinander teilen: Statt „Privat-Eigentums-Konkurrenz-Kämpfen“ werden sie insofern „gütergemeinschaftlich“ denken, daß “Jeder nach seinen Fähigkeiten Aufgaben erhält, und nach seinen Bedürfnissen Anteil an den Früchten der Arbeit bekommt, damit es für Alle fair ist bzw. damit es allen (gleich) gut geht“…
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Was denkst Du über die Weltwirtschaftskrise?
Wenn die Menschen vernünftig sein wollen, jeder Einzelne in seinem Innenleben, und per Vernunft-Konsens auch in der Gemeinschaft, und per „Konsens-Gesellschaft geschwisterlichen Teilens“ auch im gesellschaftlichen Rahmen — dann ist es immer noch eine ernstzunehmende, anspruchsvolle Aufgabe, das gesamtverantwortliche Handeln und eine global verantwortliche Entwicklung hinzubekommen…
Wenn die Menschen aber statt solchen Abwägens vernünftiger Argumente die Entwicklung irgendwelchen anderen Eigen-Mechanismen wie „Markt-Gesetzen“ (z.B. „Angebot und Nachfrage“ statt „Notwendigkeit und Anständigkeit“, „Vergeldtungs-Logik nach Leistungs-Prinzip“ statt vertrauenschaffender Gerechtigkeit, Profitgier statt besonnenem Maßhalten und ökologischem Bewußtsein…) oder irgendeiner Form von Macht- oder „Recht des (äußerlich) Stärkeren“-Durchsetzung („Fäuste – oder Mehrheiten etc. – statt Argumente“) überlassen —– wer kann da im Ernst glauben, daß das gut geht?!Die Menschen als einen Haufen von Egoisten anzusehen, die durch ein paar “Markt-Spielregeln” zum Gemeinwohl gebändigt werden könnten, oder Sichtweisen wie „Wenn Jeder an sich denkt, ist an alle gedacht…“ , oder auch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ sind doch allzu offensichtliche plumpe Illusions-Rechnungen, die nicht aufgehen können…
Es braucht sich doch nur ein Jeder mal zu fragen, wie geborgen er sich in einer Hausgemeinschaft fühlen wird, wenn die dort mitlebenden Menschen so sind…Egal, was wir dann alles zu regeln oder zu kontrollieren versuchen, ohne ein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl und Vernünftigkeit und Anständigkeit der Menschen werden wir uns nirgends geborgen fühlen können — und sind nach voraussagbaren wiederkehrenden Krisen irgenwann „verraten und verkauft“…
Auch auf (Öko-)Technik-Fortschritt zu bauen und deshalb ein wirkliches Verantwortungs- und Moral-Bewußtsein der Menschen als verzichtbar anzusehen, ist so eine plumpe Illusions-Rechnung… Ohne eine wirkliche Vertrauensbasis können wir einander und unserem Zusammenleben im Wesentlichen eben nicht vertrauen…
Aber die Welt und das gegenwärtige Wirtschafts-System ist m.E. noch viel zu sehr – trotz der Obama-Vorstellungen von „Change“ und ähnlichem – in der “Knechtschaft als Melkkuh der Privilegierten, der Reichen und Mächtigen”…
Und deshalb werden mit den Finanzhilfen und „Wirtschafts-Reparatur-Maßnahmen“ weiterhin viel zu sehr „Seifenblasen-Spekulanten“ (bei Krediten, an Börsen etc.) saniert und die derzeitigen Wirtschafts-Mechanismen und Macht- und Eigentums-Unterschiede mit Krücken gestützt – statt daß mal ernsthaft über eine „Struktur-Revolution bzw. -Transformation der Vernunft, Liebe und Verantwortung“ nachdenken wollte…Wenn wenigstens mal offene Forschung über diese Fragestellungen und Experimente zugelassen bzw. gefördert würde… Und auch die Wissenschaft sich der Frage geeigneter Zukunftsmenschen wirklich stellen würde… Wir von Schenker-Bewegung würden uns als freiwillige Versuchskaninchen, wie verantwortliche Zukunfts-Menschen funktionieren könnten, zur Verfügung stellen…
((Ich sage eh schon immer, auch gegen Vorwürfe, ich sei nicht ehrlich bzw. echt, daß z.B. der Verfassungsschutz mir gern eine ständig zu tragende Kontroll-Sonde geben könnte, um meine Echtheit zu prüfen…))
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Hast Du Kinder?
Ja, ich habe eine Tochter, Johanna, die im Mai 4 Jahre alt wird…
Sie hat auch, zusammen mit der Mutter Moni, ihre ersten 1 ½ Jahre als “Schenker-Kind” mit in unserem Aussteiger-Leben verbracht… Mit auch von Moni mitgestalteten “Schenker-Kind-Konzepten” wie “Erziehung bzw. Begleitung zur Freiheit” oder “Wahlfreiheit zwischen Systemen statt Ideologie-Vereinnahmung” (wo wir auch extra einen “Patenkreis” eingerichtet hatten, der Hannas Entwicklung “zwischen den Welten” mittragen sollte…)… Hanna entwickelte sich gut, auch Medien und Ämter fanden keine wirklichen Einwände… (Es gab genug zu essen, im Winter Zugang zu beheizbaren Räumen, einen erreichbaren eigenen Arzt von Schenker-Bewegung… Und viel Gemeinschaft mit liebevollen und sehr menschlich-anspruchsvoll eingestellten Eltern und anderen Bezugs-Personen für das Kind…) Hanna entwickelte sich auffallend zu einem kleinen Stern… (Ich würde mir nach wie vor gern auch wissenschaftliche Überprüfung wünschen, wie gut das Kind so außerhalb des Systems hätte aufwachsen können, zumal wir am Ende vielversprechende Einladungen hatten, wie es für Moni und Hanna hätte weitergehen können… Ich behaupte, wir haben viel von solcher Lebensmöglichkeit außerhalb des Systems durch unser Beispiel gezeigt…)Leider ist dann die Mutter doch wieder mit ihr ins bürgerliche Leben zurückgekehrt, und unterbindet nun ziemlich vollständig den Kontakt von Hanna zu mir oder unserem Schenker-Leben… Obwohl ich ihr anbiete, ihre “Regie” nicht zu bekämpfen, sondern nur ein einladendes Angebot zu sein… Sie sagt, ich sei zu wenig bereit gewesen oder nun bereit, für Hanna ein wirklicher Vater zu sein, und deshalb wolle sie bei Hanna nicht durch “ein wenig Kontakt zu mir” eine zu große und dann im Weiteren von mir zu unerfüllte Sehnsucht aufkommen lassen… Ich halte dem entgegen, daß Hanna in den Anfangsjahren unseres Zusammenlebens einen – auch aus Sicht von Moni – im Wesentlichen guten, jedenfalls aber funktionierenden Vater-Bezug zu mir hatte, die Mutter bei der Trennung auch ein (zeitweiliges) Überlassen von Hanna zum Zusammensein mit mir auch eindeutig noch als machbar ansah, und trotz ihrer dann fast völligen Kontakt-Blockade in den folgenden Monaten und Jahren auch bei den seltenen Zwischendurch-Begegnungen Hanna schöne Momente mit mir erlebte… Ich biete weiterhin an, zumindest einen Teil (und ich würde Hanna auch beliebig lange zu mir nehmen…) an Vater-Bezug (oder Bezug zu männlichen Bezugs-Personen) zu übernehmen, und dabei Moni die Freiheit zu lassen, ansonsten andere Möglichkeiten solcher Bedürfnisbefriedigung für Hanna zu praktizieren…
Seit langem biete ich Moni auch an, daß wir für unseren Konflikt “gewaltfreie Konflikt-Lösungs-Methoden” versuchen könnten (4-Augen-Gespräche, die sich in Kreise von Menschen unseres Vertrauens weiten, usw…), aber bislang verweigert sie sich dem weitgehend… Ich hoffe und mühe mich ständig weiter…
Immer mehr sehe ich übrigens in der Offenheit für solche gewaltfreien Konflikt-Lösungs- und Kommunikations-Formen einen zentralen Grund, warum (alternatives) Gemeinschafts-Zusammenleben gelingt oder nicht gelingt… Ich habe mit vielen Konflikten zu tun, wo Menschen solche gründlicheren, gewaltfreien und korrekten Aufarbeitungsformen schlicht allergisch wegblocken… Und ich will solche Methoden und Umgangsformen deshalb künftig noch viel stärker betonen!Daß Hanna so abgeschnitten ist von mir und meiner Welt, ist in meinen Augen in vieler Hinsicht schade: So sagt die Mutter z.B., daß sie Hanna schon so erziehen konnte, daß das Kind selbst recht gewaltfrei zu handeln versucht… Aber sie hätte Probleme, Hanna beizubringen, wie man sich auch auf so gewaltfreie Weise gegen Gewalt Anderer effektiv wehren kann…
Das ist in meinen Augen in unserer “Ellenbogen-Gesellschaft” ja auch ein wirklich großes Problem… Um Gewalt als nicht so geeignetes, nicht erfolgversprechendes Durchsetzungs-Mittel erleben zu können, bräuchte es m.E. eigentlich eine entsprechende soziale Kultur, die umfassendere Zusammenhänge statt nur Augenblicks-Durchsetzung ausreichend erlebbar machen würde: eine Gemeinschaft, in welcher diejenigen, die zu Gewalt greifen, sich z.B. in den Augen Anderer dadurch sehr disqualifizieren… Und an Vertrauenswürdigkeit für schöne soziale Beziehungen verlieren usw… “Gewaltfreie soziale Kontrolle”…
Was Einer der Gründe ist, warum ich für ein Kind eigentlich ein Erleben so einer “Schenker-Gemeinschafts-Kultur” als etwas sehr Wertvolles sehe, und Hanna gern auch davon etwas mitgeben würde…
Insgesamt glaube ich, daß unsere Gesellschaft durch die unüberschaubaren, auseinandergerissenen gesellschaftlichen Lebensbezüge den Kindern ein frei-spielerisches ganzheitliches Hineinwachsen in eine sinnvoll zusammenhängende Erwachsenen-Welt sehr erschwert, so daß “vereinseitigte Lebenseinstellungen” (unverhältnismäßiges Spielen-Wollen oder nur Spaß-haben-Wollen statt positiver Arbeitshaltung…; oder durch die Schulprägung Ausrichtung auf egoistische Karriere-Vorstellungen statt ausreichendem spirituellem oder sozialem Bewußtsein…) dadurch in sehr schädlicher Weise gefördert werden…
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Wo siehst Du Dich selbst in 10 Jahren?
Ich werde weiter – sofern ich nicht durch vernünftige Argumente überzeugt werde, daß was Anderes sinnvoller ist (ich will da immer ganz rational offen sein, nicht ideologisch oder fanatisch…) – mit ganzer Kraft für die Ideale der Vernunft und Liebe arbeiten und leben… Wenn ich Glück habe, schaffe ich bis dahin eine weitere Stabilisierung von Schenker-Bewegung und die Lebensmöglichkeit in einem idealistischen kleinen „Schenker-Stamm“ (und mit ganz viel Glück – in die idealistische Arbeit integriert statt davon ablenkend!!! - dabei auch ein kleines Kuschel-Nest mit lieben seelentiefen Frauen; bin da ein großes Kuscheltier mit spezieller „Freie Liebe“-Auffassung… Siehe „Öffis Angebot und Erwartungen bzgl. Frauen…“ im Forum www.schenkerbewegung.plusboard.de …)…
Vielleicht bin ich dann aber auch schon zum „Märtyrer“ für meine Sache geworden, was ich auch als sinnvolle Variante mit Dank und Freude annehmen würde…Die größte Angst hätte ich davor, irgendwo aus Verlockung oder Erpressung korrupt zu werden und nicht mehr furchtlos konsequent nach Wahrheit und Gewissen zu gehen…
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Wie alt bist Du?
Ich bin 44 Jahre alt…
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Kann man Dich besuchen?
Ja, gern…
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Ist Deutschland ein Land voller Möglichkeiten?
Die entscheidenden Möglichkeiten, auf die es ankommt, liegen im Inneren eines jeden Menschen…
Ansonsten sehe ich das “voller Möglichkeiten” wohl sehr anders als die Anderen, die darüber nachdenken: Ich will mit meiner idealistischen Arbeit da anpacken, wo es am sinnvollsten ist – statt am leichtesten oder angenehmsten(!), weshalb viele “Alternative” lieber in warmes Ausland oder ruhige Gegenden oder bergende größere Gemeinschaften gehen…
Deutschland ist eine der führenden westlichen Mächte des kapitalistischen Herrschafts-Systems, wo also die Hebel und Ursachen der jetzigen Weltentwicklung liegen… Und es gibt in Deutschland weniger an alternativen Modellen als im umliegenden Ausland…
Wenn ich dann noch sehe, daß ich als hier Hineingeborener durch die Muttersprache und ein leichter vom Staat anerkennbares Daseinsrecht hier teilweise zusätzlich günstige Wirkungs-Voraussetzungen habe, spricht m.E. viel dafür, daß ich hier für den Aufbau echter alternativer, struktur-revolutionärer Lebens-Modelle arbeite…
Genau das mache ich…
Und lade auch andere, gerade junge Menschen, wenn sie es ernst meinen wollen, dazu ein, das “Alternativ-Sein” nicht auch wieder nur wie eine weitere Willkür-Spaß-Konsum-Angelegenheit zu behandeln, sondern ernsthaft nach Sinn und Notwendigkeit zu gehen… Und dabei den Qualitäts-Unterschied zwischen Konsum-Spaß und “Gewissens-Freude” zu erleben…Und statt Drogen, womit sich viele Sinne und Hirn vernebeln, “sich lieber zu berauschen an der nüchternen Trunkenheit des Geistes”… “Drogen haben noch jeden betrogen! Legalize einen klaren Kopf!” ((Was nicht heißt, daß wir Kiffer ausschließen würden, und solche Leute nicht zu uns kommen und bei uns mitmachen können… Ist wieder nur meine persönliche Öffi-Sicht bzgl. Drogen… Gemäß dem “Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner-Konzept” kann ja jeder bei uns ein idealistischer Mitarbeiter werden, der diese Einigungs-Nenner-Inhalte gut findet…))
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Was für eine Rolle spielt Geld für Dich?
Geld ist wohl die gefährlichste Droge der Welt… Sie verstärkt unser Bruchstücks- und Vergeltungs-Denken und unsere maßlos entartende Gier… Sie reißt uns verhängnisvoll aus dem organischen Bewußtsein bzw. der Identifikation mit der Welt und den Mitmenschen, aus der Liebe und dem Teilen… Gefahren, die – nachdem wir wohl durch unsere Intelligenz-Entwicklung aus der Instinkt-Steuerung rausgerutscht sind – eh schon unser großes Problem sind (- all die aus der Instinkt-Bindung gelösten Einzelmotive wollen sich aufblasen und entarten… -) — und wo die Frage, ob unsere Intelligenz bzw. Vernunft neben der ‘Befreiung dieser Motive aus dem Instinkt-Käfig’ nun auch für diese ‘befreiten Raubtiere’ eine ausreichend verantwortliche Steuerung übernehmen kann, wohl ziemlich skeptisch beantwortet werden muß… Eher sieht es so aus, als würde sie überwiegend statt zu einem ‘kraftvollen Dompteur’ nur zu einem ‘unterworfenen Erfüllungsgehilfen’ der krebsartig entartenden Gier-Motive…
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Steigende Arbeitslosigkeit und zunehmende Globalisierung verunsichern die Menschen, was sagst Du dazu?
Die Menschen sollten anfangen, statt in dieser “großen Unterhaltungsshow” vom Glitzer-Star-Dasein oder vom Lotto-Gewinn zu träumen, während Viele sogar nur angestrengt “die Bühnentreppen fegen müssen” und zuhause frustrierende „Fassaden-Beziehungen“ haben… — endlich ehrlich zu denken, ihre Tiefe und ihre Träume zu finden, diese mit passenden Partnern zu teilen, gemeinsam zu leben, und das Göttliche in sich zu entfalten…Wie sicher kann man sich denn überhaupt fühlen “auf dem Schiff einer ‘Titanic’-Gesellschaft”? Und Verdrängung des eigenen Denkens und Seelenlebens ist doch eigentlich eine sehr miese Lebens-Qualität…
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Wie sieht ein glückliches & erfülltes Leben aus?
Wenn man die Umkehr der Menschheit zu Vernunft und Liebe nicht auszulösen schafft, dann zumindest alles dafür geben (!!!), und zu sterben im Dienst an dieser Revolution… Die größtmögliche „Leuchtsignal-Wirkung“ zumindest hinzubekommen…
Schafft man (wider Erwarten) diese Umkehr (oder während man dafür gibt, was man kann…), dann (- soweit machbar und keine falsche Etablierung… -) ein erfülltes Leben in seinem passenden „Schenker-Stamm“, seiner liebeskommunistischen Konsens-Gemeinschaft, mit toller Liebes-Gemeinschafts-Kultur…
Ich stelle es mir – um es etwas detaillierter auszumalen – als überschaubare Dorfgemeinschaft aus Lehmhütten, Jurten, Erdlöchern etc. vor, mit Computer und Internet darin, weil das einfache Naturleben sich doch auch mit einem globalen Bewußtsein der Menschen verbinden müßte… (Kann ein anderer Schenker sich durchaus anders vorstellen und z.B. vertreten, es müsse mit Telepathie wie bei den Aborigines, von denen es behauptet wird, gehen statt mit solcher Technik… Da gilt ja wieder unsere “Einigungs-Nenner-Offenheit und -Toleranz”…)
Und „Samthandschuh-Umgang“(!!!) unter den Dorfbewohnern (was ich z.B. gern folgendermaßen beschreibe: „Ein Mensch, ein Wort!“, „Vernunft bzw. Argumente zählen!“, „Keine Kritik hinterm Rücken!“, und bei Konflikten „gewaltfreie Konflikt-Lösungs-Methode“, wie ich sie z.B. in einem eigenen Thema im Forum www.schenkerbewegung.plusboard.de beschrieben habe…)…
Und ich (- jeder natürlich auch da wieder nach seiner Vorliebe… -) in seelisch-philosophisch-zärtlich-sexueller Innigkeit mit von mir geliebten Frauen, und Kindern…
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Hat der Mensch noch eine Zukunft?
Ich weiß nicht, ob es irgendwie schon zu spät für eine Heilung der Menschheit und unserer Welt ist… Aber es geht wohl um zu hohe Werte bzw. in gewissem Sinne ums Ganze, so daß man da wohl die Hoffnung einfach gar nicht aufgeben darf: Je unwahrscheinlicher es ist, das Ziel zu erreichen, desto mehr müßte man sich wohl bemühen statt weniger…
Und man kann es auch so sehen: „Einsatz für Vernunft und Liebe, so daß Gemeinwohl-Fähigkeit entsteht“, ist wohl sowas wie ein grundlegendes „Zell- bzw. Wachstums-Programm“, das sozusagen auf allen Ebenen schon das Optimum bzw. die jeweils schönsten möglichen Blüten erblühen läßt: auf der Ebene der eigenen Persönlichkeits-Entwicklung, sogar wenn man keine schönen Beziehungen mit Anderen dabei aufbauen kann; auf der Ebene persönlicher Freundschaften oder „Wahrer Liebe“, auch wenn man keine größeren Gemeinschaften hinbekommt…; auf der Ebene größerer Gemeinschaften bzw. Gesellschaft, auch wenn es nicht zur Heilung der Menschheit und unserer Welt reicht…; und am meisten natürlich, wenn es auch dafür reichen könnte…
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Was müssten die Menschen ändern?
Der Schlüssel zu allem ist m.E., wie schon mehrfach gesagt, das ehrliche Denken… Auf die jeweils wichtigste Frage, die man finden kann, die bestbegründbare Antwort suchen… Die Dinge von den verschiedensten Seiten betrachten und sich selbst der schärfste Kritiker sein wollen usw… Dafür passende Denk- und Gesprächs-Partner finden… Und dann die Konsequenzen immer mehr leben… Bis zum Martyrium für die Revolution oder bis zur global verantwortlichen „organischen Konsens-Gesellschaft geschwisterlichen Teilens“…
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Hast Du einen Beruf erlernt? Wenn ja, welchen?
Ich bin studierter Theologe und Philosoph… Ich nenne mich auch gern einen „freischaffenden Seelsorger“… Und beim Rumziehen als „Pilger“ habe ich z.B. von einem alten Korbflechter etwas dessen Handwerk gelernt…Und ich kann mit Vielem improvisieren… Ich sage immer: Ich weiß von fast allem fast nichts, aber soviel, daß es für meine Lebensalternative reicht…
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Wie lautet dein Motto?
Ich habe mehrere Mottos, ich liebe Mottos…
Am wichtigsten ist sicher: “Ehrliches Denken – auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare Antwort suchen!”
Ansonsten ist das wichtigste Motto wohl: „Liebe schenkt! – Und wie radikal müssen wir dann mit dem Schenken anfangen, wenn wir die Menschheit noch zur Vernunft und Liebe bekehren wollen?!…“
Schön finde ich aber auch z.B.: „Du mußt den Menschen immer die Wahrheit sagen, und du mußt sie ihnen so sagen, daß sie ihnen gefällt!“ (aus dem Hinduismus)
„Rede nur, wenn du gefragt wirst; aber lebe so, daß Du gefragt wirst…“
„Diene jedem Menschen so demütig, als könne er für alles nichts…; und lade sein Verantwortungsgefühl so ein, als sei er an allem Übel der Welt persönlich schuld…“
„Ermutige die Menschen mit dem, was sie schon tun, statt sie zu entmutigen mit dem, was sie noch nicht tun!“
„Baut viel mehr auf, was aufbaut, statt: Macht kaputt, was euch kaputt macht…“
„Was tut man nicht alles, um kein Geld zu verdienen!“ usw…
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Wie gehst Du mit Momenten von Zweifel & Angst um?
Ich habe in meiner Tiefe einen stillen, unendlichen Ozean an „Wesens- oder Gottes-Bewußtsein“… Ich drücke diese innere Grund-Befindlichkeit z.B. immer gern so aus, daß ich auf die Frage: „Wie geht es dir?“ zur Antwort gebe: „Ich bin zufrieden wie immer, denn wie kann man den Sinn des Lebens und den lieben Gott kennen und unzufrieden sein?…“
Ich kann Zweifel und Angst auf dieser Basis für mich passend dosieren, lasse Beides nur soweit zu, wie ich es als sinnvoll ansehe: Zweifel, um nicht leichtfertig im Urteil oder dogmatisch zu werden… Angst als Warnung vor Gefahr… -
Wie bestreitest Du deine Rente? Vorsorge? Versicherung?
Ich denke nicht an Rente oder Versicherungen… Ich hoffe darauf, mindestens einen „Schenker-Stamm“ hinzubekommen, wo die Starken die Schwachen, die Jungen die Alten und die Gesunden die Kranken mittragen… Und wo die Liebe auch so etwas sehr schön macht unter Menschen…
Ansonsten bin ich – wie gesagt – auch gern bereit, für die “Revolution der Vernunft und Liebe” bzw. für eine “global verantwortliche Entwicklung” als Märtyrer zu sterben…
Viermal in den vergangenen 18 Jahren meines Schenker-Aussteiger-Lebens bin ich in kritischen Situationen nochmal mit dem Leben davon gekommen…
Ich hoffe und bitte, daß ich bis zu einem eventuellen solchen Tod genug ehrliche idealistische Menschen in Schenker-Bewegung sammeln konnte, so daß sie die Bewegung aufrechterhalten und fortführen können…
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Hast Du vor ein Buch über Dein Leben zu schreiben?
Es gibt schon ein kleines Buch: „Öff!Öff! Der geheimnisvolle ‘Waldmensch’ – Sein Glücksrezept, von Essen bis Liebesleben“ ISBN-Nr. 978-3-9812606-0-1
Es ist aber noch nicht „das Buch über mein Leben“…
Und es gäbe wohl einige Möglichkeiten, Bücher zu verfassen… Ich warte da auf sich bietende günstige Gelegenheiten… Wer sich zu etwas berufen fühlt, kann sich gern mit mir in Verbindung setzen…
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Worin siehst Du den Sinn deines Lebens?
Glücklich zu werden durch Vernunft, Liebe und Verantwortung. Meinen Platz im Ganzen finden. Das Göttliche in mir entfalten… Vollkommen werden…
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Was sagen deine Freunde zu deinem Lebenswandel?
Da ich schon seit meinem 13. Lebensjahr meinen Idealismus im Kopf habe, habe ich von da an auch nur noch „Freundschaften“ geschlossen, wo dann ein entsprechender Draht miteinander bestand…
((Und mit einem “bewußten Freundschaftsverständnis” nach den Maßstäben: “Bereitschaft, Leben zu teilen, bis gleiches Glück da ist…”; “Sich im Verhalten gegenüber dem Freund nach dem zu richten, was er gut für sich findet…”; und “Dem Freund grundsätzlich freien Zugang zur eigenen geistigen Innenwelt zu gewähren…”))
Aber andere näherstehende Menschen wie meine Verwandten, und auch fast alle Menschen, die sich etwas auf einen Gedanken-Austausch mit mir einlassen, kommen eigentlich fast alle zu derselben Haltung: “Schöner Traum (‘Frieden unter Menschen für Frieden auch mit der übrigen Welt…’), haben wir ansatzweise auch schon von geträumt (und kann auch der Traum von Buddha, Jesus oder Gandhi sein), – aber nichts für uns, wir wollen nicht so verzichten…”
Wobei ich glaube, daß sie durch Suchtvernebelung nicht richtig sehen können, wo man eigentlich auf das Wertvollere verzichtet… Ich versuche es ihnen deutlich zu machen…
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Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus?
Ist unterschiedlich je nach Schenker-Lebensform („Pilgern“ auf der Straße, Sozialarbeit, Natur-Lebensweise…), die ich praktiziere, und auch darin je nach den unmittelbar sinnvollsten Aufgaben…Im Moment pendele ich ungefähr halbtags zwischen dem Leben in Natur-Projekten bei 02708 Löbau in Sachsen (die Projekte heißen “Meditopia” und “Biotopia”, siehe das Projekte-Verzeichnis auf www.die-schenker.net im “Schenker-Blog”) und dem Heizungsraum eines Restaurants in der Nähe, wo ich an eine Steckdose komme und (PC-)Büroarbeit machen kann…
In diesen Naturprojekten ist man mit Dingen beschäftigt wie Wildkräuter-Sammeln, Kleidung-Machen, Jurten-Bauen oder -Reparieren usw… Eine Survival-Kultur ist mein Ziel, womit man mich irgendwo in die Natur setzen kann, und ich dabei überleben und eine neue Kultur anfangen könnte, statt unterzugehen… Da gehört viel zu, was man lernen muß, bin da selbst auch weiter auf dem Weg…
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Was willst Du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Bitte, bitte laßt uns ehrlich und vernünftig denken… Auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare Antwort suchen…
Mehr als ein Verdurstender in der Wüste nach Wasser lechzt, sehne ich mich nach solchen Menschen, nach solchen „Juwelen im Heuhaufen“…
Wenn Ihr mögt, nutzt die Möglichkeiten, Euch weiter zu informieren und in Kontakt miteinander zu kommen:Öff!Öff!
www.die-schenker.net
www.oeffi.such.info
oeffi2004@ymail.com
017627110248
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- EIN PAAR FRECHE KURZE FRAGEN
VON ÜBERALL HER, WO SINNLOS SACHEN ZERSTÖRT, MISSBRAUCHT ODER VERSCHWENDET WERDEN… IST SOZUSAGEN „SACHENBEFREIUNG“… KANN EIN LEERES, ZERSTÖRUNGSWUT AUSGESETZTES HAUS SEIN…, SIND DIE SUPERMARKT-CONTAINER, WORIN NOCH VERWENDBARE LEBENSMITTEL VERNICHTET WERDEN…, IST DER STRASSENGRABEN…, SIND NEBEN KLEIDERCONTAINER DEM REGEN AUSGESETZTE ALTKLEIDER… USW…
ICH ACHTE BEI ALLEDEM SEHR DARAUF, DASS ICH NICHT ANDEREN MENSCHEN FÜR SIE WERTVOLLE DINGE WEGNEHME, SONDERN UMGEKEHRT DEN ANDEREN MÖGLICHST VIEL WERTVOLLE DINGE SCHENKE…
WENN ICH UNTERWEGS BIN, IRGENDWO INS ABGELEGENE, UND VERSCHARRE ES ETWAS… ANSONSTEN, WENN ICH IRGENDWO DAUERHAFTER BIN, DANN BAUE ICH EIN PLUMPSKLO UND VERKOMPOSTIERE DIE FÄKALIEN KUNSTVOLL…
ÄUSSERLICH TRAGE ICH IN MEINER „WALDMENSCHEN-ROLLE“ IMMER ENTWEDER DENSELBEN HANDGESTRICKTEN PULLOVER UND DIESELBE SELBSTGEMACHTE HOSE ODER IM SOMMER MEINEN LENDENSCHURZ, WEIL ES FÜR MICH AUCH „MARKEN-ERKENNUNGS-ZEICHEN“ IST… DARUNTER TRAGE ICH WECHSELNDE WÄSCHE…
ICH HABE JETZT ABER AUCH NOCH ALS „ZWEITROLLE“ DIE ROLLE EINES „LEBENSBERATERS IM ANZUG“ ANGENOMMEN… UM GANZ DEUTLICH ZU MACHEN, DASS ES AUF SCHENKENDE LIEBE ANKOMMT, UND DASS ES DAFÜR VERSCHIEDENE ÄUSSERE FORMEN GEBEN KANN…
ICH TRINKE NUR WENIG ALKOHOL, WENN ICH MAL EINGELADEN WERDE… ICH WAR NOCH NIE BETRUNKEN, HABE NOCH NIE EINE ZIGARETTE GERAUCHT UND AUCH NOCH KEINE ANDEREN DROGEN KONSUMIERT, WEIL ICH VERANTWORTLICH UND GLÜCKLICH LEBEN WILL STATT SELBST-VERGIFTEND…
ICH RASIERE MICH NORMALERWEISE GAR NICHT, SONDERN STUTZE MIR NUR AB UND ZU HAARE UND BART MIT DER BASTEL-SCHERE…
ICH BIN INSGESAMT GEGEN ATOMKRAFT… FÜR ALLE…
KLEINE WÄSCHE OFT… VOLLWÄSCHE IM SOMMER AUCH RECHT OFT, WEIL ES DANN SUPER-ANGENEHM IST, IN DEN FLUSS ZU GEHEN (AM BESTEN „HEISSER SEX IN DER JURTE, UND DANN KALTES BAD IM FLUSS, UND DANN WIEDER… – ABER NATÜRLICH NUR, WENN ES EINGEBETTET IST IN HÖCHSTES WAHRHEITS-PHILOSOPHIEREN UND WAHRE SEELEN-LIEBE ZUEINANDER, SONST SCHMECKT DER SEX NICHT…)“
IM WINTER VOLLWÄSCHE CA. ALLE ZWEI WOCHEN…
ICH VERSUCHE (- AUSSER, WIE GESAGT, BEI ABFÄLLEN… -), MÖGLICHST NUR ZU NEHMEN, WAS MIR GERN GEGEBEN BZW. SOGAR AKTIV ANGEBOTEN WIRD…
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- EIN PAAR GRUNDLEGENDE FRAGEN
• welche schule und welche Ausbildung und welche schule haben sie absoviert?
Ich habe ein Studium der Theologie (und teilweise einen Extrastudiengang Philosophie) absolviert, bin Diplom-Theologe…
• wie alt sind sie jetzt und wie alt waren sie damals?
Jetzt 44, beim Studienende war ich 24, losgezogen in mein Aussteigerleben bin ich mit 27 Jahren… (Für Details zu solchen biographischen Fragen siehe die Biographie und Frage-Antwort-Listen auf www.dieschenker.wordpress.com …)
• wie leben sie heute und wovon?
Ich lebe heute als Schenker ohne Staat und Geld in den drei Schenker-Lebensformen: als Pilger, oder in Sozialarbeits-Projekten („Haus der Gastfreundschaft“) oder in Natur-Projekten… (Für mehr Details siehe den „Allgemeinen Vorstellungstext von Schenker-Bewegung“, der an mehreren Stellen auf www.dieschenker.wordpress.com steht, z.B. wohl bei „über uns“ …)
• wiso sind sie aus dem alten Leben ausgestiegen?
Weil ich so gut wie möglich für das Wichtigste und Richtigste leben wollte, schon mit 13 Jahren nach dem Motto: „Auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare Antwort suchen…“ entschieden losgrübelte… Und dann schnell das „Schenker-Programm“ rausbekam: Daß es das Wichtigste ist, der Welt einen „Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner für global verantwortliche Entwicklung“ anzubieten, mit dem Inhalt: genug Vernunft und Liebe, damit die Menschen gesamtwohl-konsens-fähig werden…
• was war ihr notenschnitt in der schule?
Ich habe mein Abitur mit 1,0 gemacht…
• haben sie die schule oder die ausbildung frühzeitig abgebrochen?
Nein.
• worin sehen sie diesen Ausstieg?
Soviel Vernunft und Liebe vorleben, daß die Menschen gesamtwohl-konsens-fähig werden… Nur Geschenke mit anderen Menschen austauschen (= Schenker sein)… Ohne Luxus, Staat und Geld leben…
• wiso haben sie diesen Weg gewählt?
Um glücklich zu werden durch Wahrheit, Liebe und (globale) Verantwortlichkeit… Jede/r, der/die ehrlich denkt, kann es wohl erkennen… (Siehe die Biographie und Fragen-Antworten-Listen…)
• was essen sie und von wo beziehen sie es?
Überwiegend vegetarische Rohkost… Ich bekomme meine Nahrung durch die Natur, durch von anderen weggeworfene „Reste“ („Containern“ etc.), und zu einem recht bescheidenen Teil auch durch Geschenke…
• wiviele positive und wiviele negative Punkte sehen sie gegenueber ihrem alten leben?
Es ist ungeheuer erschreckend, wie hart es ist, ein vernünftiges moralisches Leben führen zu wollen, und wie suchtallergisch viele Menschen darauf reagieren… Trotzdem ist es der Weg, der Einen seelisch glücklich macht, und mit Zähigkeit kann man doch auch beachtlich Vieles erreichen… Fast schon hatte ich sogar (2 bis 3 mal) ein idyllisches kleines Liebes-Nest dabei hinbekommen… Mal sehen, wieviel ich noch schaffe… Ein idealistischer „Schenker-Stamm“ mit so einem Liebes-Nest wär ein Traum… Aber ich arbeite natürlich nicht für so ein kleines Ziel, sondern für die Heilung der Welt im Ganzen, mit aller meiner Kraft…
| Ausführliche Öfi-Antworten auf Fragen (FRAGE 4 BEINHALTET ÖFFIS BIOGRAPHIE) |
| 1. beschreiben sie mir die hauptidee der schenker-bewegung. schenker-bewegung(=bewegung der menschen,die mit anderen nur geschenke austauschen wollen) will schenkende liebe(=gewaltfreies teilen) als einen’kleinsten nötigen einigungsnenner’anbieten,damit die menschen eine grundverantwortung für die uns anvertraute welt übernehmen können und friedlich gemeinsam weiter nach den 1000 anderen fragen und antworten suchen können… plakativer formuliert: ‘liebe schenkt! – und wie sehr muß man dann mit dem schenken anfangen, wenn man die menschheit noch zur liebe (und vernunft) bekehren will?!’ (ausführlicher ist die bedeutung von schenker-bewegung auf den websites beschrieben, auf die-schenker.net z.b. in der ‘kurzvorstellung’ und vor allem in den ‘grundsatztexten’, wozu auch ein ausführlicherer’vorstellungstext’gehört…)) 2.) kann man schenker-bewegung als glauben bezeichnen?gibt es eine abgrenzung zur religion? (ich verweise dazu insbesondere auf den von mir geschriebenen ‘grundsatz-text’, den ‘öm-text’.) natürlich kann man schenker-bewegung als ‘glauben’ bezeichnen, wenn man unter ‘glauben’ ein umfassendes sinn- und moralkonzept versteht,welches auch über den bereich der’exakten naturwissenschaften’(empirische bestätigung durch experimente, (mathematische) logik…) hinausgeht und auch das ‘transzendente’ mitberücksichtigt… ‘glauben’ dann als ‘offenheit des wissens’verstanden ,auch da,’wo man nur für mehr oder weniger wahrscheinlich halten kann’,oder einfach’auf etwas setzen’muß (oder ‘übernatürliche’ quellen mitintegrieren muß), um zu einem gesamtkonzept der welt zu kommen…der unterschied zwischen einer auch das transzendente einbeziehenden philosophie und ‘religiösem glauben’ ist dann ja relativ fließend: der buddhismus etwa ist keine ‘offenbarungs-’, sondern eine ‘vernunft-religion’, welche -streng betrachtet- die existenz eines ‘gottes’ offen läßt bzw. für relativ unwichtig erklärt (zur behebung des leides)… eine ‘persönliche gottesvorstellung’ ist es ja eh nicht; nicht einmal das ‘persönliche ich’ des einzelnen menschen wird als etwas ‘existentes’ betrachtet… was unterscheidet nun schenker-bewegung von anderen ‘glaubensformen’ oder ‘religionen’? schenker-bewegung will -im sinne etwa von mahatma gandhi- ein ‘wahrheits-wissenschaftliches experiment’ sein, welches auf dieser ebene auch strikt vernunftbezogen auftritt, und ist spezifisch durch den ansatz des ‘kleinsten nötigen einigungsnenners’ (siehe 1.) charakterisiert, den ich so klar in keiner anderen religion oder weltanschauung herauskristallisiert finde. ich beschreibe einige konsequenzen daraus:a)schenker-bewegung ist’nicht-ideologisch’: auch wenn über die ‘exakten wissenschaften’ hinausgehend, will schenker-bewegung soviel wie möglich an raum für wissenschaftliche kritisierbarkeit und objektivität (für den umgang mit werte- und gesellschafts-konzepten) eröffnen. so war auch z.b. mein vorschlag in der ‘maischberger-talkshow’ abgezielt, eine ’stiftung systemtest’ einzurichten, wo wissenschaftliche und moralische objektivität und qualität sich möglichst verbinden sollten, um werte und sozialstrukturen zu beurteilen, als orientierungshilfe für die menschen. ansätze gibt es schon ein wenig, z.b. mit der idee von ‘weltzukunftsräten’ etc… wie sehr wir sowas bräuchten, zeigte sich am kommentar von frau maischberger, es gebe doch dafür schon den staat und die kirchen(!) das ist so, als würde man im streit der religionen eine davon als ‘objektive instanz’ zur prüfung der übrigen einsetzen wollen… wir haben prüfung sinstanzen wie ’stiftung warentest’ für die verschiedenen stücke seife im supermarktregal – für die wichtigsten grundlagen des (gesellschaftlichen) lebens haben wir nicht mal ((fortsetzung1))(da gibt es nicht einmal) nennenswerte angebotsversuche von tauglicher orientierungshilfe… die frage mag erlaubt sein, warum daran scheinbar kaum interesse besteht… aus meiner sicht ein klares symptom einer ’sucht-gesellschaft’… b) schenker-bewegung ist ein traditions- und autoritäts-unabhängiger ansatz: obwohl traditionen oder autoritäten nicht prinzipiell abgelehnt oder ausgeschlossen werden und somit integrierbar sind, wird für die elementare grundorientierung, wie sie im ‘kleinsten nötigen einigungsnenner’ ausgedrückt ist, unabhängiges kritisches (‘organisches’) denken des einzelnen menschen als basis betrachtet… c) schenker-bewegung ist nicht-sektiererisch bzw. ist gar ‘anti-sektiererisch’: das geht schon aus dem ansatz des ‘kleinsten nötigen einigungsnenners’ hervor. jede weltanschauung oder religion, die ihren mitgliedern und überhaupt allen menschen ein recht auf unabhängige kritisch denkende grundorientierung zugestehen wollte und die paar wenigen schenker-ideale, insbesondere eben schenkende liebe, als wesentliche elemente dieser grundorientierung betrachten wollte, könnte vom ‘kleinsten nötigen einigungsnenner-ansatz’ integriert werden, mit all ihren sonstigen inhalten… ein extremes bemühen also um integration von menschen, gruppen, organisationen, weltanschaungen, religionen, parteien etc. in ein grundlegendes verantwortungskonzept für die menschheit… vielen gruppen und auch religionen sollte das möglich sein: im christentum z.b. (- ich, öff!öff!, bezeichne mich auch als christ-) auf der grundlage von bibelstellen wie u.a. zu beginn des ‘römerbriefes’ des apostels paulus, wo er erläutert, daß auch menschen, denen das evangelium von jesus nicht zu ohren kam, dennoch vor gott genauso in der verantwortung stehen, da das wesentliche von gott und seinem willen bzw. seinen moralischen maßstäben aus der schöpfung und dem gewissen und den ‘gedanken, die miteinander streiten’, bereits erkennbar sei… oder man denke an die bibelstelle im evangelium, wo das ‘endgericht’ beschrieben wird, und jesus die ‘geretteten’ wegen ihrer guten taten an armen, kranken, gefangenen etc. zu sich holt, und sagt, ‘diese taten hätten sie ihm getan’, und auf den einwand der guten menschen, ihn würden sie doch gar nicht kennen, antwortet:’was ihr dem geringsten meiner brüder getan habt, das habt ihr mir getan’… oder die bibelstelle, wo jesus sagt: ‘ich nenne euch nicht knechte, sondern freunde: denn der knecht versteht nicht, was sein herr von ihm will; ich habe euch aber den willen gottes verständlich gemacht…’ usw… schenker-bewegung ist also keine ‘besondere religion oder lehre’ – außer vielleicht, wenn man es kühn formulieren wollte, die auch für atheisten offene ‘religion’ nur der vernunft und liebe, ohne sonst vorgegebene einzelanweisungen oder -ausschließlichkeiten… (schenker-bewegung läßt -zur veranschaulichung gesagt- also auch viel mehr offen als etwa der buddhismus: ob das individuelle persönliche ich ‘existiert’ oder nicht… ob es einen persönlichen gott oder götter gibt oder nicht… usw…) ((fortsetzung2))(((ich sollte an dieser stelle dem mann, der mir die fragen für nen fernsehbeitrag stellte, vielleicht erklären, daß ich mich entschlossen habe, die fragen gründlich zu beantworten, damit das dann auch in’s web gestellt werden kann, und ich immer darauf verweisen kann…))) 3.) wieviele menschen sind inzwischen anhänger oder zumindest sympathisanten ihrer bewegung? im kern, also als ’schenker’, als menschen, die ohne staat und geld leben und mit anderen menschen nur geschenke austauschen, gibt es derzeit drei, außer mir noch meine idealistischen freundinnen tütü und moni… drumherum gibt es die sogenannten ’schenker-verbündeten’, die mittlerweile auch zwei gemeinnützige vereine gegründet haben. in den vereinen sind’s derzeit vielleicht 30 menschen. die verbündeten außerhalb der vereine sind ‘ungezählt’, können recht viele sein… sympathisanten mindestens sind fast alle, mit denen ich 10 minuten geredet habe… handlungsfähige menschen, mit denen man berechenbar planen und vorwärtsarbeiten könnte, haben wir in schenker-bewegung zugegebenermaßen sehr wenige… das wird aber mehr als ausgeglichen durch die sehr vielen menschen, die uns aus weitem abstand mit ihren taschentüchern zuwinken und uns zurufen, wie toll sie finden, was wir machen, und daß wir auf jeden fall weitermachen und uns nicht unterkriegen lassen sollen… und auch menschen, die extrem eigenbrötlerisch unbedingt was ‘eigenes’ neben uns zelebrieren müssen, gibt’s so einige… aber was soll’s: unser glaube ist ja auch der glaube an’s gewissen, den gott in uns, dem man unbedingt folgen muß, und wenn’s alleine wäre… 4.) Öff!Öff!s VOR-AUSSTIEGS-BIOGRAPHIE (plus hinten drangehängter kurzer ZUSAMMENFASSUNG SEINER SCHENKER-ZEIT) wie sind sie zur bewegung gekommen? beschreiben sie bitte die wichtigsten stationen ihres lebens. am 12.5.1964 in gelsenkirchen geboren, in gladbeck bei essen (im ruhrgebiet) aufgewachsen. zwar eher oberflächliche, aber christliche erziehung (z.b. kindergebet ‘ich bin klein, mein herz ist rein; soll keiner drin wohnen als jesus allein…’).. ab dem 7. lebensjahr vom stadtrand (strenge klassenlehrerin, was mich hemmte) in die innenstadt umgezogen (gutmütige klassenlehrerin, was mich lockerte und öffnete), wo wir dann in einer mietwohnung über der arbeitsstelle meines vaters (bankkassierer) all die jahre wohnten. vater alleinverdiener, mutter hausfrau, 3 jüngere brüder. untere mittelschicht, bescheidenes und sparsames familienleben, aber bieder und solide (vater hörte aus verantwortungsgefühl mit dem rauchen auf, als kinder kamen, usw…). ruhiges, oft in mich gekehrtes kind (oft mit bilderbüchern oder katalogen irgendwo unter nem tisch liegend), aber auch noch recht normal, auch mit prügeleien auf schulhof (starker gerechtigkeitsehrgeiz, schutz von drangsalierten schwäc heren usw. auch da schon…) und mal mit ner 5 in mathematik (mehr in stadtrandzeit)… entscheidende kehrtwende und weichenstellung für’s leben mit 13 jahren, auf einem sonntagsspaziergang: die eltern schickten uns kinder dann spazieren, um in ruhe das sonntagsmittagessen zu machen, wo auch der vater mal kochte. beim spazieren im gladbecker ‘nordpark’ redete ich mit dem 1 1/2 jahre jüngeren bruder -nicht pubertätsuntypisch- über unsere zukunft als erwachsene: welche berufe, welche häuser, frauen, autos, urlaub usw. als wir davon müde waren, hing jeder seinen phantasien nach… wie es mir rückblickend zumindest für damalige pubertät auch noch normal erscheint (die heutige jugend säuft und kifft und konsumiert sich das wohl recht fleißig weg…), kamen mir auch mal ansatzweise die ‘großen fragen’ vor augen: frieden, gerechtigkeit, harmonie mit der natur… ich malte mir aus, wie es einem menschen ergehen könnte, der sich am alltäglichen ellenbogenkampf gegeneinander nicht beteiligen würde (wie ja auf schulhof ebenso wie in der schule bei zensurenkonkurrenz gut erlebbar…).dabei schlugen ‘2 blitze’ innerlich bei mir ein: das erste war die faszination über mein phantasiertes bild des gewaltfreien menschen. mir fiel auf, daß es keine illusion, wie z.b. eine kuh mit 10 hörnern oder ein marsmännchen, war, sondern eine mögliche wirklichkeit, wenn man/ich mich dafür entscheiden wollte! und mir war auch sofort klar, daß ich mich enorm wertvoller fühlen würde, wenn ich mich dafür entscheiden würde. und daß, wenn ich vielleicht noch andere menschen finden würde, mit denen gemeinsam sich solche gewaltfreiheit leben ließe (‘argumente statt fäuste!’), es eine ganz andere dimension menschlichen zusammenlebens darstellen würde! verbunden mit diesem ersten ‘einsichts-blitz’ schlug dann ein zweiter noch viel tiefer innerlich bei mir ein: mir fiel auf, daß ich auf eine für mich sehr wertvolle erkenntnis, die gewaltfreiheit, quasi DURCH ZUFALL gekommen war! wäre meine phantasie in eine andere richtung geschweift, hätte ich vielleicht mein leben lang an dieser erkenntnis vorbeigelebt! mir wurde brennend klar, daß wir menschen nicht automatisch für’s wichtige bzw. wichtigste leben (- kein instinkt (mehr) dafür sorgt -), sondern es uns passieren kann, für unwichtige spielereien unser leben zu vergeuden! (mittlerweile kenne ich genug menschen, deren hauptlebensinhalt skatspielen, modelleisenbahnbauen, fußball, tennis, autorennen usw. ist…) mir war auch sofort klar, daß ich das für mein leben unter keinen umständen so wollte. und wenn das wichtigste nicht automatisch zu mir kommt, entschied ich mich, dann muß ich danach suchen! und zwar mit system! (nicht nur hinter der nächsten straßenecke mal scha uen, ob es da steht, und sonst war’s das…) seit diesem moment bis heute lautet mein zentrales lebensmotto (und das zentrale prinzip von schenker-bewegung, das grundgesetz ‘organischen denkens’): ‘AUF DIE JEWEILS WICHTIGSTE FRAGE,DIE MAN FINDEN KANN,DIE BESTBEGRÜNDBARE ANTWORT SUCHEN!’ auch in gesprächen mit anderen menschen bitte ich immer, wenn sie nur einen satz aus der begegnung mit mir mitnehmen wollten (zu kritischem bedenken), dann möge es dieser sein! von stund an wandelte sich in meinem leben fast alles: ich grübelte ständig und merkte, wie in meinem ‘inneren gespräch mit mir selbst’ ein ungeheuer kraftvolles organisch zusammenhängendes ‘geistiges gewebe’ zu wachsen begann… mein hauptwerkzeug (und ‘gesprächspartner’, da menschen nicht so systematisch mitzudenken bereit waren) wurde das konversationslexikon… innerhalb von wochen entwickelte sich in mir das skelett des schenker-programms, welches ich auch bereits zu schulzeiten in erste schriftliche entwürfe zu bringen versuchte… einige wochen später wurde ich, der ich zwar auch nebenher und ‘unbewußt’ sonntags in der kirche war, und in meßdiener- und lektorengruppen der kirchengemeinde (st. lamberti), zum ‘bewußten christen’. anlaß war eine religionsstunde des ‘neusprachlichen gymnasiums’, welches ich besuchte. unser klassenlehrer herr klingeberg sprach über christliche gewaltfreiheit, und sprach auch den kreuzestod jesu in dem zusammenhang an – und fügte aber s chnell hinzu, daß natürlich auch ein christ in notwehrsituationen das recht behielte, sich mit gewalt zu verteidigen… da klingelte es in mir, und ich protestierte: wenn jesus als sohn gottes, der die höchsten werte vertrat, die größte verantwortung für andere menschen hatte und auch die größte macht besaß (selbst sagte, er könne scharen von engeln zu seiner verteidigung herbeirufen…), in der entscheidenden notwehrsituation seiner mission demonstrativ gewaltfrei blieb, und genau das (die ‘kreuzesnachfolge’) als entscheidendes kriterium für seine jünger (bzw. die christen) aufstellt: welche werte, für die man eintreten wolle, welche verantwortung für andere menschen oder welche macht, über die man vielleicht verfügt, könnte ein christ als begründung oder als rechtfertigung dafür anführen wollen, gewalt anwenden zu dürfen?! ich bekam eine ‘1′, und das thema wurde gewechselt… und doch waren es einige lehrer, wie dieser herr klingeberg (dem besuche von mir nach dem abitur schließlich aber auch eher unangenehm wurden), oder lateinlehrer rehm, oder ein professor müller vom katholischen bibelwerk, der in der gemeinde einen bildungsvortrag hielt, mit denen ich noch am ehesten über derartige inhalte sprechen bzw. diskutieren konnte… meine lieben mitschüler, unter denen ich kaum freunde hatte (- schon gar im sinne, tief über derartiges gemeinsam nachdenken zu können -), wiegelten sogar, wenn ich sie nach mancher religions- oder politik-stunde ansprach (‘das sind doch die wichtigsten lebensfragen! da können wir doch nicht wegen pausengong aufhören! da müssen wir weiterdenken, bis wir zufriedenstellende antworten für’s leben haben!’) schnell ab:’ja,ja, hast recht. sind die wichtigsten fragen. müßte man mehr drüber nachdenken…’ (und mit blick auf einen vorbeigehenden klassenkameraden:) ‘hast du mal ne kippe für mich?’ oder: ‘hast du die neue musik? fährt dein moped? was macht die neue freundin?’ usw… ständiges absaufen in oberflächlichkeit… erst in den letzten jahren vor dem abitur war es ein kreis von ‘rüberwechslern’ aus einer realschule auf unser gymnasium, die mich zu gemeinsamem sport und ruhigeren, wenigstens etwas nachdenklicheren gesprächsrunden einluden… einer davon, carsten schröder, traf sich dann auch regelmäßig während meiner studienzeit mit mir, und kam danach in meinem letzten, dritten jahr auch in die emmaus-gemeinschaft, von wo wir beide in die ersten monate des ’schenker-pilgerlebens’ starteten… aber zurück zu meinem ‘christ-werden’: nach dieser religionsstunde beschäftigte ich mich mit den evangelien in der bibel und kam für mich zu dem ergebnis, daß das, was jesus gesagt und getan hatte (bzw. haben sollte; ist ja ziemlich egal, ob realität oder märchen), im wesentlichen korrekt sei. bis heute habe ich von den religiösen traditionen der welt keine gefunden, die geeigneter als veranschaulichung meiner glaubensauffassungen geeignet wäre. deshalb verwende ich die bibel bzw. speziell dieses ‘evangelium von jesus’ als eine veranschaulichende religiöse bekenntnisschrift für mich und bezeichne mich als einen christen, der versucht, die nachfolge jesu zu leben… mehr als die ‘äußere schrift’ (die auch ihre schwächen aufweist, insbesondere im vergleich mit der klarheit und konzentration des schenker-programms) bedeutet mir dabei der lebendige bzw. innere seelenkontakt zur göttlichen gegenwart jesu, zur ‘christuspersönlichkeit’ in mir (wozu ja eigentlich jeder chris t durch die taufe werden soll: ‘nicht mehr ich lebe, sondern christus in mir…’) ich diskutierte in den folgenden jahren auch viel über den christlichen glauben, machte meine abiturprüfung im fach religion mit einer kritischen stellungnahme zum hirtenbrief der deutschen bischöfe ‘gerechtigkeit schafft frieden’, worin atomare abschreckung als akzeptabel erachtet wird, und entschloß mich zu einem studium der (katholischen) theologie und der philosophie: erstens, weil ich meine bis dato erworbenen inneren (glaubens-)überzeugungen prüfen wollte an den stellen der gesellschaft, wo menschen ihr leben lang teuer bezahlt werden, um sich mit den fragen nach ’sinn des lebens’ und ‘richtiger moral’ zu beschäftigen (was ich eigentlich aber schon nach ein paar wochen an der universität wieder hätte abbrechen können, weil es da eigentlich nicht um echte wahrheitssuche geht, sondern nur um ein bezahltes geschäft mit bildungswissen…) und zweitens wollte ich herausfinden, ob in den großen kirchen noch platz wäre, das (meiner auffassung nach) echte, radikale evangelium jesu zu leben. die katholische kirche erschien mir im vergleich zur evangelischen sogar etwas eher geeignet, da die vorstellung der ‘radikalen nachfolge’ dort zumindest in heiligenlegenden und hinter klostermauern teilweise noch erhalten war, während mir die evangelische kirche diese radikalität ziemlich in willkürlich irrationalem ‘glaubens’-verständnis aufzulösen schien (wo ‘durch den glauben’ ein mensch ‘in jedem stand’, ob nun magd, kaufmann oder soldat, ‘gerettet’ sei) die haare standen mir zu berge, wenn ich an der uni von auslegungen der ‘bergpredigt’ hörte, wonach jesus entweder damit nicht alle menschen, sondern nur seinen engen jüngerkreis angesprochen habe (katholisch), oder, er habe doch alle angesprochen, aber es nicht ernst gemeint, sondern so, daß er durch unmögliche moralische forderungen unser verwiesensein auf den’glauben’habe verdeutlichen wollen (evangelisch)… ich jedenfalls wollte die ernstgenommene radikalität für alle menschen - im wesentlichen, d.h. bezogen vor allem auf gewaltfreies teilen bzw. schenkende liebe! ((bzgl. sexualität schien mir jesus eigentlich nur gegen ’scheidung’,'einander wegstoßen’ oder ‘im stich lassen’ oder ‘einander den partner wegnehmen’ zu sein; und das ganze eh den zentralen nachfolgewerten gewaltfreiheit und teilen untergeordnet, weil dafür -als einziges- sogar das verlassen des partners rechtfertigbar sei oder ehe insgesamt zu unterlassen… wenn die kirche mich das zentrale gewaltfreie teilen bzw. die schenkende liebe hätte leben lassen, wär ich bzgl. frauen kompromißbereit gewesen… aber es kam anders: ich machte aus meinen überzeugungen kein hehl, heftete an meine tür im katholischen priesterausbildungskolleg sprüche wie ‘denken ist alles!’, ‘anarchie ist ordnung ohne herrschaft!’ und ‘kommunismus heißt: gleiches glück für alle; jeder nach seinen fähigkeiten, jedem nach seinen bedürfnissen!’ und war stets für diskussionen zu haben… (daß ich zwischendurch auch mal ne freundin hatte, erschien wohl im vergleich dazu kaum der rede wert…) jedenfalls wurde ich -erst kurz vor ende meines studiums, vielleicht weil man meine mir oft unterstellte intelligenz etwas wertschätzte und noch hoffnung auf anpassung hegte- vom direktor des kollegs zu ihm bestellt: es sei ja schön, wie ich mich z.b. für werte wie gewaltfreiheit (gandhi etc.) begeistern und engagieren würde… aber wenn ich mich nicht gründlich umstellen würde, würde ich kein priester, da die kirche priester wolle, die den menschen bei den tausend sorgen und nöten innerhalb ihrer rollen als treusorgende familienväter, geldverdiener und anständige staatsbürger beistand böten, — aber keine priester, die den menschen erklären wollten, daß gerade diese rollen bzw. die dahinter stehenden grundstrukturen der gesellschaft die wurzel der probleme seien! auf meine frage, was aus seiner sicht jesus wohl dazu sagen würde, wich er aus; jedenfalls sei das die haltung der kirche… gut, wußte ich dann, dann muß es halt ohne kirche gehen… es kam noch zu mir z.t. von anderen an mir interessierten geistlichen vermittelten gesprächen mit 4 bischöfen, darunter ein kardinal, wo als begründung umformuliert wurde, ich würde ‘zu hart diskutieren und dadurch die einheit der gemeinden gefährden’, was der letzte bischof, mit dem ich sprach, mir eher so übersetzte, ‘ich sei nicht ausreichend zu absolutem gehorsam bereit’… bemerkenswerterweise wollte der ‘heimatbischof’ franz hengsbach von essen mich aber trotz allem nicht gleich ganz abweisen und bot eine, ich glaub 2-jährige ‘reifungszeit’ an, wonach man noch mal schauen wolle… auch der tipp, vielleicht (mit kirchlicher förderung) die akademische laufbahn einzuschlagen, wurde mir ‘zugesteckt’… aber das wurde alles nichts mehr: enttäuscht noch von ein paar mitstudenten, die erst radikale pläne mit mir geschmiedet hatten und dann, als es zur praktischen umsetzung kommen sollte, schnell absprangen, drängte es mich jedenfalls in die praxis! ich hatte am ende meines theologiestudiums meine diplomarbeit über ‘mahatma gandhis vorstellung von gerechtigkeit und ihre aufnahme im katholisch-christlichen raum’ geschrieben. bei den recherchen war ich auf einen projektversuch im sogenannten ‘emmaus-zentrum-dachsberg’ in kamp-lintfort bei moers gestoßen. dort, wo früher mal ein pilotprojekt der ‘grünen’ ‘kommunebewegung’ hatte stattfinden sollen, war noch ein alter mann, hermann meer, übriggeblieben, der -verlassen von allen ‘grünen’ und ehemals ‘kommunebewegten’- schon seinen ersten herzinfarkt im keller des großen tagungshauses hinter sich hatte, aber trotz allem noch einmal zu einem anlauf bereit war. unter der bezeichnung ‘wege zur arche’ (‘arche’ im sinne von ‘überlebensmodell’) entwarfen wir ein programm, in welchem wir uns mit den menschen ‘von ganz unten’ auf den weg machen wollten zu einem grundlegend neuen horizont: gemeinschaften mit einer tiefen spiritualität gewaltfreien teilens, wie wir sie bei gandhi sa hen… da wäre ich damals, 1988, auf jeden fall hingegangen, um einen praktischen versuch zu machen, entweder als zivildienstleistender oder in form ‘totaler kriegsdienstverweigerung’. ich war dann die ersten beiden jahre als zivi dort, dann noch ein drittes jahr… dann aber stellte ich für mich fest, daß wir zwar eine radikale, strukturrevolutionäre theorie vertraten – aber in der praxis keine echten schritte aus dem system heraus machten. zumindest für eine kerngruppe hielt ich es für erforderlich, die staats- und geldstrukturen wirklich zu verlassen. konkret forderte ich, die vereinsrechtlichen strukturen (es gab da einen gemeinnützigen verein als träger) zumindest teilweise zu verringern bzw. vereinsfreie handlungsräume zu schaffen. und ich forderte, wenn wir schon mit dem tagungshaus noch geld erwirtschafteten, wenigstens die preise immer mehr in’s ermessen unserer gäste zu stellen… da diese schritte für hermann nicht akzeptabel waren, wurde es mir zu heuchlerisch, und gemeinsam mit dem inzwischen dort miteingezogenen carsten schröder schickten wir unsere papiere an den bundespräsidenten -als staatsaustritt-, verschenkten unser geld und unseren besitz, und gingen am 19.12.1991 als ‘pilger’ oder ‘bettelnde wanderprediger’ auf die straße. das war der beginn von’schenker-bewegung’… ((die folgenden groben entwicklungsschritte von schenker-bewegung sind auf einer übersichtstafel dargestellt, die sicher auch bald im web erscheinen dürfte; das beschreib ich nicht auch noch jetzt im detail… später…)) jetzt aber greife ich nocheinmal zurück zum entscheidenden ‘aufwach-moment’ mit 13 jahren und beschreibe einige details meiner persönlich-familiären weiterentwicklung: für mich war damals in den wochen nach dem ’sonntagsspaziergang’ -und noch mehr nach meinem schritt zum christlichen glauben, wodurch ich konkrete praxis, das leben des bettelnden wanderpredigers, ja schon direkt vor augen gestellt bekam- eigentlich klar, daß ich am besten alles schnell abbrechen und ‘auf die straße gehen sollte’. dazu hatte ich jedoch denn doch nicht den mumm, zumal ich keinen einzigen menschen fand, der in dieser dimension mitzudenken bereit war, geschweige denn derartiges sogar vorleben würde. hätte es wenigstens einen solchen menschen gegeben,wäre ich höchstwahrscheinlich schon mit 14,15 jahren als’wanderprediger der vernunft und liebe’,der’gewaltfreien weltrevolution’, losgezogen… so aber reichte es nur dazu, die angelegenheit weiter durchdenken und prüfen zu wollen und mich in jeder hinsicht so gut wie möglich vorzubereiten, falls es mal zu dem moment kommen sollte, daß ich mit dem radikalen ausstieg ernst machen würde… meine eltern und geschwister waren keine idealistischen gesprächspartner für mich: wir konnten uns in der familie eher nur über fragen unterhalten, wie das mittagessen geschmeckt hatte, und was man abends nach 20 uhr gemeinsam im fernsehen anschauen würde… was für mich im laufe der jahre auch immer mehr nachließ: da ich kein eigenes zimmer hatte, sondern es nur ein kinderzimmer für die 4kinder gab, wurde es am ende für mich eine alltägliche odyssee durch die wohnung, mitsamt meinen schul- und sonstigen büchern, um in den räumen, die die anderen verließen, mit meinen schularbeiten und darüber hinausgehenden studien weitermachen zu können, bis in den sehr späten abend… ich nutzte die schule als geistiges und soziales entwicklungsfeld: ich wurde relativ schnell zum klassenbesten, belegte alle möglichen kurse, die ich bekommen konnte, und machte am ende mein abitur mit 1,0… innerhalb der klassen- und schulgemeinschaft machte ich so allerlei kleine experimente, auch in meinem umgang mit den ‘rabauken’ der schule, denen ich natürlich als ‘vorzeigestreber’ auch nicht unbedingt sympathisch war… es führte dazu, daß ich relativ respektiert war… und es machte mich z.t. stolz, daß z.b., als ein ausländischer neuer schüler in die klasse eingeführt werden sollte, der lehrer sich an mich wandte, ihn da möglichst zu integrieren – obwohl ich doch selbst ein ziemlicher außenseiter war… über die schulischen geistigen entwicklungsmöglichkeiten hinaus beschäftigte ich mich immer mehr mit ’selbstorganisiertem studieren’, unabhängigem ‘losgrübeln’, im sinne von ‘auf wichtigste frage bestbegründbare antwort’: am grad z.b., wie sehr ich in ‘wichtigen’ büchern erkenntnisse nur noch ‘wiederfand’, die ich selbst schon entwickelt hatte, oder daran, wie gut ich kritikern mögliche verschärfungen ihrer kritischen argumentationen erklären konnte, machte ich meine fortschritte oder erfolge fest… ich entwickelte auch eigene methoden der körperarbeit: körperwahrnehmung, wie ich es später z.t. in ‘autogenem training’ wiederfand, oder meditation auf innere bilder und töne, oder auch arbeit mit der sexuellen energie (-mit frauen anfangen wollte ich vor der abschließenden fertigstellung des öm-textes, meines schenker-grundsatztextes, und der erstellung von texten zu ‘freundschaft’ und körperlicher (freier) liebe, -was mit 22 jahren geschafft war-, noch nichts…), w odurch ich z.b. später beim ‘pilgern’ in faszinierender weise meinen inneren energiehaushalt steuern konnte (auch bei vielen stunden ziemlich bewegungslosen sitzens oder stehens neben meinem plakat bei -20 grad) usw… körperlich baute ich mich neben schwimmverein, fußball, tischtennis usw. vor allem auch durch kraftsport auf, den ich auch als ’schule für meine disziplin bzw. willenskraft’ sehr schätzte: als student machte ich zeitweilig täglich abends 500 liegestützen am stück usw… natürlich habe ich nie geraucht, war nie betrunken, habe nie andere drogen konsumiert, habe ohrenschädigende musiklautstärke (in ‘discos’) gemieden usw… ’small talk’ war mir ein greuel… meine eltern und geschwister nahmen meine entwicklung ersteinmal recht wohltuend wahr: meine eltern mußten sich um mich ‘nicht mehr kümmern’, der ich immer ehrlicher, selbständiger und fleißiger wurde (’streben’ erschien mir selbstverständlich, um nicht dummheit und niedrigkeit zu kultivieren…)… recht bald wurde ich umgekehrt an der erziehung meiner jüngeren brüder beteiligt, und mein haupterziehungsaspekt ehrlichkeit wurde durchaus von allen verstanden und geschätzt (als ich in meiner studentenzeit nicht mehr zu hause wohnte, scherzten meine eltern manchmal, ich würde fehlen, weil meine brüder wieder mit dem lügen anfangen würden… meine eltern versprachen sich wohl relativ viel von mir, in richtung karriere, enkel usw… auch die übrige verwandtschaft, die mir bei familienfesten z.t. das diskutieren über wichtige dinge untersagen wollte, die musik lauter stellte oder kräftig zu ’schunkeln’ anfing… als ich sagte, daß ich höchstens priester werden könnte, wenn überhaupt, ließ man das noch durchgehen… eine oma ging schon stolz unter ihren bekannten hausieren mit der ankündigung, ich würde priester… als dann deutlich wurde, daß ich nichts ‘bürgerliches’ werde, brach diese oma und die übrige verwandt den kontakt zu mir ab… auch mit meinen eltern gab es in dieser phase heftige konflikte, ich wurde z.t. derbe beleidigt, einmal verließ ich im konflikt schon die wohnung – und hätte mich mein vater nicht vor der haustür wieder hereingeholt, wäre das wohl ein ziemlicher bruch geworden… dann begann eine phase, in welcher sich meine eltern wohl erstmalig inhaltlich/idealistisch mit der angelegenheit beschäftigten, auch mit der bedeutung ihres christlichen glaubens. heraus ka m ihr standpunkt, es könne alles richtig sein, was ich sage; und es könnte auch sein, daß jesus sowas gewollt hätte… ich sollte es aber trotzdem lassen, denn damit würde ich mich doch nur sinnlos aufreiben, weil das keiner mitmachen wolle… ich antwortete darauf mit der frage, ob man sich mit den fehlern der anderen für eigene fehler entschuldigen kann… darauf fiel ihnen kein besonders gutes argument mehr ein, und so verblieben wir damit, daß wir das liebevolle verhältnis zwischen eltern und kind möglichst aufrechterhalten wollen, auch wenn wir ‘verschiedene wege gehen’… so ist es bis heute: einmal pro woche rufen sie mich an, um zu hören, wie es mir geht, sind hilfsbereit… und ich könnte ihnen mittlerweile, wenn sie nichts besseres hätten, einen altersruhesitz in einem unserer schenker-projekte anbieten… soweit mal ein abriß meines lebensweges vor dem praktischen beginn von schenker-bewegung… man sieht, ich bin eigentlich ein ganz normaler mensch, nicht wahr? KURZE ZUSAMMENFASSUNG VON ÖFF!ÖFF!S SCHENKER-ZEIT: Kannst du mir ein paar wichtige Erlebnisse/Fakten seit deinem Ausstieg erzählen? Muss auch nicht viel sein.
Am 19.12.1991 startete ich zusammen mit einem ehemaligen Schulkameraden, Carsten Schröder (- der sich auch während meiner Studienzeit immer wieder mit mir getroffen und Ausstiegs-Pläne gesponnen hatte, und auch im letzten Jahr meiner Zeit im ‘Emmaus-Zentrum-Dachsberg’ in Kamp-Lintfort dort mitwirkte, im Projekt ‘Wege zur Arche’…-) von besagtem ‘Emmaus-Zentrum’ in unser ‘Schenker-Pilger-Leben’. D.h. wir zogen mit Plakaten von Stadt zu Stadt, als ‘bettelnde Wanderprediger’ wie unsere großen Vorbilder Buddha, Jesus, Franziskus, Gandhi… Allerdings wurde es Carsten schon nach ein paar Wochen zuviel, und mitten im Schwarzwald, in Schnee und Kälte, erklärte er mir, daß er wieder ins bürgerliche Leben, in eine gemäßigte alternative Gemeinschaft, zurückkehren wolle… So trampten wir dort in verschiedene Richtungen weiter… Da unbeirrt alleine weiterzumachen, war eine der psychisch größten Bewährungsproben meines Aussteigerlebens… Carsten schwankte in den folgenden Jahren zwischen Ausstieg und Wiedereinstieg, ein paar Monate war er dabei, dann wieder ein paar Monate weg, dann wieder dabei usw., einschließlich Papiere an Bundespräsidenten schicken, wieder zurückbestellen, wieder abschicken… Im Sommer 1992 lernte ich beim Katholikentag in Karlsruhe eine junge Frau kennen, Brigitte, die mich in den folgenden Jahren immer mal wieder in ihren Ferien beim Pilgern begleitete und 1994 unter dem Aussteigernamen TüTü mit ins Schenker-Leben kam… In den folgenden 10 Jahren hatten wir eine enge Freundschaft miteinander und bauten gemeinsam das auf, was in dieser Zeit an Schenker-Projekten entstand, das ‘Haus der Gastfreundschaft’, den ‘Friedensgarten’… Wir halfen auch dem allmählich entstehenden Kreis von ‘Schenker-Verbündeten’, sich zu formieren, einen gemeinnützigen Verein, den ‘Verein zur Förderung des Schenkens VFS’ zu bilden, eigene Verbündeten-Projekte zu starten, wie z.B. ‘Widugard’… 1994 kam es zu einem ersten Treffen des entstehenden ‘Verbündeten-Kreises’ in Freiburg/Breisgau, auch aus dem Anlaß, daß uns von Gerd Broh das Gebäude in Dargelütz angeboten wurde, in welchem dann das ‘Haus der Gastfreundschaft’ entstand… Ich glaube, es war ungefähr 1996, als der VFS entstand, und irgendwann in der Zeit entstand auch das Verbündeten-Projekt ‘Widugard’, wofür ich den Verbündeten Ernst Dichtl und Katharina Herzog ein günstiges Gebäude in 20 Kilometern Entfernung vom ‘Haus der Gastfreundschaft’ vermittelte. Nachdem der VFS in der Anfangszeit aufgrund von Nachlässigkeiten einiger Verbündeter fast schon wieder zugrunde gegangen wäre (ebenso wie ein erster Verbündeten-Projekt-Versuch in einem Tagungshaus in der Nähe von Hannover deshalb platzte), führten insbesondere Katharina und ich in den folgenden Jahren ziemlich die Geschäfte des VFS, bis der Verbündete und zeitweilige Schenker Eckart Spindler (Aussteigername ‘Frieden’) mitwirkte und schließlich 2004 der neu hinzukommende Hardy Straßenburg dafür die Verantwortung übernahm. In all diesen Jahren hatten wir verschiedene Schenker-Verbündete und auch zeitweilige ‘existentielle Schenker’ (einmal sogar 5-6 gleichzeitig, Marion Schröder, Ralf Rüfner, Monyen Luk, Hartmut Künzel, Ralf Härtter und noch ein oder zwei andere…), die uns unterstützten. TüTü und ich waren meist getrennt, weil wir neben dem ‘Haus der Gastfreundschaft’ auch das ‘Pilgern’ beibehalten wollten, und schließlich – ab 1998 – auch das hinzukommende erste ‘Schenker-Selbstversorgungs-Projekt’, den ‘Friedensgarten’ in Pommritz, mit aufrechterhalten mußten. Das ‘Haus der Gastfreundschaft’ war aus verschiedenen Gründen (Probleme mit ‘bürgerlichen Eigentumsansprüchen’ auf das Haus, insbesondere durch die Ex-Frau von Gerd Broh…; Schwierigkeiten mit relativ vielen asozialen und aggressiven ‘Gästen’, die wir aufgenommen hatten, bis zu 10 gleichzeitig…; Probleme mit ‘rechtsradikalen’ Gruppen – auch wenn wir diesen z.T. sogar deutlich machen konnten, daß wir nicht in die üblichen ‘Feindbild-Kategorien’ hineinpassen…) so gefährdet, daß wir einen zusätzlichen seßhaften Projekt-Versuch für sehr sinnvoll hielten, und außerem hatte TüTü den starken Wunsch, endlich ein Selbstversorgungs-Experiment zu beginnen… So folgten wir einer Einladung des in Pommritz schon ansässigen ‘LebensGut’-Projektes, dort ein Schenker-Selbstversorgungs-Projekt zu starten… (Welches in den ersten Jahren wegen verschiedener ‘Reibungen’ mit den in der Nachbarschaft wohnenden ‘bürgerlichen Eigentümern’ z.T. ähnliche ‘Instabilitäten’ erlebte wie das ‘Haus der Gastfreundschaft’…) In Dargelütz gelang es uns in den folgenden Jahren, das dortige Projekt zu stabilisieren, indem der VFS Nebengebäude und Grundstücke dazuerwerben konnte: Im Herbst 2000 die Häuser Alte Dorfstr.7-9 (für den symbolischen Euro) , und im Frühjahr 2004 die Häuser Alte Dorfstr. 10-13 (für ca. 14500 Euro, die wir mühselig an Spenden zusammenkratzten)… Als schönes jährliches Sommerereignis veranstalteten wir in diesen Jahren in Zusammenarbeit mit dem ‘Service Civil International SCI’ jedes Jahr ein internationales Jugend-Sommer-Camp… In den Jahren 2004/2005 zerbrach dann leider diese Zusammenarbeit, auch weil interne Konflikte in unserer Schenker-Bewegung dazu führten, daß wir ein Camp absagen mußten etc… Diese internen Konflikte in Schenker-Bewegung, und gleichzeitig verzweifelt sich aufbäumendes Vorwärtspreschen einzelner Schenker-Aktivisten, prägten die Jahre 2004 bis 2007. Aus dem Verbündeten-Kreis wurden z.T. die als unantastbar festgelegten programmatischen Grundlagen von Schenker-Bewegung (-siehe ‘Einleitung zur Grundsatztext-Sammlung’-) in Frage gestellt, Forderungen nach Mitbestimmungsrechten im ‘Fundierten Konsens der existentiellen Schenker’ gestellt (schon im Winter 2003/2004), auch wegen persönlicher Streitigkeiten ganze Projekte aus Schenker-Bewegung abzuspalten versucht (‘Widugard’ 2004) usw… Als klärende Grundlage gegen solche Konfliktansätze wurde die ‘Kooperationsvereinbarung’ verfaßt, die aber in den folgenden 2 Jahren ihrerseits auch wieder umkämpft war… Im Jahre 2005 wurde das Schenker-Kind Johanna (von Öff!Öff! und Schenkerin Moni) zur Welt gebracht, extra dafür auch ‘Schenker-Kind-Konzepte’ geschrieben und ein ‘Patenkreis’ eingerichtet, damit dieses Kind frei zwischen den (bürgerlichen und alternativen) Welten, mit ‘Ausgangsheimat’ im Schenker-Leben, aufwachsen könnte… Öff!Öff! war bei der Geburt nicht dabei, weil er (im Konsens der wichtigen Schenker-Bewegungs-Aktiven) ins Ausland mußte, um dort die Zusammenarbeit mit einer großen alternativen Gemeinschaft vorzubereiten… Und nach seiner Rückkehr mußte er erstmal direkt nach Berlin ‘durch reisen’, um dort eine monatelange ‘Ketten-Fasten-Mahnwache’ vor der Kolumbianischen Botschaft durchzuführen, da die kolumbianische Regierung im Begriff schien, die dortigen ‘Friedensdörfer’ auszurotten… Anfang Oktober 2005 sah Öff!Öff! sein Kind Hanna dann das erste Mal (leibhaftig), in Verbindung mit einem großen Treffen von Schenker-Bewegung im ‘Friedensgarten’. Bei diesem Treffen brach dann allerdings ein weiterer großer Konflikt aus, u.a. anläßlich der Frage, ob es zulässig sei, daß Öff!Öff! und Moni mit dem Baby eine Artikel-Serie der Bild-Zeitung unter dem Titel ‘Waldfamilie’ entstehen lassen dürften… 2006 sah es deshalb anfangs so aus, als würde Schenker-Bewegung sich insgesamt spalten. Öff!Öff!, Moni, Hardy Straßenburg und einige andere versuchten, parallel zu den bestehenden Projekten und dem VFS einen ‘Neustart’ hinzubekommen, woraus der ‘Förderverein der Schenker-Bewegung FdSB’ und die Projekte ‘Biotopia’ und ‘Andreas Paradies/Schenker-Wahrheitsmacht-Zentrum 2′ hervorgingen… Im Laufe des Jahres kam es dann aber zur ‘Wiedervereinigung’ von Schenker-Bewegung, und seitdem ist ein Hauptschwerpunkt der Arbeit die Stabilisierung der etwas ins Strudeln geratenen Grundlagen… Gleichzeitig ergab sich insbesondere aus den Medienberichten über ‘Waldfamilie’ eine bemerkenswerte Medienwelle, die weiter anhält… Auch wenn die ‘Waldfamilie’ von Öff!Öff!, Moni und Hanna zum Jahreswechsel 2006/2007 durch den Weggang von Moni mit Hanna ins bürgerliche Leben zerbrach (- Öff!Öff! die Bezeichnung aber im Sinne einer ‘idealistisch verbundenen Familie bzw. eines kleinen Schenker-Stammes’ weiterverwenden möchte…-), und Öff!Öff! 2007 auf die Suche nach einer oder, aufgrund seines offenen Beziehungsverständnisses, sogar mehreren neuen Frauen fürs Aussteigerleben ging (- was die Medien unter der Überschrift ‘Waldmensch sucht neue Waldfee(n)’ aufgriffen…-)… Mit Moni dauert die Auseinandersetzung um Umgangsrechte für Hanna, Unterhaltsansprüche etc. weiter an… Seit April 2007 wirkt an Öff!Öff!s Seite ‘Iri’ mit, deren Vorstellungstext(e) man im ‘Schenker-Blog’ auf www.die-schenker.net lesen kann… Neben allem ‘Waldfamiliärem’ ging natürlich auch das sonstige Projektengagement, politisches Engagement (Teilnahme an Protesten gegen den G8-Gipfel 2007) etc. weiter…
Was war dein bisher schlimmstes und dein schönstes Erlebnis seit du Schenker bist?
Meine schlimmsten Erlebnisse als Schenker waren einerseits natürlich aggressive Ausbrüche gegen mich auf der Straße oder im ‘Haus der Gastfreundschaft’, wo ich einmal sogar von einem meiner aufgenommenen ‘Gäste’ mit seinen Stahlkappenstiefeln halb tot getreten wurde, und andererseits schlimme Treuebrüche unter meinen Mitidealisten… Meine schönsten Erlebnisse waren und sind, wenn ich solche schwierigen Menschen und ‘Gäste’ unterstützen konnte, sich wieder zu einem anständigeren Leben zu stabilisieren (z.B. auch den aggressiven Treter, den ich danach trotzdem wieder bei mir aufnahm…)… Und innige idealistische Seelengemeinschaft mit Mit-Schenker-Bewegten (oder auf solcher Basis geschehender Sex mit Mit-Schenkerinnen ————————————————————————————————— 5.) leben in einem selbstgebauten erdloch? bitte beschreiben. 6.) was drückt meinen ‘glauben’ am besten aus (auch für’s drehen)? |
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- DER BLICK-CHAT
Chat@blick.ch http://chat.blick.ch/index_statisch.php
Jetzt im Blick Chat: WALDMENSCH ÖFF!ÖFF!
Moderator: Ab 14.30 Uhr begrüssen wir Öff!Öff! in unserem Chat. Sie können aber bereits jetzt Ihre Fragen stellen!
Reusser Peter, Saeriswil: Sind Sie ein glücklicher Mensch?
Öff!Öff!: Ja, ich bin ein glücklicher Mensch, denn wahres Glück entsteht durch Befolgung des Gewissens und liebevollen Dienst an der Welt.
Adi, Zürich: Was ist Dein Eindruck von der Schweiz? Wie groß ist Deine Enttäuschung, daß Du nicht ins Pfahlbauerdorf gelassen wirst?
Öff!Öff!: Landschaft und Menschen machen einen angenehmen Eindruck auf mich. Zumindest die, die ich bis jetzt kennengelernt habe. ((Was die Volksmentalität angeht, könnte man sich ja fast von den Schweizern Besonderes erhoffen: Die Italiener erscheinen Vielen doch als zu chaotisch, die Franzosen zu genußverhaftet, die Engländer zu spleenig, die Deutschen schon einigermaßen nüchtern – aber die Schweizer gelten doch wirklich als Inbegriff von Vernünftigkeit und Ordentlichkeit, Anständigkeit und Toleranz… Wenn’s da mal nicht klappt mit der von mir beabsichtigten ‘Gewaltfreien Weltrevolution der Vernunft und Liebe’…
Aber im Ernst: Natürlich muß man jedem bzw. fast allen Menschen, bis auf nicht mehr zu sehr ins Gewicht fallende extrem seltene Ausnahmefälle, die Entscheidung für ein gerechtes Leben und eine gerechte Gesellschaft zutrauen… ))
Ansonsten ist die Schweiz ein Staats- und Geldsystem, was ich als Naturmensch ablehne. Egal, ob ich ins Pfahlbauerdorf reinkomme oder nicht, es geht mir hauptsächlich darum, auf irgendeine Weise meine Botschaft von der ‘Gewaltfreien Weltrevolution der Vernunft und Liebe bekannt zu machen. Dazu hatte ich jedenfalls eine Menge Gelegenheit. Enttäuscht war ich allerdings schon, nicht ins Dorf zu kommen.
Delfi, Haldenstein: Wie machen Sie Feuer?
Öff!Öff!: Einmal habe ich es mit Hilfe eines Experten schon geschafft, durch das Aneinanderreiben von Holzstücken Feuer zu entfachen. Das ist aber schwierig. Es gibt noch andere Möglichkeiten: Mit Feuerstein, Brenngläsern, Magnesium-Splittern. Ich gebe aber zu: Meist nehme ich einfach ein Feuerzeug.
Glatz Martin, Breitenbach: Ich habe gemeint, Du seist ausgestiegen. Woher weißt Du überhaupt, daß es das Internet gibt? Du benutzt das doch nur, um bekannt zu werden. Ein echter Waldmensch würde das NIE mit sich machen lassen. Wie bist Du überhaupt ohne Paß in die Schweiz eingereist?
Öff!Öff!: Mir kommt es darauf an, Elemente des Urmenschen- und Naturmenschen-Lebens in eine Zukunfts-Lebensweise für die Menschheit einzubauen. Dabei mache ich mehr als andere mir bekannte Naturmenschen: Dauerhaft in handgemachter Kleidung herumzulaufen, in selbstgemachter Primitiv-Behausung ((Jurten oder Erdlöchern)) zu wohnen, zumindest monatelang schon ausschließlich von Wildkräutern und Ameisen mich ernährt zu haben, meist im Winter nicht zu heizen und so weiter… Ich mache eine Ausnahme bei Kommunikationsmitteln, verwende Handy und Notebook. Und kann mir gut vorstellen, daß die Lebensform der Zukunft einfache Lehmhüttendörfer mit Computer sein können. Aber da kann jeder Schenker oder jeder Zukunftsmensch sich das gern auch anders vorstellen. Es kommt entscheidend drauf an, daß Vernunft und Liebe wieder zu den bestimmenden Maßstäben der Menschheits-Entwicklung werden, den Rest lasse ich offen. Ich verwende die Medien durchaus, um bekannt zu werden, und meine Gewaltfreiheit bedeutet, anderen Menschen Freiheit zu geben und sie nach ihrem Gewissen entscheiden zu lassen, was sie daraus machen.
Bättig Kurt, Luzern: Ist man als ‘Waldmensch’ nicht von der Gesellschaft ausgegrenzt und fühlt sich allein gelassen?
Öff!Öff!: Man kann die Waldmensch-Lebensweise durchaus so gestalten, daß man viel Gesellschafts-Kontakt behält, wie ich es ja auch mache. Viel zu sehr einsam und allein fühlt man sich allerdings in dem Sinne, daß viel zu wenig Menschen mitmachen beim Ausstieg aus diesem weltzerstörenden Staats- und Geld-System, beziehungsweise der Gier- und Sucht-Gesellschaft. Wir brauchen mehr Mitstreiter!!!
Egger Abraham, Flawil: Hallo Öff!Öff! ! Ich finde Deine Einstellung super, vor allem auch, daß Du es so sportlich hinnimmst, nicht ins Pfahlbauer-Dorf zu kommen. Meine Frage: Genießt Du ‘alle’ Schätze, die die Natur hergibt? Z.B. ab und zu auch eins räuchle (Hanf rauchen)?
Öff!Öff!: Ich akzeptiere manchmal Grenzen nicht, wie ja zum Beispiel die Grenze der Schweiz (( – bei meiner Einreise… — diese Staatsgrenze ist sehr offensichtlich ein gutes Bespiel für eine gewaltsame Abgrenzung, um Privateigentum bzw. (Geld-)Reichtum (vor den Armen und vor einer Infragestellung bzgl. sinnvoller Nutzung) zu schützen bzw. zu rauben…)).
Andere Grenzen kann ich akzeptieren, z.B. eine abgeschlossene Toilette. Die Grenze des Pfahlbauer-Dorfes kann ich tolerieren. Ich habe noch nie geraucht, war noch nie betrunken, habe noch nie andere Drogen konsumiert, toleriere da einiges, rate aber davon ab.
Alex, Rüschlikon: Hallo Öff!Öff!, ich find Dich einfach super! Ich wünsche Dir alles Gute und viel Gesundheit! Bleib so, wie Du bist.
Öff!Öff!: Vielen Dank, auch Dir alles Gute, wir brauchen viele Mitstreiter!
Susy, Luzern: Was war der ausschlaggebende Grund, weshalb Du ‘ausgestiegen’ bist. Und war Dir von Anfang an klar, wie Du leben möchtest oder hast Du nach Alternativen gesucht?
Öff!Öff!: Seit meinem 13.Lebensjahr lebe ich nach dem Motto: ‘Auf die jeweils wichtigste frage, die ich finden kann, die bestbegründbare Antwort suchen’. Das ist das Wichtigste, alles andere ergibt sich.
Inauen Markus, Illnau: Was machen Sie, wenn Sie mal krank sind?
Öff!Öff!: Mich so gesund ernähren und leben, daß ich möglichst nicht krank werde, als Prävention (z.B. Rohkost-Ernährung mit viel Wildpflanzen-Anteil). Ansonsten können wir ein bißschen Survival-Medizin, repariere ich zum Beispiel meine Zähne mit Kombizange und Seitenschneider. Wir haben auch einen Arzt in einer unserer Gemeinschaften, und es gibt auch Ärzte,die geschenkt Hilfe anbieten.
Egger Abraham, Flawil: Hattest Du schon einmal einen Battle mit einem wilden Tier?
Öff!Öff!: Nein, außer mit Mücken. Aber wild laufende Hunde sind manchmal ein Problem.
Susy, Luzern: Du bist so ein interessanter Mensch, da reichen diese paar Minuten hier nicht, um Dich alles zu fragen, was mir auf der Zunge brennt. Kann man Dich auch mal besuchen?
Öff!Öff!: Ja. Die Adressen unserer Schenker-Projekte kann man finden auf: www.die-schenker.net …
Roman, St.Gallen: Du bist ja schon fast eine Kultfigur. Dokumentationen über Dich gab es schon zuhauf. Wie kommst Du als Mensch des Waldes mit dem ganzen Medienrummel klar, das Ganze widerspiegelt ja nicht gerade die Lebensart, die Du vertrittst.
Öff!Öff!: Wir brauchen eine Bewußtseins-Veränderung der Menschen, wenn wir die Welt noch heilen wollen. Bewußtseins- und Medien-Arbeit sind ein zentraler Teil meiner Aussteiger-Arbeit.
Mike da Maar, Swiss Mountains: Was hast Du vor Deinem Leben als Öff!Öff! gemacht?
Öff!Öff!: Es gibt eine Kurzbiographie ((für die Zeit vor meinem Schenker-Ausstieg)) auf der oben erwähnten Internetseite.
Kunz Jeremy, Bern: Es ist ganz sicher so, daß Dir die Natur sehr viel gibt, das Dir die ‘Zivilisation’ nicht geben kann. Doch vermißt Du nicht einige Dinge? Ich spreche nicht von TV oder Zeitungen, vielmehr von Geschäften (Lebensmittel-Märkten), oder mal mit dem Zug zu Freunden reisen. Halt solche Dinge, die nicht im Wald zu haben sind. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute auf Deinem weiteren Lebensweg. Gut, daß es ‘Aussteiger’ wie Dich gibt, weiter so!
Öff!Öff!: Ich vermisse aus der Zivilisation fast nichts. Ausnahmen wie Handy und so sind ja schon erwähnt. Was ich vermisse, sind ehrlich denkende Menschen.
Antonia Isabel, Abplanalp, Solothurn: Hallo, (Her) Öff!Öff!, haben Sie eine Frau oder eine Freundin, und wenn ja, versteht sie Ihre Lebens-Einstellung?
Öff!Öff!: Ich vertrete eine Auffassung ‘offener Beziehungen’, ich nenne es ‘Integrative Partnerschaft’, könnte also auch mehrere Freundinnen haben… Allerdings müßten sie alle meine Lebens-Einstellung verstehen und zum Teil auch mitmachen: Ehrlich und idealistisch mitdenken…
Antonia Isabel, Abplanalp, Solothurn: Sie machen einen sehr freundlichen Eindruck. Wie reagieren Unbekannte auf Ihre etwas spezielle Erscheinung?
Öff!Öff!: Die Reaktionen sind ganz unterschiedlich.l Über 95 Prozent reagieren allerdings gleich: ‘Schöner Traum, wir haben zum Teil auch schon so geträumt, sind wohl auch die Ideen von Buddha, Jesus, Gandhi etc., aber nichts für uns, wir wollen nicht so verzichten.’
Patrick, Rhenfelden: Warum der Entscheid, auf jeglichen Luxus zu verzichten?
Öff!Öff!: Weil Luxus überflüssige Dinge bedeutet.
Fabian Krüger, Wildhaus: Hast Du es nötig, hier im ‘Blick’ Dich so zu präsentieren? Blick will mit Dir doch nur Schlagzeilen machen und hat kein Interesse an Deiner Tätigkeit. Was meinst Du dazu?
Öff!Öff!: Meine Art gewaltfreier Medienarbeit bedeutet, daß ich jedem Medienvertreter offen und ehrlich Rede und Antwort stehe, und es dem Gewissen der Leute überlasse, was sie draus machen. Sie können mir dann natürlich auch schaden, durch Übertreibungen oder Lügen, aber indem ich gewaltfrei die Freiheit gebe, mir auch zu schaden, demonstriere ich die Stärke der Gewaltfreiheit. Und das macht mich und Schenker-Bewegung stark. Ich empfinde die Berichterstattung des Blick so beabsichtigt, daß es meiner Sache dient und mir helfen soll.
Rudi Meier, Lausen: Hallo Öff!Öff!. Was halten Sie von Geld? Besitzen Sie welches?
Öff!Öff!: Ich besitze kein Geld. Geld ist ein Tauschmittel, um Leistung und Gegenleistung zu verrechnen. So kriegt jeder, was er verdient, die Starken mehr als die Schwachen, und so weiter. Die Logik der Liebe ist, daß jeder kriegt, was er braucht, eventuell die Schwachen viel mehr als die Starken. Die Logik des Geldes steht im wesentlichen Widerspruch zur Logik der Liebe.
Gugger Simon, Gerlikon: Was hat Öff!Öff!, was modernen Männern fehlt?
Öff!Öff!: Ehrliches idealistisches Denken.
Baba: Woran glauben Sie? An Gott? An die Natur?
Öff!Öff!: Ich versuche, nach meinem Verständnis die Nachfolge Christi zu leben. Zu meinem Gottesverständnis siehe meinen Schenker-Grundsatztext (Öm-Text) auf oben erwähnten Internetseiten. In Schenker-Bewegung ist es jedem völlig frei überlassen, ob und welche Religion er hätte.
Susy, Luzern: Wie informierst Du Dich über das Zeitgeschehen? Liest Du Zeitungen?
Öff!Öff!: Manchmal krieg ich auch eine Zeitung aus dem Altpapier. Ansonsten ist das Zeitgeschehen für mich nicht sehr interessant. Mich interessieren die ‘ewigen Wahrheiten’, zum Beispiel, daß wir Menschen lernen müssen, so liebevoll miteinander umzugehen, daß wir auch mit der übrigen Welt liebevoll umgehen können.
Stauffer Jannik, Münchenbuchsee: Hallo Öff!Öff!… Wie schmecken eigentlich Regenwürmer? Könnte mir vorstellen, daß die süßlich schmecken =)
Öff!Öff!: Sie schmecken nach Erde und irgendwie cremig wie Butter.
Dömel, Grossenbacher, Bern: Kommst Du Dir selber net ein bißchen mediengeil vor?
Öff!Öff!: Nein. Ich schick auch gerne andere von uns Schenkern in die Medien vor, ich will aber, daß wir professionellere Medienarbeit machen, als andere für Geld.
Öff-Öff-Fan: Stimmt das, daß Sie regelmäßig Frauenbesuch haben in Ihrer Heimat? Wie läuft das denn so ab?
Öff!Öff!: Ich liebe die Frauen, ich liebe den Sex, habe ein schon genanntes offenes Beziehungs-Verständnis… Allerdings stelle ich an die Frauen hohe Erwartungen: Ehrliches, idealistisches Denken. Solche Frauen können gerne en Masse zu mir kommen.
fcb: Duschen Sie auch mal?
Öff!Öff!: Ja, wenn es nicht anders geht und kein schöner Fluß in der Nähe ist.
Marco Stocker, Luzern: Was hältst Du von unseren Pfahlbauern?
Öff!Öff!: Diese Wissenschafts-Sendung ist auf jeden Fall schon mal besser als platte Unterhaltungs-Sendungen. Die Wissenschaft wird aber ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie halbherzige Museumsspiele durchführt, statt konsequent mitzuerforschen, wie problemlösende Zukunfts-Lebensformen aussehen können. Wir Schenker bieten uns als Versuchs-Kaninchen an.
Lea und Rouven, Thun: Gibt es irgendetwas, wovor Du Dich ekelst? Etwas, das Du nicht essen oder berühren würdest? Schließlich ist ja alles Natur, oder?
Öff!Öff!: Es gibt auch in der Natur giftige und eklige Sachen. Was mir nicht gefällt, ist plattes und undifferenziertes Denken – in der Natur des Menschen.
fcb: Hallo, hattest Du im Wald mal Angst?
Öff!Öff!: Ja, auch im Wald kann man Angst haben. Aber weniger vor Tieren, sondern vor Menschen, seien das nun Jäger oder Säufer.
Vögeli: Du lebst zwar im Wald und willst, daß Leute aus der Gesellschaft aussteigen, aber denkst Du nicht, daß Du eigentlich noch genauso abhängig von ihr bist wie vorher?
Öff!Öff!: Nein, ich bin nicht mehr so abhängig, weil ich, wenn ich einfach auf die Wiese gehen könnte und frei leben könnte wie ein Tier, es nicht mehr nötig haben muß, mich als Marionette eines verkehrten Gesellschafts-Systems zu verstehen und mißbrauchen zu lassen.
Räz, Simon, 3125 Toffen: Bist Du mit dem Öffentlichen Verkehr in die Schweiz gereist?
Öff!Öff!: Ich bin mit mediengespendeten Zugfahrkarten in die Schweiz gekommen.
Sebi, Züri: Darf man in die heutige Welt noch Kinder setzen Deiner Meinung nach?
Öff!Öff!: Ich bin der Ansicht, man sollte erstens auf Kinderzeugen verzichten wegen der Bevölkerungs-Explosion, zweitens, um erstmal die Armen als seine Familie aufzunehmen (statt ‘Bio-Egoismus’ und ‘(familiärem) Tellerrand-Denken’), und drittens wegen den Härten des Aussteiger-Lebens ohne Staat und Geld.
Andy, Baar: Wie sieht denn Deine Vision einer besseren Welt aus? Müßten wir uns alle so bewegen, wie Du es zur Zeit tust? Mach aber weiter so, und gute Gesundheit.
Öff!Öff!: Ich lege die Vision der besseren Welt nicht in Einzelheiten fest. Schenker-Bewegung geht es um ein Angebot für einen ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner’ unter Menschen, damit wir gemeinsam global verantwortlich leben können. Aus unserer Sicht reichen als Inhalte dieses Nenners: Daß der einzelne Mensch global verantwortlich leben will, und daß die Menschen untereinander so sehr Frieden schließen bzw. in Liebe zusammenleben, daß ‘Argumente statt Fäusten’ regieren und wir nach dem Wohl aller gehen.
Gugger Simon, Gerlikon: Hatten Sie schon Krisen auf diesem asketischen Weg und wünschten sich ein anderes Leben in Saus und Braus?
Öff!Öff!: Ich träume zwar manchmal, was Essensgeschmack angeht, noch von Bratwürsten mit Senf und Ketchup im Brötchen, aber wirklicher Lebensgenuß besteht ja nicht in Junkie-Mentalität, sondern daß man das Wahre und Richtige tut. Mein größter Saus und Braus oder Lebensgenuß wär’s, mit anderen Menschen darüber offen und ehrlich nachdenken und reden zu können.
Regenwurm, Düsseldorf: Was war bislang Dein schönstes Erlebnis?
Öff!Öff!: ((Abgesehen vom ständigen Erleben des ‘Höheren Selbstes’ bzw. des ‘Natürlichen (Göttlichen) Lichtes’ in mir)) gab es da zwei Erlebnisse: Einerseits, wenn ich süchtige aggressive Menschen zum Nachdenken und zumindest zu teilweiser Veränderung bringen konnte, und Wahre Liebe und heißer Sex mit Schenkerinnen.
Hügi Seppe, Basel: Kann man denn einmal ein Rezeptbuch von Ihnen erwarten, mit Delikatessen aus dem Walde?
Öff!Öff!: Dafür habe ich keine Zeit, es gäbe eher andere, wichtigere Bücher, und wer solche schreiben will über mich oder uns, kann sich gerne an mich wenden.
Sevi, Pfyn: Wo siehst Du die Welt in 10 Jahren?
Öff!Öff!: Ich erwarte die ‘Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe’ eher gestern als heute, denn ‘das Haus der Welt brennt schon’. Wir alle entscheiden das Schicksal der Welt.
Köbi Fässler, Appenzell: Hallo Öff!Öff!, welche Schnecken schmecken Dir besser, die aus Deutschland oder die aus der Schweiz?
Öff!Öff!: Die schmecken alle ziemlich gleich gut. Aber die mit dem Häuschen sind besser als die Nacktschnecken.
Antonia Isabel, Abplanalp, Solothurn: Was haben Sie für einen Beruf gelernt?
Öff!Öff!: Ich habe Theologie und Philosophie studiert, bin sozusagen nun freischaffender Priester bzw. Seelsorger. (Was tut man nicht alles, um kein Geld zu verdienen!
) Ich hab unterwegs auch schon das Korbflechten gelernt und weiß mich bei den verschiedensten auch praktischen Dingen durchs Leben zu improvisieren. Ich bin in nichts Experte, weiß aber von ganz viel so viel, daß ich ein praktisches Lebensmodell draus machen kann.
Vonarburg Fabio, Reiden: Stimmt es, daß Du Dich mit 50 totfasten willst?
Öff!Öff!: Nein, diesen Vorsatz habe ich aufgegeben, weil dadurch andere Menschen nicht mehr hätten (ich wollte zugunsten Anderer verzichten). So muß ich konstruktivere Wege suchen, um den anderen Menschen die Frage der notwendigen Entschiedenheit von Veränderung deutlich zu machen… Vielleicht werde ich aber auch gar nicht fünfzig, weil ich schon mindestens vier Mal knapp einem gewaltsamen Tod entgangen bin. Besser Märtyrer sein als zu Tode fasten.
Sevi, Pfyn: Welches Land findest Du schöner, Deutschland oder die Schweiz? (Ja, ich weiß, für Dich gibt’s keine Grenzen.)
Öff!Öff!: Das Land, wo die Menschen sich am meisten für die ‘Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe’ öffnen.
Richi, Derendingen: Ist das Ganze, so wie Sie leben, nicht ein Experiment von Ihnen selber? Mit Experiment meine ich, daß Sie selber nicht wissen, wie das alles enden wird?
Öff!Öff!: Alles, was ich mache, die ganze Schenker-Bewegung, versteht sich als ein wissenschaftliches Experiment, so wie auch Ghandi sich ‘Experimente mit der Wahrheit’ vorstellte. Ich lade die Wissenschaft ein, endlich meine Herausforderung bzw. Einladung aufzugreifen, konzentriert daran mitzuforschen. Wir bieten uns als Versuchs-Kaninchen an!!! Meldet Euch.
Antonia Isabel, Abplanalp, Solothurn: Hallo Öff!Öff!, würden Sie für Ihre ganz große Liebe auf Ihr heutiges Leben verzichten?
Öff!Öff!: Solche Liebe ist nur ‘verhängnisvolle Anhänglichkeit und Leidenschaft’. ‘Wahre Liebe’ bedeutet, daß die persönliche Liebe und auch der Sex ein Gottesdienst in der Liebe zur Welt sein muß. Sex für die Weltrevolution!
Müller Peter, Zürich: Hat Ihnen noch niemand gesagt, daß Sie ein Spinner sind?
Öff!Öff!: Selten. Weil den Menschen meist nach kurzer Zeit Gegenargumente auf meine rationalen Argumente ausgehen. Ich habe ein 200-Seiten-Buch über Ghandi geschrieben, und, wie gesagt, Theologie und Philosophie studiert. Will hier jemand ernsthaft behaupten, meine Ideen würden nicht weitestgehend jenen von Jesus und Ghandi entsprechen?
Bergmann Alina, Zürich: Sollte jeder Mensch so leben wie Sie?
Öff!Öff!: Hinsichtlich des erwähnten ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenners für eine global verantwortliche Entwicklung: Ja!!! Ansonsten kann jeder denken und machen, was er will, toleriert Schenker-Bewegung die allergrößte Vielfalt: Bei uns können gleichberechtigte Schenker sein: Ein buddhistischer Mönch, der sein Leben lang keine Frau anfassen will, neben einem monogamen Katholiken, neben einem Moslem mit seinem Harem, und neben einem anarchistischen Atheisten, der jede Woche die Freundinnen wechselt und zehn davon haben will…
Martin, Zürich: Haben Sie viele paar Schuhe oder laufen Sie eher barfuss? Ich bin begeisterter Barfuß-Läufer und genieße das Gefühl der Freiheit…
Öff!Öff!: Ich habe auch schon so einige selbstgemachte Schuhe, aber von Frühjahr bis Herbst ist es das Gesündeste, barfuß zu laufen. Es ist auch das Bescheidenste, wenn man auf Schuhe verzichten kann, und man gönnt sich eine ständige kostenlose Fuß-Reflex-Zonen-Massage. Ich möchte mir nicht Mehr-Aufwand machen für weniger Lebensqualität, das machen schon genug Menschen um mich herum…
Heinz Werner, Aarau: Waren Sie jemals ernsthaft erkrankt in der Wildnis?
Öff!Öff!: Ich bin gestartet in das Aussteiger-Leben mit einer Blinddarm-Entzündung, wo ich nur noch gebückt die Treppen hochgehen konnte. Die Ärzte meinten 50:50, daß es akut würde. Mittlerweile glaube ich, daß das mit gesunder Ernährung unter Kontrolle gehalten werden kann. ((Dazu kennen wir ein wenig ‘Survival-Medizin’: Ich repariere z.B. normalerweise meine Zahnschmerzen selbst mit Kombizange und Seitenschneider… Wir haben auch einen Arzt, der in unseren Projekten mitlebt…)) Ansonsten gäbe es zum Teil geschenkte Hilfe von Ärzten… Und wir sollten uns auch die Frage stellen, wann unsere Gesundheits-Versorgung hier in den reichen Ländern unzulässiger Luxus ist gegenüber den verhungernden Kindern in der Dritten Welt…
Susy, Luzern: Herzlichst willkommen in der Schweiz!
Öff!Öff!: Ich freue mich auch, bei Euch zu sein! Leider muß ich weiterziehen. Alle, denen ich nicht antworten konnte, können sich gerne an meine Mailadresse wenden: oeffi2004@yahoo.de . Für weitere Infos siehe: www.die-schenker.net …
Öff!Öff!: Danke für Euer Interesse! Tschüß allerseits!
Moderator: Das war der Chat mit Öff!Öff!. Lesen Sie in Kürze das ganze Chat-Protokoll auf Blick Online.
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Anmerkung von Öff!Öff!: Das doppelt eingeklammerte Kursive ist von mir nachträglich in den Chat eingefügt worden…
Ich möchte hier auch noch die Beantwortung von zwei, drei Fragen hinzufügen, die oft gestellt werden:
Frage: Wie kann ein Aussteiger oder ‘Waldmensch’ Handy und Notebook verwenden?
Öff!Öff!: Mein Kernanspruch als ‘Schenker’ ist es, im direkten Umgang mit anderen Menschen nur Geschenke (= ‘freiwillige Gaben ohne Bedingung einer Gegenleistung) auszutauschen, also gemäß der Handlungsweise der Liebe mit ihnen umzugehen. ((Siehe die Formulierung unseres Schenker-Anliegens: ‘Liebe schenkt! — Und wie radikal muß man dann mit dem Schenken anfangen, wenn man die Menschheit noch zu Vernunft und Liebe bekehren will?!’…)) Diesen Kernanspruch halte ich ziemlich 100%ig ein…
Und dazu ist es auch kein Widerspruch, wenn ich geschenkt oder geliehen ein Handy und Notebook verwende. Das Handy z.B. ist ein weggeworfenes Gerät von jemandem, der sich ein neueres Modell gekauft hat. Und da ich mich normalerweise nur anrufen lasse, verbrauche ich auch so gut wie kein ‘Handy-Guthaben’… Usw…
Man könnte allerdings sagen, Handy und Notebook sind ein Widerspruch zu einem möglichst einfachen natürlichen Leben. Stimmt zum Teil, denn zumal da ich ein extremes Aufweck-Signal sein will, ein demonstrativer Gegenpol zur Gier, Maßlosigkeit, Konkurrenz und Gewalt um mich herum, sollte ich auch extrem weit gehen mit Verzicht und Bescheidenheit… Ich habe viele Jahre meines Aussteigerlebens ohne Handy und Notebook gelebt und werde das wohl auch wieder tun…
Aber da ich mich nicht in eine (heile) ‘Natur-Nische’ zurückziehen will, nicht Nein sagen will zu den ‘nach falschem System funktionierenden’ Menschen und Dingen, sondern gerade dieselben Menschen und Dinge für das System der Liebe ‘umfunktionieren’ will, ist das Hineingehen in diese Welt sehr wichtig. Da sind Kommunikationsmittel (wie Handy und Notebook) wertvolle Werkzeuge…
Und ich will auch ganz deutlich machen, daß – auch wenn ich im Moment ziemlichen ‘Gegenpol-Extremismus’ versuche – dies nicht das Maß für alle Zeiten sein muß: Die ‘ideale Zukunfts-Gesellschaft’ kann ich mir durchaus als eine Kombination von einfachen Lehmhütten-Dörfern mit Computer darin vorstellen, so daß ausreichend einfaches Naturleben sich mit ausreichend erfüllendem Leben (und Fortschritt) in punkto Kommunikation, Bildung und Kultur verbinden kann. Man muß als ‘Schenker’ meines Ermessens nicht rohes Neandertalertum als einzige Möglichkeit propagieren (obwohl dies ein anderer Schenker neben mir durchaus auch tun kann; bzgl. Umsetzungs-Details des Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenners gibt es da eine riesige Toleranz in Schenker-Bewegung…)… Daß ich da (zeitweilig) moderne Kommunikationsmittel verwende, ist eine geeignete Verhinderung, daß man mich zu sehr ins Neandertaler-Klischee preßt…
Übrigens praktiziere ich trotz meiner ‘Ausnahme’, Kommunikationsmittel zu verwenden, wohl immer noch deutlich mehr an einfachem natürlichem Leben als andere Menschen, die sich solche Anspüche z.T. auch stellen: Ich laufe in handgemachter Kleidung herum, ich wohne in selbstgemachten Behausungen, habe mich monatelang schon nur von Wildkräutern und Insekten ernährt, mache z.T. Gesundheits-Selbstversorgung wie Zahnbehandlung mit Kombizange, habe den vierten unbeheizten Winter hinter mir, stelle mir z.T. mein Grundwerkzeug selbst her, mache allerlei Handwerkliches usw…
Fazit: 1.) Meine Verwendung moderner Kommunikationsmittel ist kein Widerspruch zu meinem ‘Schenker’-Anspruch. 2.) Man kann es teilweise als eine ‘Ausnahme’ bzw. einen Widerspruch sehen zu meiner Absicht, ein ‘extremes Aufweck-Signal’ darzustellen auch bzgl. einfachem natürlichem Leben. Da allerdings hat diese wohl nur zeitweilige Ausnahme einen recht hohen Wert, um offensive Gesellschafts-Transformation statt Nischen-Flucht auszudrücken, und um das ‘Neandertaler-Klischee’ auszuhebeln (zumindest bzgl. Zukunfts-Gesellschaft betrachte ich die Kommunikationsmittel gar nicht als Widerspruch zu ausreichendem einfachem natürlichem Leben!)
Und sogar wenn man in der Kommunikationsmittel-Ausnahme einen Widerspruch und Fehler sieht, habe ich daneben trotzdem noch soviel an Konsequenz zu bieten, auch bzgl. einfachem natürlichem Leben, wie kaum jemand anderes, so daß Kritik an mir wohl eher als ‘konstruktive Kritik’ sinnvoll wäre (- stark vorhandene ehrliche Konsequenz für eine Heilung der Welt zu stärken… -), statt als ‘destruktive Kritik’, die ‘nach Haaren in der Suppe sucht, um zu sagen, da sei keine (akzeptable) Suppe — weil man eine solche Suppe (durchschaubar!) gar nicht haben will(!)’…
Frage: Wie sieht es aus mit dem Verhältnis zwischen Geben und Nehmen bei Euch? Müßtet Ihr Euch nicht vielmehr ‘Beschenkte’ statt ‘Schenker’ nennen? Seid Ihr nicht Schmarotzer?
Öff!Öff!: Wir geben bzw. schenken eindeutig viel mehr als wir nehmen bzw. uns schenken lassen (sowohl spirituell wie auch materiell).
An meinem Beispiel kann ich es (- wegen dem ’schuldhaften Umweg’ meines akademischen Studiums — wo andere, die solche Umwege nicht gemacht haben, deshalb natürlich noch hochachtenswerter sind! -) sehr deutlich veranschaulichen:
Wenn ich mit meinem Theologie-Universitäts-Abschluß mich bzw. meine Arbeit ‘verkaufen’ würde, als bürgerliche Berufstätigkeit, dann würde ich für ein paar Stunden am Tag, wo ich mit Menschen ’seelsorglich’ oder bildend reden würde, mein akademisches Gehalt beziehen können (- was mir auch von allen Kritikern normalerweise ohne große Zweifel zugetraut wird…-). Dann hätte ich einen erheblich höheren ‘Lebens- bzw. Luxus-Standard’ und hätte es nicht nötig, von weggeworfenen Resten anderer, den Kräutern und Würmern der Wiese oder dem (relativ geringen) Ausmaß von Geschenken, die ich annehme, zu leben…
So ‘verkaufe’ ich mich aber aus moralischen Gründen nicht, gebe geschenkt meine Arbeit (als Lebensmodell rund um die Uhr), und akzeptiere das kärglichere, härtere Leben…
Was übrigens, wenn ich es doch so gut hätte, von mir aus gern mit all meinen bürgerlichen Kritikern geteilt wird – umgekehrt sieht es da ganz anders aus, was uns auch schon alles sagen kann…
Wir beschenken die Gesellschaft auch reichlich durch unsere geschenkte Sozialarbeit (wie im ‘Haus der Gastfreundschaft’), wo z.T. ein Idealist (oder Idealistin!) als Projektverantwortliche(r) ‘familiär!’ zusammengelebt hat mit bis zu 10 ziemlich asozialen, kriminellen und aggressiven ‘Gästen’ bzw. Betreuungsfällen… Wenn diese ‘Gäste’ z.B. vom Staat in Wohngemeinschaften ‘Betreutes Wohnen’ untergebracht worden wären, dann hätte das meines Wissens die Gesellschaft/den Steuerzahler bis zu 3500 Euro pro Person und Monat gekostet… Die örtliche Polizei, Sozial- und Gesundheitsamt sind wohl recht gut informiert über die von uns geleistete Arbeit…
Und unsere vorgelebten Selbstversorgungs-Modelle (z.B. der ‘Friedensgarten’) können gern von der Effizienz her verglichen werden mit anderen staatlich geförderten Versuchen solcher Experimente. Da wird viel Geld für viel Weniger ausgegeben, während bei uns ohne Geld viel mehr geboten wird…
Und: All die Jahre haben wir in Schenker-Bewegung allein in Form von Mitversorgung anderer Menschen durch von uns gesammelte und wiederverwertete Abfälle (- die man ja wohl kaum als ‘Geschenke’ bezeichnen möchte; oder beschenkt Ihr die Müllabfuhr mit Eurem Müll? -) auch an materiellen Dingen anderen Menschen mehr an (wieder zu ‘Werten’ gemachten) materiellen Dingen gegeben, als wir an Geschenken angenommen haben… Und haben auch aus der Natur z.T. andere Menschen schon nennenswert beschenkt…
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EINE SEHR LANGE FRAGEN-ANTWORTEN-SAMMLUNG: „INTERVIEW ÖFF!ÖFF!“
„Interview Öff Öff“…
Ursprünglich lag dieser Fragen-Antworten-Sammlung die Fragenliste eines Journalisten zugrunde. Ich habe dann viele weitere Fragen mit dazu gepackt… Wenn sich deshalb in den Antworten Teile wiederholen, bitte ich um Nachsicht… Und um genug Widerstandskraft gegen eventuell aufkommende Langeweile…
Insgesamt kann ich trösten: Auch wenn manche Passagen zu langweilig, zu trocken vernünftig oder ‘gebildet’ erscheinen, bitte durchhalten, es kommen auch wieder Stellen, wo ich über gutes Essen oder guten Sex was sage…
Sie nennen Sich „Öff! Öff!“, wieso eigentlich? Jürgen Wagner ist doch kein schlechter Name!
Nein, ‘Jürgen Wagner’ ist auch kein schlechter Name. Ist sogar recht ausdrucksstark: ‘Jürgen’ kommt von ‘Georg’ und heißt ‘Landarbeiter’, ‘Wagner’ ist der ‘Rädermacher’, also ein wesentliches Handwerk… Beides zusammen mit der möglichen Interpretation, daß ich zur Einheit einfachen natürlichen Lebens zurückfinden möchte…
Aber ‘Öff!Öff!’, mein ‘Aussteigername’, diese zwei (‘dadaistisch’) künstlerischen Phantasielaute ohne Bedeutung, können mein Lebensanliegen noch besser ausdrücken: Jedem Menschen den Anstoß geben, aus der Welt des vorgegebenen entfremdeten Bedeutungsstroms kritisch reflektierend herauszutreten und an alles die Frage zu stellen: ‘Was finde ich selbst eigentlich wichtig und richtig?’… Anstoß also für eigenständiges ‘Organisches Denken’ nach dem Motto: ‘Auf die jeweils wichtigste Frage, die man finden kann, die best(begründbar)e Antwort suchen…’
Siehe auch den Spruch eines Philosophen: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit, der Faulheit oder Feigheit, selbständig zu denken!“…
(Näheres zu meiner Jugend- und Studenten-Entwicklung, wo ich das ‘Öff!Öff!’ entwickelte, steht in der Biographie meiner Vor-Schenker-Zeit im ‘Schenker-Blog’ auf www.die-schenker.net… Näheres zur Bedeutung des ‘Öff!Öff!’ und des ‘Organischen Denkens steht in meinem ‘Schenker-Grundsatz-Text’, dem ‘Öm-Text’, der ebenfalls – wie alle Texte, auf die ich mich hier beziehe, sofern ich nichts anderes sage – auf www.die-schenker.net zu finden ist…)
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Mein Thema ist Freiheit und Determination und ich möchte an einem Fallbeispiel erörtern inwiefern es in der modernen Gesellschaft noch möglich ist wirklich frei zu sein (im Sinne von unabhängigem und selbstbestimmtem Handeln und Leben). Ich möchte die Schenker als Beispiel in die Präsentation einbauen und hättedeshalb ein paar Fragen.Als erstes würde mich interessieren inwiefern hinter der Idee der Schenker auch der Wunsch steht autonom zu leben und welche Rolle Freiheit bei diesemProjekt spielt. Gemäß dem Schenker-Grundprinzip für sogenanntes 'Organisches Denken', 'auf die jeweils wichtigste Frage, die man finden kann, immer die best(begründbar)e Antwort zu suchen', kommen wir dazu, daß man ein glückliches Leben anstreben sollte, indem man sich in Liebe eins fühlt mit den Menschen und der Welt ('aus dem Gewissen global verantwortlich lebt') ((als von uns sogenannter 'Kleinster Nötiger Einigungs-Nenner für globale Verantwortlichkeit')). Dies schließt als eine Grundvoraussetzung ein, daß man ein freier, nicht korrupter Mensch sein will, d.h. jemand, der seinem Gewissen folgt, ohne 'durch Zuckerbrot oder Peitsche', durch Verlockung oder Erpressung, von seiner Moral abgebracht oder zu Unrecht manipuliert werden zu können. Heißt nicht unbedingt totale Unabhängigkeit, aber nur Abhängigkeiten, die sich nicht mit der Gewissensmoral 'beißen' bzw. dieser sogar dienen: die freiwillige 'Abhängigkeit' in freien freund- schaftlichen Liebesbündnissen mit Mitidealisten ist dafür das Parade-Beispiel... Ein solcher Schenker-Gewissens-Aktivist wird sich innerlich aber schon darauf vorbereiten, daß immer die Stunde höchster Not sein kann, wo er allein, von allen verlassen oder gar gegen den Widerstand aller, seinem Gewissensweg folgen muß... Abgesehen davon, daß zum Gipfel solcher Freiheit auch die Freiheit gehört, sich eher für den Tod als für Unrecht entscheiden zu können, ist es ansonsten schon sehr frei, wenn man von Gesellschafts- Abfällen oder aus der Natur ('von der Wiese') so leben kann, daß man sich weder beherrschen lassen (einem Herrschafts- System wie dem Staat unterwerfen) noch 'verkaufen' (dem egoistischen Vergeldtungs-System einfügen) muß... Außerdem wäre es natürlich interessant zu Wissen inwiefern noch eine Abhängigkeit von der Gesellschaft vorhanden ist. Damit meine ich nicht nur solche Dinge wie Lebensmittel, Technik und medizinische Versorgung, sondern vor allem welchen Einfluss gesellschaftliche Ansichten auf Denken und Handeln nehmen. Wir haben noch 'Schnittmengen' materieller 'Abhängigkeiten' gegenüber dem bürgerlichen Gesellschafts-System (z.B. Lebens- mittel-Reste, die wir 'containern'; oder auch ein Anteil von Geschenken bei unserem beabsichtigten 'Austausch von Geschenken' mit anderen Menschen, auch was medizinische Hilfe angeht - obwohl ich als Unabhängigkeits-Fan schon hingehe und meine Zähne meist mit Kombizange selbst bearbeite ; ja auch, daß ich noch Kommunikationsmittel wie Telefone und Notebook ver- wende...)... Aber alles schon, wie beschrieben, so, daß es dem Verhalten nach unseren moralischen Maßstäben entspricht (unter Menschen nur einander Beschenken, bescheidenst möglich, mit möglichst hohem Selbstversorgungs-Anteil aus der Natur..., ohne mitverantwortendes Teilnehmen am Staats- und Geld-system...)... Wir sind keine 'Schwarz-Weiß-Maler' oder ideologische 'Schubladen-Denker'. Wir denken 'organisch', heißt auch, entsprechend differenziert und in Verhältnismäßigkeiten.Wir lehnen bestimmte Teile des existierenden Gesellschafts- Systems ab, die Verantwortungslosigkeit, Gewalt und egoistische Vergeldtung... Wir lehnen vieles andere nicht ab: Kultur, Sprache, Gesellschaft, Austausch (von Ansichten) und vieles mehr... Da streben wir also keine Abschottung an, sondern reichen Austausch und gegenseitiges Lernen - aber natürlich ohne Manipulation, Zwangs-Dressur und Derartiges, wo wir uns entschieden verweigern... So, das waren vorerst meine allerwichtigsten Fragen. Eine hätte ich allerdings noch: Inwiefern fühlt man sich als Mitglied bei den Schenkern frei? Das ist eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Denn die innere 'Gewissens-Freiheit' ist nicht gleichzusetzen mit äußerer Lebens-Freiheit oder -Leichtigkeit. Es gibt Sprüche wie, daß in einer ungerechten Gesellschaft der Platz eines gerechten Menschen im Gefängnis ist... Oder wie frei fühlte sich Jesus oder ein ihm nachfolgender Mensch wohl, als er den 'Weg des Kreuzes' gehen mußte...
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Moin Moin!
Ich bin mir zwar sicher, dass du mit Emails nur so zugebombt wirst, allein deshalb schon, weil man dich erst vor Kurzem wieder auf der Mattscheibe bewundern durfte (die Sylt-Tour), ich nehme jetzt trotzdem all meinen noch vorhandenen Mut zusammen und schreibe dir, selbst wenn das bedeutet, dass ich monatelang hoffnungsvoll in meinen Posteingang spähen werde, in kindlich-ungeduldiger Erwartung auf ne Antwort.
Um überhaupt mal einen einigermaßen konstruktiven Anfang zu finden:
Ich verfolge bereits seit Jahren dein „Treiben“ und das deiner Bewegung, zwar nur übers TV und ab und an mal durchs www, und war von Anfang an schwer fasziniert darüber, dass es „so etwas“ tatsächlich gibt. Ich bewundere aufrichtig, wie du deine und deine Mitstreiter eure Überzeugungen und Ideen so beispiellos konsequent umgesetzt habt und halte euch für hochanständige, vernünftige und denkende Menschen, die nicht nur nicht mit Scheuklappen durch die Weltgeschichte rennen, sondern handeln, und das auch noch auf eine Art und Weise, die in den Augen von vielen Menschen vielleicht recht schrullig wirkt, aber vor allem gewaltfrei und vor Nächstenliebe und Freundlichkeit nur so strotzt. Ihr habt wirklich Stärke und Mut, und ich möchte euch an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment aussprechen!
Vielleicht sollte ich mal ein bißchen was über mich erzählen, damit du dir ein ungefähres Bild davon machen kannst, was für ein mitexistierendes Exemplar der Gattung Mensch hier gerade versucht, sich mit seinem zähflüssigen Blabla verständlich zu machen:
Ich heiße x, bin 25, lebe im hohen Norden und befinde mich seit ich denken kann auf der Suche nach der für mich bestmöglichen Plattform, auf welcher sich mein Leben abspielen soll. Mir fiel bereits als Kind auf, dass in dieser Welt irgendwas ganz arg daneben läuft, gerade Teenager geworden wollte ich mich dem Umweltschutz und Vegetarismus zuwenden, aber meine Eltern verboten mir das mehr oder weniger („Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, und mit diesen Öko-Spinnern wollen wir nix zu schffen haben!“), und da ich aus einem relativ gewalttätigem Hause stamme, spurte ich. Findest du vielleicht´n bisschen arm, aber ich war eingeschüchtert und traute mich einfach nicht, gegenan zu stinken, sondern tat schlicht immer genau das, was man von mir erwartete, um zumindest oberflächlich einen Hauch von Harmonie gewährleisten zu können.
Erst vor zweieinhalb Jahren wagte ich endgültig den Schritt zum Vegetarismus, kurze Zeit später ernährte ich mich nur noch vegan.
Aber ich sah ein, dass das einfach noch nicht reichte. Die Welt um mich zerbricht und ich habe nicht den geringsten Bedarf daran, ohnmächtig an ner Möhre knabbernd ihrem Untergang beizuwohnen.
Ich wurde die Schuldgefühle einfach nicht los, das Gefühl, irgendwie für alles Verantwortung zu tragen, wurde depressiv, landete dreimal für einige Wochen in der Klapse, wo man mir Medikamente verschreiben wollte und auf mich einredete.
„Aber Frau x, Sie sind doch nicht für das ganze Elend dieser Welt verantwortlich! Jeder für sich, man kann´s ja eh nicht ändern, kümmern Sie sich einfach mal nur um sich selbst und werden Sie glücklich.“
Die Leute begriffen einfach nicht, was ich meinte. Gut, vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt, ist schließlich schon ziemlich verunsichernd, wenn man sich selbst für einen klar und logisch denkenden Menschen hält, aber keine Sau um einen herum auch nur ansatzweise den Ernst der Lage begreifen will. Ich fing immer mehr an, an mir selbst zu zweifeln, am Ende hielt ich Selbstmord für die einzig sinnvolle Lösung: Wenigstens ein Mensch weniger, der den Planeten herunterwirtschaftet. Zwar tauchte immer wieder der Aussteiger-Gedanke vor meinem inneren Auge auf, er wurde jedoch jedes Mal recht schnell beiseite geschoben, mit der Begründung: Das packste eh nicht, und selbst wenn du´s versuchst, gehst du deinen Mitstreitern früher oder später doch wieder auf den Keks und katapultierst dich nach und nach in die Einsamkeit.
Komischerdings leuchtete dennoch ab und an so was wie Hoffnung auf, und das ausgerechnet während meiner Klinikaufenthalte: Man soll nicht glauben, wie viele Menschen das Elend um sich herum durchaus wahrnehmen, strampeln und tun und machen, scheitern und daran nach und nach zerbrechen. Immerhin war ich mit meinem „Spleen“ nicht ganz allein.
Ich habe Abitur gemacht, ein Pädagogikstudium angefangen und wieder abgebrochen, mich quer durch die Berufspalette gejobbt, am Ende machte ich eine gastronomische Ausbildung, die mir über die Jahre immer schwerer fiel, weil ich sie mit meinen moralischen und ethischen Werten nicht mehr vereinbaren konnte, aber ich schloß sie ab, sehr gut sogar, einfach um irgendwas in der Tasche zu haben. Bis vor nem Monat habe ich in diesem Beruf noch gearbeitet, schlicht weil ich das Geld dringend brauchte, um mich einigermaßen über Wasser halten zu können, stellte aber nur wieder fest, dass es mir absolut widerstrebt, wie ein ewig grinsender Roboter Pressleiche an Menschen zu verkaufen, denen eh alles egal ist, für ein System, von dem ich nicht mal ansatzweise überzeugt bin. Diese Frustration war mir bereits vorher wohlbekannt, und so verdingte ich mich zwischendurch bei Essen auf Rädern und den Tafeln oder sprach einfach so Obdachlose auf der Straße an. Alte Menschen, die den ganzen Tag auf den Essenlieferanten warten und unendlich dankbar für zwei Minuten Small Talk sind. Alleinerziehende Mütter unterhalb der Armutsgrenze, die vor Freunde in Tränen ausbrechen, wenn sie eine Gänsekeule zu Weihnachten geschenkt bekommen. Junkies, die mitten in der Innenstadt stehen und verzweifelt und bitterlich weinen und sich dankbar an einen klammern, wenn man als Wildfremder auf sie zu geht und sie einfach in den Arm nimmt. Und alle anderen rennen blind daran vorbei und kümmern sich einfach nicht! Öffi, ich sitze hier gerade und flenne, weil mich diese Ungerechtigkeit so dermaßen krank macht!
Immer wieder bekomme ich von Bekannten, Freunden und gar meiner Familie zu hören: „Ja, ist ja toll, dass du dich so für den und den und den einsetzst, aber glaubst du nicht, dass du dir da zu viel auf einmal aufhalst? Du kannst die Welt nicht retten, versuche erst einmal, mit dir selbst klar zu kommen!“
Sicher, ich weiß, dass ich erst mal an mir selbst arbeiten muss, um irgendwann mal ne „intakte, gesunde Zelle“ sein zu können… aber dass ich Notleidenden helfe, gibt mir so unendlich viel, selbst wenn ich mich da selbst zugegebenermaßen gern überfordere.
Eigentlich wollte ich im nächsten Jahr Soziale Arbeit studieren, Streetworker werden, in die Drogenberatung gehen oder das Studium einfach ganz sein lassen und statt dessen in die Altenpflege gehen, schließlich veraltet unsere Gesellschaft immer mehr, und ich hab mit eigenen Augen gesehen, wie einsam diese Menschen manchmal sind.
Aber ich denke immer wieder, dass diese Welt wahrscheinlich doch radikalere Maßnahmen braucht.
Womit wir wieder beim Ausgangspunkt und bei deiner Bewegung wären.
Am liebsten würde ich im Sekundentakt um die Welt fliegen und die gesamte Menschheit retten, aber dass das nun mal nicht geht, ist mir klar.
Tut mir Leid, wenn ich dich hier mit meiner Lebensgeschichte gelangweilt und von weit wichtigeren Dingen abgehalten habe. Ich möchte nur von Anfang an ausschließen, dass es irgendwelche Missverständnisse gibt. Versteh mich nicht falsch, ich stehe mit Sicherheit nicht nächste Woche unangekündigt mit meinem Schlafsack auf eurer Matte, ich ziehe lediglich ernsthaft in Betracht, mir innerhalb der nächsten sechs Monate mal „euren Verein“ näher anzugucken, für ne Woche oder zwei. Ich bin einfach zu verunsichert, als dass ich jetzt einfach sagen könnte: „Jo, exzellent, das mache ich jetzt auch.“
Davon mal ganz abgesehen bin ich handwerklich ziemlich unbedarft… obwohl man so was natürlich lernen kann, is klar. Ich will euch nicht zur Last fallen, sondern bestenfalls sofort meinen größtmöglichen Beitrag zur Gemeinschaft leisten.
Ja. Puh. Das war jetzt ne lange Mail. Entschuldige bitte, hatte mich eigentlich kürzer fassen wollen, und bevor ich jetzt auch noch anfange und wild irgendwelche Passagen lösche, schicke ich sie einfach ab, bevor mich endgültig der Mut verlässt. Ich bin da sehr wankelmütig.
Ich weiß, hier stehen nicht wirklich irgendwelche an dich oder euch gerichteten Fragen drin… aber ich würde mich dennoch riesig über eine Antwort freuen, und wenn´s nur ein „Ja, vielen Dank und beehren Sie uns bald wieder, aber nicht so schnell“ ist.
In diesem Sinne: Alles Gute und weiter so!x
————————–
Liebe x!
Ich glaube nicht, daß Du Dir auch nur annähernd ausmalen kannst, wie unendlich traurig und schade ich es finde, daß Menschen wie Du sich kaputtzermahlen im System (ob durch Elternanpassung, doch immer wieder weitergemachte Bezahl-Jobs, oder auch die Klappse, oder manche sogar Selbstmord…) — statt zu kommen und mit uns gemeinsam einfach zu versuchen, das zu leben, was man richtig findet bzw. wovon man träumt…
Die Menschen, die sich noch für die Welt als Ganze verantwortlich fühlen, sind die einzig wahrhaft Verantwortungsbereiten! Was eigentlich auch alle wissen, wenn sie z.B. Sprüche raushauen wie ‘Global denken, lokal handeln’… (und die volle Bedeutung so einer Aussage aber verdrängen…)
Gleichzeitig stehe ich sehr allein da, sind manche Mitstreiter zusammengebrochen, weil zu wenig Mitmacher und Helfer zu uns kommen (u.a. die Freundin, mit der ich eine Tochter habe, wäre schon durch eine dazukommende (sogar bloß gemäßigte, nicht radikale…) Freundin ((oder ‘Beziehungspartnerin’ für sie und mich; wir sind ja für Freie Liebe, obwohl man bei uns auch monogam sein kann…)) vor dem Zusammenbruch gerettet worden…), und kann ich z.T. tolle Aussteigerprojekte nicht halten, weil nicht mal jemand kommt, der – wenn gewollt sogar mit Aufrechterhaltung seines bürgerlichen Lebensrahmens – nur einfach seinen Hintern an den betreffenden Ort setzt… Also einfach nur anwesend wäre, ohne arbeiten oder sich anstrengen zu müssen, ja es würde schon reichen, den ganzen Tag dort zu verschlafen…
Kannst Du Dir dieses Elend vor Augen halten? Auf der einen Seite leiden wertvolle sensible idealistische Menschen wie die Tiere und vegetieren im falschen Leben sinnlos vor sich hin — während sie 2 Meter weiter händeringendst gebraucht würden, um tolle Zukunftsprojekte aufzubauen oder am Leben zu erhalten, und radikalst handelnden Leuten das kleinste Bißchen an Rückenstärkung geben könnten, was die aufrecht stehen und weitermachen lassen kann…
Und Du liest richtig: Man kann bei uns schon mit einem totalen Minimum an ‘Einsatz’ mitmachen! Da kann für niemanden eine ‘zu hohe Einstiegs-Schwelle’ sein! Ziemlich allerunterstes Niveau des Mitmachens ist die Möglichkeit, in einem gemeinnützigen Verein Mitglied zu werden und mitzumachen (d.h. vielleicht einmal im Jahr zu einer Mitglieder-Versammlung zu kommen, mehr müßt man nicht tun…)… Dafür müßte man noch nicht mal seinen Wohnort verändern… Auch noch in meinen Augen (sofern man den Idealismus oder die nötige Verantwortung in der Welt auch nur ein klitzekleines Bißchen verstanden hat…) ein äußerst niedriges Niveau des Mitmachens wäre es, als ‘Schenker-Verbündete/r’ in eins unserer Gemeinschafts-Projekte mit einzuziehen. ‘Verbündete’ sagen nur ja zur Theorie, zu unserem idealistischen Traum, – ob und wieviel praktische Konsequenzen sie ziehen, ist ihnen völlig offengelassen. Die können – auch als Mitlebende in unseren Projekten – noch Papiere und Geld haben, einen Job machen oder Ämtergeld holen, Fernsehen gucken, Luxus kaufen usw… So als ‘Verbündete/r’ in eins unserer Projekte mit einzuziehen, müßte also erstmal nicht mehr bedeuten als einen ‘bürgerlichen Umzug’… Und erforderlichenfalls biete ich noch an, daß man die ersten Wochen gar nix machen muß, faul in der Hängematte liegen kann, das Essen hingestellt bekommt — bis man dann vielleicht doch merkt, daß man irgendwie ein bißchen auch selbst tun kann… Wobei man sich das Ausmaß des eigenen Engagements bei uns selbst dosiert…
Diese Wohnungen in unseren Projekten sind z.T. wie normale Dorfwohnungen, mit Strom, Wasser, Holzofen… Da lebt z.B. auch eine (nicht-idealistische) normale Dorfbewohnerin in einer solchen Wohnung, eine alte Frau, mit Schwerst-Behinderten-Ausweis, dick wie eine Tonne, kann sich kaum noch bewegen… Wenn die schon seit Jahrzehnten in dieser Wohnung leben kann, dann kann mir doch kein Anderer (schon gar junger Mensch, und mit idealistischen Motiven…) erzählen, das sei gar nicht (über-)lebbar…
Liebe x! Versteh mich richtig: Natürlich kann man bei uns auch auf beliebig radikaler Ebene mit einsteigen… Ich hab Dir nur die ‘Minimal-Varianten’ beschrieben, damit Du die Absurdität von ‘Das packste eh nicht’ voll und ganz verstehst…
Du kannst natürlich jederzeit kostenlos und unverbindlich, und beliebig lange, zu Besuch kommen…
Aber wenn Du es mir gestattest: Wenn Du ein ernstmeinender Mensch bist, dann komm so schnell wie möglich… Und bei uns kann man gern auch so kommen, daß man hinter sich die alte Existenz abgebrochen hat und mit seinem Rucksack vor der Tür steht…
Ich brauche Hilfe, um mehr tolle liebes-revolutionäre Sachen machen zu können…
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
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Wir sind zwei französiche Schülerinnen aus Dijon (Burgund). Im Deutschunterricht haben wir eine Sendung auf Sat1 über Sie gesehen. Wir verstehen, dass Sie weitweg von unserer Konsumgesellschaft wohnen wollen, weil man ohne Geld nicht leben kann. Wir werden davon abhängig. Wir finden Sie sehr mutig, ohne Geld leben zu wollen. Wir hätten jedoch ein paar Fragen für Sie :
Vorab!!!! So leicht sollte man sich im Leben doch vielleicht nicht damit abfinden, daß man irgendwovon abhängig wird!!!!! Das ist ja, als würde jemand sagen, ich darf nicht in die Nähe von Heroin kommen, weil sonst werd ich ja abhängig davon!!! Da müssen wir Menschen uns vielleicht doch ein bißchen mehr zutrauen an Kraft klaren Denkens und unseres Willens, um suchtgefahr-resistent sein zu können!!!!! Wenn’s so ist, dann bin ich nicht ’sehr mutig’, ohne Geld leben zu wollen, dann sieht es ja vielmehr so aus, als wär’s das einzig Gesunde!!!
Wenn man ohne Geld nicht leben könnte, könnt es die Menschheit gar nicht geben, weil die frühen Menschen ebenso wie viele Naturmenschen noch heute kein Geld hatten bzw. haben. Zu behaupten, das Leben als selbstversorgender Stamm sei nicht machbar, ist eine geschichtliche und logische Unmöglichkeit…
1, Wir finden ihren Lebenstill sehr komisch: Warum haben Sie ein Kind im Wald gemacht, obwohl man dort nicht alles findet, was ein junges Kind braucht, und das auch noch ohne Geld !?
Wie schon gesagt, eigentlich ist die Natur unsere Wurzel und Heimat. Ist es nicht umgekehrt ‘komisch’, daß Ihr den Naturzustand, daß Menschen in der Natur Kinder bekommen, für ’sehr komisch’ haltet?!
(Was glaubt Ihr, wieviele Menschen in dieser Welt, Naturvölker, Dritte Welt, auf solche natürliche Weise gerade Kinder bekommen?!)
Ich habe ja gar nichts unbedingt gegen geschenkte Zugaben. Und ein gewisses, verantwortliches Maß an ‘Zivilisation’ ist ja auch okay.
Aber immer diese moderne Luxus-Technik-Ideologie, daß es das einzig (Über-)Lebbare wäre – da können sich Menschen z.T. nicht mal mehr vorstellen, daß man auch mit einem Plumps-Klo statt (höchst unökologischem!) Wasser-Closett leben könnte!!!!!! Wie sehr verkrüppeln uns solche Ideologien geistig-seelisch?!
2, Welche Tiere essen Sie ? Und wie schnapen Sie sie ? Wir sind sehr neugierig.
Ich esse außer tierischen Nahrungsmitteln, die ich ‘containere’ (Restesammeln bei Supermärkten etc.) normalerweise nur noch ein paar Kleintiere wie Ameisen, Regenwürmer, Schnecken, andere Insekten. Ich glaube, das reicht gegen Mangel-Gefahren. Die laufen nicht zu schnell weg…
3, Was machen Sie mit ihrem Handy ? Brauchen Sie es überhaupt ?
Obwohl es auch ohne gehen kann, ist das Handy sehr nützlich, weil ich eine ‘Bewußtseins-Revolution’ in der Welt auslösen will… Ausrangierte oder nicht genutzte Zweit-Geräte anderer Menschen übrigens, wo ich mich normalerweise nur mit anrufen lasse, also dann kein Geld verbrauche…
4, Warum hat es mit der süßen Sonja nicht geklapt ?
Ich weiß gerade nicht, um welche ’süße Sonja’ es geht…
Ich habe eine super, super,super, super, super…süße Iri im Moment
, d.h. schon seit mehr als einem Jahr. (Über unsere Vorstellung als Paar, unsere Vorstellung ‘Freier Liebe’, Ansprüche an andere mitmachinteressierte ‘Waldfeen’, unsere Vorstellung ‘Wahrer Liebe statt Junkie-Liebe’ usw. steht viel im ‘Schenker-Blog’ auf www.die-schenker.net…) An meinen Qualitäten als beständiger Idealist, als äußerst zuverlässiger Freund und auch als ausdauernder Liebhaber scheitern Beziehungen bei mir nicht… Es ist andererseits die Frage, inwiefern Frauen einen sanften wilden ‘Welt-Liebes-Revolutionär’ wollen, oder lieber einen angepaßten Bürger oder gar nen Sauf-Krakeeler… Müßt Ihr wissen…![]()
Wir sind Franzosen, und wir möchten dir eine e-mail schreiben, um deinem Lebenstil zu beurteilen. Wir haben deine Umwelt beobachtet. Du hast auf den Luxus versichtet, also, warum bittest du um Spenden ?
Ich bitte kaum um Spenden. Warte meist, bis mir andere Menschen von sich aus Hilfsbereitschaft anbieten…
Ich brauche aber auch etwas, wenn auch noch so wenig, und nicht alles ist ‘Luxus’ (‘überflüssiger Reichtum’). Ich behaupte auch nirgends, daß es gut ist, wenn Menschen nichts mehr voneinander brauchen oder einander geben würden. Zwar vertrete ich, daß eine extreme Unabhängigkeits-Fähigkeit insofern sinnvoll ist, daß man für sein Gewissen bereit sein müßte, zur Not auch seinen Weg ganz allein zu gehen, zur Not auch ohne oder gegen den Widerstand aller Anderen (siehe Jesu ‘Kreuzes-Nachfolge’)! Dazu, zu solcher eisernsten Disziplin, sollte man sich fähig machen! Ansonsten aber sind ‘Konsensgemeinschaften liebeskommunistischen Teilens’ mit anderen Menschen, ‘idealistische Liebes-Stämme’, mein Traum…
Die meisten Spenden, die ich bei anderen Menschen anrege, gehen nicht an mich, sondern an andere Bedürftige oder an ‘Schenker-Verbündeten-Vereine’, die damit gute, gemeinnützige, ’system-revolutionäre’ Ziele verfolgen sollen (ohne mich irgendwie indirekt in meinen Alltags-Bedürfnissen dabei zu finanzieren)…
Findest du nützlich, ein Handy in Wald zu haben ? Wir fragen uns, ob du nicht nur berühmt werden willst. Denkst du nur daran, Erfolg zu haben ? Es ist erstaunlich, dass du einen Computer hast. Du sagst, dass du die meiste Zeit im Wald verbringst, wo lebst du sonst?
Ich habe von den 17 Jahren meines Aussteigerlebens nur vielleicht die letzten 5 oder 6 Jahre lang Handy und Mail-Gerät (Notebook) verwendet. Es geht also auch ohne (ging es bei mir vorher und ging es ja auch bei Vorbildern wie Buddha oder Jesus etc.). Ich finde es aber sehr nützlich, weil ich eine ‘Bewußtseins-Revolution’ vorhabe, und solche Technik für Kommunikation, Bildung und Kultur (gerade auch Internet) dafür sehr fruchtbar sein kann. Ich glaube, daß die ‘Zukunfts-Kultur’ aus extrem einfachem Naturleben (einfachste Lehmhüttendörfer oder sowas), aber zusammen mit Computer, bestehen könnte. Ich fürchte ‘Neandertaler-Rohheit’. Aber Schenker-Bewegung mit dem Ansatz des ‘Kleinsten Nötigen Verantwortungs-Nenners der Liebe’ ist da so offen, daß neben mir auch ein gleichberechtigter Mit-Schenker die Auffassung vertreten könnte, es müsse weitestgehend ohne Technik gehen, z.B. mit Telepathie wie bei den Aborigines.
Was die Frage angeht, ob ich nur berühmt werden will: Findet Ihr es nicht auch schön, wenn man im Zweifelsfalle erstmal gut voneinander denken möchte? Ist es nicht möglich, daß ich Öffentlichkeitswirkung ohne eitle Ziele nur für die gute Sache einsetzen will? Und ist die Sache gut oder nicht? So daß Ihr Euch dafür vielleicht sogar mit ‘hochschwingen’ müßtet, statt nach ‘Haaren in der Suppe zu suchen’? Ich lade immer zu möglichst viel konstruktivem Denken und Handeln ein statt Destruktivem und Ausreden… Ich kann übrigens nachweisen, daß ich solche Öffentlichkeitsarbeit lieber an Andere abgegeben habe, wo immer es möglich war…
Ich liebe es, weiter Kontakt mit Euch zu haben, und vielleicht auch, möglichst viel, Konstruktives für die Liebe in der Welt gemeinsam tun zu können…
Wir sind Französiche Schüler und kommen aus Dijon in Burgund. Wir haben eine Reportage über Sie bearbeitet und wir möchten Ihnen einige Fragen stellen. Wir sind überrascht, dass Sie auf das soziale Leben, verzichtet haben.
Lieber Alois! Bitte etwas genauer hinschauen oder mitdenken! Ich sage nirgends, daß ich auf das ’soziale Leben’ verzichten will. Ich will das wirklich soziale Leben!!!, ein Leben in globaler Verantwortlichkeit und mit gewaltfreiem Teilen bzw. schenkender Liebe unter Menschen, statt verantwortungsloser Gier, Egoismus, Gewalt, Konkurrenz und Vergeldtung …
-Wo kaufen Sie ihre Kleider oder wo können Sie ihre Kleider haben?
Meine Kleidung stammt entweder aus weggeworfenen Altkleidern oder ist aus der Natur (Schafswolle…) hergestellt… Ich kaufe oder verkaufe seit 17 Jahren NIX mehr… Ich lebe als SCHENKER, tausche mit anderen Menschen nur noch Geschenke aus (= freiwillige Gaben ohne Bedingung von Gegenleistung)…
-Warum haben Sie ein Blog, obwohl Sie ausstiger wollen?
Weil wir nicht im Sinne von hundertprozentigem Schwarz-Weiß oder in ‘Schubladen’ denken sollten, sondern mit Differenzierungen und Verhältnismäßigkeiten! Du könntest ja auch fragen: Warum lebst du noch, obwohl du doch aussteigen willst?
Mein ‘Schenker-Ausstieg’ ist präzise definiert: Ausstieg aus Strukturen der Verantwortungslosigkeit, der Gewalt und der egoistischen Konkurrenz und Vergeldtung, Ausstieg aus dem Staats- und Geld-System… Bedeutet nicht: Ausstieg aus dem Leben, aus der Gesellschaft, aus dem deutschen Volk, aus der Kultur und Sprache, aus jeglicher Technik usw…
‘Schenker-Verbündete’ haben Websites eingerichtet, wo ich die kreative Gestaltung des Schenker-Blogs übernehmen sollte…
Wir können uns gut vorstellen, dass Ihre Projekte den anderen zu helfen und eine bessere Welt zu schaffen gut ist, aber wir denken, dass es nicht die richtige Methode ist, in der Armut zu leben. Sie meinen, dass die Leute den Armen zuhören. Sind Sie sicher ?
Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob und wo die Leute zuhören…
Ich bin mir aber sicher, daß Leute, die auf nix verzichten wollen, auch da nicht, wo es aus Liebe und Verantwortlichkeit sinnvoll oder geboten wäre, ‘Konsum-Junkies’ sind und keine besonders überzeugenden und glaubwürdigen Vertreter eines friedlichen, gerechten Teilens in der Welt… Ich bin kein masochistischer Fan des Verzichtens und Opfers um seiner selbst willen. Ist in meinen Augen gut als Übung in Selbstkontrolle, und natürlich da, wo es dem menschheitsfamiliärem Teilen und verantwortlichem Umgang mit Welt-Ressourcen gemäß ist. Ob und in welcher Form und in welchem Ausmaß dafür Verzicht, Opfer, freiwillige Armut etc. begründet sind, darüber laßt uns alle doch mal offen und ehrlich nachdenken!!! (Daß wenn Du drei Schokoriegel hast und 2 Freunde um Dich, es besser sein kann, selbst nur einen zu essen, und die beiden anderen abzugeben, kennt ja wohl jeder von uns, oder? Inwiefern kann Verzicht, z.B. auf Kaffee, den Armen oder den Naturressourcen helfen?) Ich glaube, daß wenn man dabei auch mitüberlegt, was Entwicklung von QUALITATIVEM Fortschritt und Lebensqualität bedeutet (statt materiellem Lametta-Oberflächen-Massen-Wegwerf-Ego-und-Tellerrand-Konsum und Verheizen der Welt dafür), dann läßt sich Vieles toll verbinden, dann kann geilstes Wahrheit-Denken Arm in Arm mit sozialer Liebesrevolution und auch sogar mit ‘Diogenes-Verzichts-Leidenschaft’ höchsten und genußvollsten ‘Seelen-Konsum’ darstellen, tollsten Rausch! Mit Mottos wie ‘Berauscht euch an der nüchternen Trunkenheit des Geistes!’ und so, statt Drogen und all dem anderen Gift usw…
Ich bin bei alledem ein ‘asketischer Genußmensch’: Ich befreie mich mit Freude von allen unnötigen Bindungen an Besitz und sonstwas, und ich engagiere mich – auch opferbereitestens, wenn nötig – für die Liebe in der Welt. Ich lasse mich durch nichts ablenken oder korrumpieren, versuchen oder erpressen dazu, Unrecht zu tun bzw. nicht meinem Gewissen zu folgen. Wenn ich von Abfällen oder von der Wiese leben kann, brauche ich mich nicht irgendwo beherrschen zu lassen oder verkaufen… Und ich nehme alles Schöne mit, was mir dabei (kraftgebend) auf dem Wege begegnet, ein Leckerli, ein Sonnenaufgang, heiße Frauen und und und…
Es lebe die Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe!!! Halleluja!
———————————————————————————
<!– @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } –>
Hi!
Keine Ahnung wie es passiert ist, zack bin ich auf eurer Seite
gelandet. Anfangs skeptisch, habe ich mich in eure Ideen und Prinzipien ein
wenig eingelesen – und muß zugeben, ihr habt eine echt beneidenswerte
Philosophie.
Den Grundgedanken, in dem der Sinn über die Funktionsweise der
derzeitigen Gesellschaft in Frage gestellt werden kann, teile ich mit euch. Das
beinhaltet auch die Sinnlosigkeit gesellschaftlicher Werte wie Besitz,
Geld, Macht, Politik, Krieg u.v.v.a.
Was mir aber auffällt ist, daß ihr stets von einem harmonischen und
natürlichen Einpassen des Menschen und seiner gesellschaftlichen Form des
Zusammenlebens in seine Umwelt sprecht, und zu eben diesem Zweck auch
Beispiele wie „die Zelle in einem Organismus“ anführt (Schenken = Geben
und Nehmen). Alles tolle Ziele, doch ist es auch eine Tatsache, das
Gewalt in gewissen Formen im Universum ein legitimes Mittel ist, um das
eigene Leben zu bestreiten. Oder anders ausgedrückt: Nicht jedes
Lebewesen das tötet um seine Existenz aufrecht zu erhalten, ist ein Schädling
oder ein Krankheitserreger.
Warum strebt ihr also eine Lebens- und/oder Gesellschaftsform (oder
Lebensmodell) an, die einem Lernenden wie mir den Eindruck vermittelt, man
erniedrige sich zum Spielball derer, die sich auch nicht ansatzweise
für eure Philosophien und Ideen interessieren. Die Selbstaufgabe, bis
hin zur Bereitschaft des Todes, um das Wohl der Allgemeinheit aufrecht zu
erhalten, widerspricht völlig der Programmierung, die das Universum in
jedem Lebewesen verankert hat. Die Kunst ist lediglich, mit Gewalt so
umzugehen, wie es die Natur vorgesehen hat. Gewalt zum eigenen Schutz
oder dem der Gruppe anzuwenden, oder um sich ggf. ernähren zu können,
ist absolut legitim. Gewalt zum Selbstzweck wie der Bereicherung oder der
Durchsetzung des eigenen Willens verurteile ich ebenso wie ihr, doch
ich denke halt, da muß man stark differenzieren.
Menschen sind ihrer Gattung nach Raubtiere, und zwar die wahrscheinlich
gefährlichste Art, die von der Natur jemals hervor gebracht wurde. Es
gibt kein wilderes Tier als den Menschen. Warum also versucht ihr eine
Philosophie der Liebe zu leben, die zwar lobenswerter Weise an das Gute
im Menschen und im Kosmos glaubt, tatsächlich aber nichts anderes
macht, als die Augen vor dem traurigen und ekelhaften und beängstigen
Antlitz der menschlichen Natur zu verschliessen?
Es kommt mir so vor, als währet ihr eine kleine Gruppe von Löwen in
einem riesigen Rudel, die eines Tages beschlossen hat, ab heute sein Leben
als Schaf zu verbringen. Findet ihr das nicht selbst komisch?
Hochachtungsvoll und mit richtig freundlichen Grüßen
T
---------------------------
Lieber T!
Die Antwort erscheint mir recht einfach:
Weil wir soviel (schenkende) Liebe bzw. gewaltfreies Teilen
hinkriegen müssen, daß Vernunft und Allgemeinwohl statt
'Fäusten' und Egoismus die Gesamt-Entwicklung bestimmen...
Anders gesagt: Weil angesichts der aus der Instinktprogrammierung
losgerissenen wildgewordenen Einzelmotive des Menschen
(auch Ernährung, Familienschutz etc...) und
seinen wahnsinnigen Technik- und Waffen-Möglichkeiten man
darauf bauen muß, daß gemeinsame (organische) Vernunft eine
Steuerung im Sinne des Allgemeinwohls hervorbringen kann...
Und ein solches 'Gehen nach Vernunft' braucht eine Kultur
des Friedens und Vertrauens als Basis. Wie sehr müssen wir
auf so eine Friedenskultur setzen, damit sie ausreichend
Geisteskultur ermöglicht?...
Deshalb sind meines Ermessens die großen Vorbilder wie
Buddha, Jesus, Franziskus, Gandhi da so ins Extrem
gegangen...
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
Ist das Staats- und Geld-System (- zumindest das deutsche -) nicht so akzeptabel, daß man drin bleiben kann bzw. sich ‘von innerhalb’ engagieren kann?
M. schrieb:
Ist es nicht etwas undankbar, den deutschen Staat so pauschal abzulehnen? Immerhin verschafft er uns Sicherheit und Luxus in einem erheblichen Ausmaß. Ich bin dankbar, dass es meinem Kind so gut geht. Dass es keine Bedrohung durch Krieg zu befürchten hat. Unter allen theoretisch ungerechten Staatssystem gehört Deutschland immer noch zu den sozialeren, diplomatischeren, demokratischeren.
Es ist meiner Meinung nach ziemlich dreist, das System so abzulehnen, in dem du im Luxus aufgewachsen bist, das deine ausgezeichnete Bildung ermöglicht hat und dich auch immer noch beschützt und versorgt – durch Wohlstandsmüll, aber auch Werte wie Mitleid, Freundschaft und Wohltätigkeit.
Die deutsche Staatsbürgerschaft wird es hoffentlich auch meinem Kind noch ermöglichen, die Gesundheit und die Bildung zu erreichen, um später überhaupt erst in die Lage versetzt zu werden, den Staat, die Gesellschaft oder ihre Eltern zu kritisieren.
Sei froh, dass du deutscher Staatsbürger bist, sonst hättest du nicht so viel Zeit, um vorm Computer zu sitzen oder nette Fernsehmärchen zu drehen. Denk z.B. mal an brasilianische Armenviertel und afrikanische Kriegsgebiete oder russische Geheimdienste.
Wir leben in einer ungerechten Welt, aber wir (auch du, Öffi) sind die Begünstigten, da sollten wir auch mal dankbar sein … oder auswandern, wenn es uns nicht passt.
Viele Grüße
M
—————
Öff!Öff! antwortete:
Liebe M!
So, nun komme ich endlich mal zu einer Antwort auf Deine Mail, worin Du meinst, es sei undankbar und dreist von mir, wie pauschal ich den deutschen Staat ablehne…, und seine Wohltaten bzw. ‘Begünstigungen’ – auch für mich – preist…:
Deine Schlußaussage ist sehr bezeichnend:
„Wir leben in einer ungerechten Welt, aber wir (auch du, Öffi) sind die Begünstigten, da sollten wir auch mal dankbar sein … oder auswandern, wenn es uns nicht passt.“ Bzgl. der ‘ungerechten Welt’ sagtest Du zuvor schon: „Unter allen theoretisch ungerechten Staatssystemen gehört Deutschland immer noch zu den sozialeren, diplomatischeren, demokratischeren.“
Liebe M, es ist einfach so, daß ich gar nicht zu den Begünstigten durch Unrecht, durch ein großes Unrechts-System, gehören will… Weder hat man mich da je gefragt oder meine Entscheidungsfreiheit respektiert, noch wurden mir mögliche Lebensalternativen beigebracht, ja auch nur angemessen zur Kenntnis gebracht…
Und jedenfalls möchte ich dann nicht so korrumpierbar sein, wegen ‘Unrechtsbegünstigungen’ Ja zum Unrecht bzw. Unrechts-System zu sagen, mich zur Anpassung ‘kaufen’ zu lassen, vom Widerstand abhalten zu lassen, oder den Widerstand bzw. die Widerständler verdrängen zu wollen („sollen auswandern“)…
Liebe M, mit gewissem Stolz sage ich für Schenker-Bewegung, daß da der Einsatz für echte, grundlegende Gerechtigkeit in der Welt nicht mehr korrumpierbar ist, weder durch ‘Zuckerbrot noch Peitsche’! Gegenüber Schenker-Bewegung kommt keine der existierenden großen ‘Räuber- und Mörder-Banden’ (Herrschafts- und Vergeldtungs-Systeme) mehr durch, auch nicht damit, daß gesagt würde: ‘Wir sind immer noch etwas besser als diese oder jene andere Räuber- und Mörder-Bande…’… Schenker-Bewegung kann ja scheitern…; aber wenn sie nicht scheitert bzw. mit ihren Grund-Argumenten erstmal ausreichend auf die (öffentliche) Blickfläche kommt, so daß die Argumente richtig wirken können (- und unsere heutige Informations- und Kommunikations-Dimension kann da vielleicht doch einen Durchbruch bewirken…-), dann ist die Zeit der ‘Räuber- und Mörder-Banden’ (auch Staats- und Geld-Systeme) insgesamt gezählt!!! Schluß damit, und auch mit den damit verbundenen Beschönigungs- und Verdrängungs-Strategien!!!
Es reicht einfach nicht, egal, wie die kleinen Positiv-Negativ-Unterschiede sind (-und auch in ‘Räuber- und Mörder-Banden’ kann es unterschiedlich rauh oder freundlich zugehen…-), solange wir als gesellschaftliche Basis (- welche in der Regel das Ergebnis von Kriegen statt vernünftiger gemeinsamer Meinungsbildung ist…-) Einzel-Individuen haben, die gar nicht in erster Linie vernünftig und moralisch sein wollen, sondern meist bekennend andere, tellerrand-egoistische Motive überordnen, und die in den Entscheidungs- ebenso wie in den Verteilungs-Strukturen im wesentlichen weiter das ‘Recht des (äußerlich) Stärkeren’ verwirklichen… Da reichen dann auch keine ‘etwas korrigierenden Einfluß-Versuche’ wie staatliche ‘Anti-Wucherungs-Ansätze’ im Sinne ‘sozialer Marktwirtschaft’, oder ‘Klima-Konferenzen’, Öko-Technologie usw…
Wir brauchen endlich gesunde Wurzeln und eine ganzheitliche Verbindung aller nötigen ‘alternativen Einzel-Aspekte’: Ein vernünftiges, global verantwortliches Bewußtsein der (‘mündigen’) Einzelmenschen, und darauf aufbauende ‘Konsens-Gesellschaften geschwisterlichen Teilens’ (statt Staats- und Geld-Systemen, Räuber- und Mörder-Banden…)…
Alles andere ist wohl nicht verantwortbar, war es wohl auch nie (siehe Buddha, Jesus, Gandhi…), und die Zeit ist auch so gefährlich vorangeschritten, daß es nicht (mehr) dran ist, mit Halbherzigkeit zu experimentieren… Wir brauchen den großen Wurf, das Ende der Nebelschwaden!
((Wenn nicht vorher alles zerknallt, und wenn die ‘Menschen’ es nicht schaffen, müssen am Ende vielleicht die Gentechnik-Wesen oder die intelligenten Computer-Wesen die ‘vernünftige Verantwortungs-Kultur’ von Schenker-Bewegung verwirklichen, eine schöne Welt gleichberechtigter Vernunft-Wesen… Die ist jedenfalls wohl nicht anders denkbar als gemäß dem Schenker-Konzept, meine ich…
))
Dabei will ich allerdings natürlich alle positiven und negativen Seiten auch der ‘Bundesrepublik Deutschland’ sehen — um die ‘Struktur-Revolution’, die ‘große Metamorphose’, bestmöglich zu fördern, und nicht, um mich für wesentliche Unrechts-Anpassung bestechen zu lassen: Deutschland ist eine der großen westlichen kapitalistischen Nationen, die die Schalthebel der derzeitigen (höchst unverantwortlichen!) Weltentwicklung in Händen halten… Allerdings auch gewürzt mit relativ vielen humanen Aspekten… Meine große Hoffnung dabei ist ja sogar, daß durch die positiven Anteile (‘christliches, humanistisches, ‘aufgeklärtes’ Abendland’…) die Wesens- und Struktur-Revolution (bzw. -Metamorphose) aus dem inneren ‘Werte-Zentrum’ von Einzelperson und Gesellschaft sich Bahn brechen könnte… Die große Hoffnung der Gewaltfreiheit…
Aber ‘Struktur-Revolution’, nicht weniger! Die ‘Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe’! — Und dafür gilt m.E. mit Recht: ‘Revolution oder Tod!’…
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in Allen!
Öff!Öff!
Jürgen Wagner
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Soll man sich nicht besser ‘ innerhalb des Staats- und Geld-Systems’ engagieren statt ‘außerhalb des Systems’? Soll man nicht besser eine Entwicklung ‘in kleinen Schritten’ anstreben, um (sich und) andere Menschen nicht zu sehr zu erschrecken, statt z.B. die Schule zu ’schmeißen’ oder derartiges? Kann man mit einem Ansatz ‘innerhalb des Systems’ nicht mehr bewirken als mit einem Ansatz ‘außerhalb des Systems’?
J. schrieb:
Hi,
mein Name ist J und ich bin 15. Ich hab vor ein paar Tagen eine Doku über euch gesehen und ich bin einfach nur begeistert!
Eure Kleine ist echt ne süße!!!
Ich bewunder euch, wie ihr das alles so hinbekommt! Außerdem teile ich die Gedanken einer besseren Welt mit euch.
Aber ich hab viele Fragen: Seid ihr echte Sachsen? Öffi, ich hab mal gehört, dass du Pfarrer werden wolltest, stimmt das?
Wollt ich eigentlich auch mal, aber ich weiss nicht recht, ich bin zu unentschlossen, was meine Berufswahl anbetrifft!
Ich wünsch euch noch viel Erfolg und Spaß! Auch ihr könnt die Welt ein klein wenig verändern!
Ich glaube, dass wir uns mal sehen irgendwann, denn ich bin von euch so fasziniert!
Viele Grüße,
J
Öff!Öff! antwortete:
Lieber J!
Dank für Deine Mail…
Wenn man von was begeistert ist, sollte man es dann irgendwo in der Ferne unbeteiligt stehen lassen, oder sollte man sich da irgendwie mitengagieren?! Wir haben viele Bewunderer, die uns aus der Ferne mit den Taschentüchern zuwinken… Aber unsere Vereine und Projekte drohen zusammenzubrechen, weil zu wenig handlungsfähige Menschen mitwirken!
Herzliche Einladung also…
Ganz viel Infos findest Du auf www.die-schenker.net … Und bist auch ganz herzlich zu Besuch eingeladen…
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
J schrieb:
Du hast vollkommen recht, dass man sich mehr engagieren müsste, aber ich bin eben erst 15 und geh noch viele Jahre zur Schule! Aber ich weiss nicht, was das Leben einem noch so bringt! Wie kann ich dich denn von weitem unterstützen. Ich weiss, dass meine Eltern ausrasten würden, wenn sie das erfahren!
viele grüße,
der j
Öff!Öff! antwortete:
Lieber J!
Weißt Du, ich glaube, die Menschen sind normalerweise ziemlich geistig gelähmt (- und bürgerlich angepaßt… -), weil ihr Leben in hohem Grade aus unkritischem Mitschwimmen besteht, statt sich eine Grundorientierung durch eigenes kritisches Denken zu verschaffen… Einen Gesamtzusammenhang des Lebens zu erdenken…
So wie ein Philosoph mal sagte: ‘Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit: der Faulheit oder Feigheit, selbständig zu denken!’
Ich meine nicht, mal hier und dort, weil es ja auch angenehm prickelt, ein bißchen kritisch zu denken, und sich dann schon stolz zu sagen: ‘Ich bin ein kritischer Mensch!’ So denken allerhand Menschen (auch an den Stammtischen) ‘ganz ganz kritisch’ über das, was die Politiker so alles machen — und kommen nie zur Erkenntnis, daß das nicht das Wichtigste ist; kommen nie dazu, daß sie bei sich selbst mit dem Ändern anfangen müßten; ja wählen normalerweise weiter die Politiker…
Ich meine eine echte kritische Grundorientierung, die m.E. nach einem ganz einfachen Motto möglich ist: ‘Auf die jeweils wichtigste Frage, die man finden kann, die best(begründbar)e Antwort suchen…’ ((Siehe dazu meinen ‘Schenker-Grundsatz-Text’, den ‘Öm-Text’, worin ich eine Entwicklung solcher Fragen und Antworten darzustellen versuche…))
Dann wirst Du meiner Meinung nach schnell z.B. zu Fragen kommen wie: Was bedeutet eigentlich ‘Mündigkeit’ oder ‘Unmündigkeit’? — Ist ja die Begründung, warum Du – als ‘Unmündiger’ – mit 15 Jahren noch nicht selbst über Dich entscheiden können sollst, sondern der Leitung Deiner Eltern unterworfen sein sollst… Und nehmen wir an, Du kommst zum Ergebnis, daß Mündigkeit gar nicht entscheidend von Alter abhängt, sondern vom Bewußtseinszustand (‘genug Wissen bzw. Bewußtsein zu haben, um die Verantwortlichkeit fürs eigene Entscheiden zu übernehmen’) — und stellst noch dazu fest, daß es mit solcher Mündigkeit bei den um Dich herum ‘mitschwimmenden’ Erwachsenen, auch den Alten, dürftig bestellt ist, ja im Moment der ganze Planet verheizt zu werden droht, weil die Menschen weitgehend ihrer oberflächlichen (gruppen-)egoistischen Gier hinterherrennen, die Politik derartigen Macht- und Geld-Einflüssen stark unterworfen ist usw…
Darfst Du dann noch weiter sagen: ‘Ich bin erst 15, mit mir ist noch nicht viel anzufangen, von mir ist noch nicht viel zu erwarten?’ —- Mann, wach auf, J!…
Und solche Erkenntnisse werden Dir nicht in der Schule beigebracht! Da wird Dir eher eine gesellschafts-anpassende Dressur verabreicht, mit nem Haufen ‘Werkzeug-Wissen’, um job- bzw. geldverdien-fähig zu werden… — Also ist es besser, die Schule zu schmeißen, und eine gradlinige mündige und global verantwortliche Entwicklung zu starten! …
Besser Menschen finden, die schon solche mündigen und verantwortlichen Wege versuchen… Bei denen kann man dann auch tausendmal besser lernen, was man zum Leben braucht, als in der Schule… (Und es kommt ihnen mehr auf Dein (Verantwortungs-)Bewußtsein, Deine Liebe, Deine Ehrlichkeit und Dein Engagement an, als auf andere Leistungs-Nachweise oder Ausbildungs-Bezahlung…)
Außerdem wirst Du durch so eine mündige verantwortliche Persönlichkeits-Entwicklung zu einem ’selbsorganisierenden’ Menschen, der sich darauf konzentriert, was er eigentlich wirklich will, und lernt, phantasievoll Wege zur Erreichung seiner Ziele zu entdecken oder zu erschaffen… Du lernst selbständiges ‘wissenschaftliches’ Arbeiten (- sinnvolle Ziele und Hypothesen aufstellen, Wissen recherchieren, prüfen, ordnen…-) viel früher als andere, die es vielleicht später mal z.T. (- auch nicht lebensgrundlagen-orientiert!-) im Studium beigebracht bekommen… ((Und solltest Du später dann doch noch sogar mal den Ehrgeiz kriegen, eine ‘Spießer-Karriere’ zu machen, wirst Du es durch diese ausgeprägte Selbstorganisier-Fähigkeit wahrscheinlich immer noch besser hinkriegen als die bürgerlich Erzogenen und Beschulten…))
15 Jahre hast Du schon im ‘Bürgerlichen Leben’ verbracht! Ist da nicht längst mal zumindest ein gründliches Praktikum in ‘anderem Leben’ dran? Zumal wenn die ‘bürgerliche Lage’, wie gesagt, nicht nur in den Grundlagen (durchschaubar) verkehrt (auf Herrschaft, Geld-Konkurrenz, Privateigentum…, d.h. Formen des ‘Rechts des (äußerlich) Stärkeren’…) aufgebaut ist, sondern auch schon Riesenschaden, ja vielleicht eine bereits kaum noch aufzuhaltende ‘Schadens-Lawine’ hervorgebracht hat… ((Statt wie die vielen Anderen zu sagen: ‘Ja, hm, aber meine Schule mach ich doch noch fertig… – und dann mach ich die anderen Experimente… Hm, halt,aber ein Studium sollte vielleicht doch erst noch sein… Und ohne schnelle Berufserfahrung krieg ich dann vielleicht keinen guten Job mehr… Und und und… Bei denen sind frühestens 20 Jahre nach dem Rentenalter die echten ‘anderen Schritte’ dran… Hm, aber dann sollte man vielleicht erst mal ne Runde tot sein…
))
Die Lage der Welt, und die eigene verantwortliche Mitverstrickung/Mittäterschaft eines seine Mündigkeit wahrnehmenden Menschen sind starke Gegenargumente gegen eine aufgeschobene Umkehr, und sprechen auch stark für Radikalität statt ‘Strategien der kleinen Schritte’(während die großen Schritte verkehrt bleiben…)…
Und wenn die Leute um Dich herum schreien sollten: ‘J, J, aber du kannst doch viel mehr von innen bewirken, von außerhalb des Gesellschafts-Systems hast du keine richtigen Veränderungs-Möglichkeiten mehr!’ — Ist es dementsprechend auch richtig, Mitglied der NSDAP zu werden, um was gegen den Faschismus tun zu können? – Ja, das würden bestimmt Viele von diesen Leuten so tun… Aber in Wahrheit ist es betrügerisches parasitäres Verhalten (- ich kann auf ehrliche Weise nur unterschreiben/Mitglied werden, wo ich ein Programm im Wesentlichen gut finde; ansonsten ist der ehrliche, anständige Weg die Veränderung von AUSSEN! -), und man folgt dabei der Logik: ‘Der Zweck heiligt die Mittel!’… Solche Logik kann man vielleicht für so manche Ziele im Leben erfolgreich anwenden, insbesondere um Macht und Geld an sich zu bringen… — Aber für eine Revolution der Wahrheit und Liebe taugt solche ‘Schweinereien-Logik’ nicht! Da müssen – um die entscheidenden Veränderungsmittel, Glaubhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit, zu erreichen – die Mittel ’sauber’ sein, müssen mit den Zwecken oder Zielen so organisch zusammenpassen wie ein Same und der Baum, der daraus erwächst… Statt Verkehrtes zu tun, um dadurch Richtiges zu bewirken, sollte man lieber Richtiges tun, damit mehr Richtiges daraus erwächst!…
Und nicht nur, daß solches moralische organische Wachstum einer neuen verantwortlichen Welt am ehesten etwas Echtes wachsen und entstehen lassen kann, anfangend mit funktionsfähigen ‘Graswurzel-Zellen’… Kann nicht auch auf Menschen, die noch im falschen ‘bürgerlichen’ System mitmachen, ein solcher grader sauberer Weg so eindrucksvoll wirken, daß man von denen mehr Unterstützung/Spenden bekommen mag, als man durch eigenes Bleiben und Jobben im bürgerlichen Leben erreichen würde?… (Ich habe z.B. Häuser und Grundstücke geschenkt angeboten bekommen, so viel, daß ich einige nicht annehmen konnte, — weil ich zu wenig grade,saubere idealistische Mitarbeiter hatte/habe!!!)
Ja, lieber J, und wenn man vielleicht sogar mal für einen Moment – entgegen dem Argument, daß man mit sauberen Mitteln saubere Ziele anstreben sollte – großzügigerweise annehmen würde, der ‘Weg innerhalb des Systems’ könne neben dem ‘Weg außerhalb des Systems’ ein zweiter, rechtfertigbarer Weg sein… —- Mann, J, spätestens, wenn man dann sieht, wie die Tausende von ‘Alternativen’ sich drum reißen, irgendwie diesen ‘Weg innerhalb des Systems’ gehen zu können, und wie sehr derjenige allein in der Wüste steht, der einen sauberen ‘Weg außerhalb des Systems’ auftun will, weiß man wieder, wo hinter vorgeschobenen Argumentationsfassaden Suchtlogik tobt, und wo ein Nichtsüchtiger am sinnvollsten mit anpacken sollte…
Mal wieder eine leidenschaftliche Öffi-Predigt… Prüf’s nüchtern und gewissenhaft, J…
Mit liebem Gruß,
öfi
PS: Ich bin mit 13 Jahren zu selbständigem verantwortlichem Denken aufgewacht… Weil ich keinen Menschen um mich herum fand, mit dem ich auch nur ehrlich darüber (zu Ende) denken konnte, geschweige denn einen, der sowas schon machen würde, war ich zu feige, allein die Konsequenzen zu ziehen… Wäre ich damals einem schon Vordenkenden oder Vormachenden begegnet, hätte ich wohl mit 14 oder 15 die Schule geschmissen… Und hätte mir auch angesichts von Bedrohungen wie Polizei, Heim etc. gesagt: Sollen sie doch kommen… Dann nehme ich es als Herausforderung für gewaltfreien Widerstand bzw. Gewaltfreie Aktion… So aber hat es noch 11 Jahre der Selbstlüge und ’schuldhaften Umwege’ (Schule, Studium…) gedauert, bis ich wirklich anfing, meine Träume ins Leben umzusetzen…
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in Allen!
Öff!Öff!
Jürgen Wagner
Biotopia
Bei Gasthof Gemauerte Mühle
Skalaweg 20
02708 Löbau OT: Kittlitz
(Aus Kittlitz auf Nieskyer Straße kommt nach 500m das Gasthof-Schild am rechten Straßenrand)
Handy: 0176 27 110 248 oder 01626603063
Email: oeffi2004@yahoo.de
www.die-schenker.net
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selbst jesus, du weißt schon, der mann, mit dem du dich ja auch verglichen hast, sprach zu seinen jüngern in gleichnissen. er wollte einfach sicher gehen, verstanden worden zu sein.
also davon bist du meilenweit entfernt. schade eigentlich.
da drängt sich mir der verdacht auf, daß dir das auch gar nicht so wichtig ist?
gruß, d
Ich verwende auch manchmal Gleichnisse… Und könnte es als Hilfe für die Menschen zum Verstehen sicher auch noch stärker kultivieren… Bin halt nur ein unvollkommener Mensch…
Bevorzuge aber meist (ganz bewußt!) ‘Klartext’ im Direktsinne…
Und meine, daß es eine direktere, weniger verdeckte, mehr partnerschaftlich auf gleicher Ebene stehende, sich mehr (ohne ‘Interpretations-Spielräume’) gewaltfrei ‘ausliefernde’, offenere und insbesondere auch (rational) klarere und eindeutigere Ausdrucksform ist… Für mich sollen ‘Gleichnisse’ ergänzend, veranschaulichend wirken für solchen ‘Klartext’, durch den die Menschen glasklar sehen können, was meine Positionen sind…
Und ich sage nicht, daß ich alles am besten mache. Wer die Schenker-Ideale begreift und (im Wesentlichen) richtig findet, kann da neben mir gleichberechtigt in Schenker-Bewegung andere Ausdrucksformen kultivieren…
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Hola ÖffÖff, ich habe gehört, daß Du bei einer Uni-Veranstaltung aufgetreten bist. Würde mich ja interessieren, wer, an welchen Unis, in welchen Fächern, Dich so einlädt, was Du so referierst und wie Du bei der akademischen Jugend so ankommst!!! Gibt’s hier nähere Infos?
Wünsche Dir einen angenehmen Start in den hoffentlich für Dich erträglichen preußischen Winter …
Bis denn
M
Lieber M!
In diesem Jahr wurde ich in der Tat recht oft an Schulen und Unis eingeladen. Zwei Mal sollte ich einen Workshop an Kunst-Unis machen, den ich von mir aus am liebsten immer unter die Überschrift stelle:“Das Leben als Gesamtkunstwert – zur Heilung der Welt!“ (Zugegebenermaßen auch als Provokation, damit die Uni-Menschen sich mehr für verantwortliches ’studium generale’ interessieren statt für scheuklappenmäßiges ‘Geldverdien-Einzelaspekt-Studium’…)
An Unis finde ich z.T. mehr Verständnis für meinen Anspruch, in Zusammenhängen (bzw. gar in versuchtem Gesamtzusammenhang!) zu denken (mit Logik, Stimmigkeit und Folgerichtigkeit…), als an manchen Schulen, wo heutzutage die Schüler ihren inneren ‘Willkür-Konsum-Flickenteppich im Kopf’ viel zu sehr lieb haben, als daß sie sich durch unangenehme Zusammenhangs-Betrachtung ärgern lassen wollen… ((„Ich will aber machen können, was mir Spaß macht!…“) (Ich fand aber auch an Schulen überwiegend sehr starkes Interesse, gefesselte Faszination, Respekt und Bewunderung…)
Und es gibt auch an den Unis genug in meinen Augen zynische ‘Verakademisierungen’, wie z.B. bei einem Dozenten, den ich bei so einem Kunst-Uni-Workshop traf, und der nach kurz ansetzender Kontroverse mit mir verärgert das Weite suchte, weil ich zu seinem Standpunkt, “ ‘Schönheit’ sei als ein anderer, unabhängiger Aspekt streng von ‘Moral’ zu unterscheiden“, meinte, das habe mit den klassischen Vorstellungen von ‘Einheit des Schönen, Wahren und Guten’ so wenig zu tun wie mit einer sinnvollen Idee ’schöner Seelen’, und sei bloß eine Rechtfertigungs-Ideologie für derartige Wissenschaftler, um sich weiter gutbezahlt dem Verkauf von ‘intellektuellem Lametta für die Titanic’ widmen zu können… (Wie auch ein ‘Design’-Student seine Fachrichtung definierte: „Wir sorgen dafür, daß unsinnige Dinge so attraktiv erscheinen, daß sie trotzdem gekauft werden…“ – Ich lud umgekehrt dazu ein, das Sinnvollste (eine wirklich funktionierende zukunftsfähige Lebensweise und Gesellschaft) endlich (gründlich zu erforschen und) auch für die Masse der Gesellschaft so attraktiv wie möglich darzustellen… Ein Professor zeigte sich sogar ansatzweise interessiert und erwägt weitere Kooperation… Mal sehen, ob’s was wird…)
Ich würde gern auch (als möglichst liebenswürdiges ‘enfant terrible’) in Fachbereichen wie Theologie, Philosophie, vergleichenden Religionswissenschaften, Psychologie, Soziologie etc. mich der Diskussion mit den Uni-Menschen stellen… Oder auch in Ökonomie mit den ‘hyperrealistischen’ Akademikern dort kritisch über ihr Bild des ‘Homo ökonomicus’, die Wesensfestschreibung des Egoismus am Menschen (als Weg zum Allgemeinwohl!!!?), diskutieren… Aber die trauen sich wohl kaum zu offenen Diskussionen über solche Fragen… ((Aus verdecktem persönlichem Kontakt mit solchen Akademikern weiß ich ja, wie sehr sie sich ihrer Tabu-Verdrängung solcher Infragestellungen sogar bewußt sind…))
Ich provoziere die Wissenschaft gern, wo ich kann, denn ich halte es für extrem verantwortungslos, wenn gerade der ‘intellektuelle Kopf der Gesellschaft’ sich mit Berufung auf ‘zweckfreie Wissenschaft’ oder -ehrlicher- mit der Verkäuflichkeit von Forschung herausredet, wenn es darum geht, mitzuwirken, um eine zukunftsfähige Welt zu erdenken und zu schaffen…
Seit Jahren fordere ich ja auch die Schaffung einer möglichst objektiven, wissenschaftlichen und integren(!) Instanz, welche sich mit Erforschung und Beurteilung der gesellschaftlichen Grundlagen (Wertebewußtsein, Sozialstrukturen…) beschäftigen würde! Ich nenne es gern ‘Stiftung System-Test’, mit Anspielung auf ‘Stiftung Warentest’ (oder ‘-Ökotest’, damit nicht am Ende die attraktive praktische Plastikverpackung zu ausschlaggebend für die Bewertung ist…): Wir haben wissenschaftlich fundierte Prüfungsinstanzen für die Qualität der Stücke Seife im Supermarkt-Regal, aber für die Grundwerte und (‘familiären’, politischen, wirtschaftlichen) Sozialstrukturen der (‘globalisierten’) Gesellschaft gibt es keine vergleichbare Instanz… Und z.B. der Talkshow-Moderatorin Maischberger fiel als Antwort nur ein, wir hätten ja den Staat (und die Kirchen)… Was ungefähr so objektiv und integer ist, als würde man im Streit der Religionen eine Religion zur objektiven Beurteilerin aller anderen einsetzen wollen…
((‘World Future Councils’ (‘Welt-Zukunfts-Räte’) und ähnliches, wo Wissenschaftler, alternative Nobelpreisträger usw. sich zusammensetzen sollen, könnten in meinen Augen Anfänge sein… Wenn sie sich auch wirklich den wichtigsten (großen) Fragestellungen zuwenden würden, statt sich selbst auch wieder in halbangepaßte Teilaspekte akademisierend zu verstricken und zu verlieren…)) Wir haben in der Gesellschaft ja auch eine Führerschein-Pflicht fürs Autofahren, aber für die Reife als ‘mündiger’ Mensch (=Basis wichtigster Mitwirkung an der Gesellschaft) gibt es nur eine formale Altersgrenze, und auch für Liebesbeziehungen und Familie wird eigentlich nichts bzgl. ‘Reife’ geprüft… Das entspricht ungefähr der Aussage eines meiner selbstgemalten Plakate, womit ich mich als ‘Wahrheits-Pilger’ in den Jahren meines Herumziehens durch Deutschland in die Fußgänger-Zonen gesetzt habe: „Wer weiß, was seine ‘Seele’ ist? — Oder: Wer will es eigentlich wissen?“ ‘Suchtgesellschaft’ halt, in offensichtlichem hohem Maße…
Weshalb ich es ja als eine grundlegende Aufgabe von mir bzw. von Schenker-Bewegung sehe, der Gesellschaft da ihr ‘(Schweige-)Tabu-Mäntelchen’ wegzureißen… Als könnte man darauf bauen, die Welt, die wir im Moment für großteils unsinnigen Massenkonsum verheizen, durch das Einschrauben weiterer Spar-Glühbirnen (oder andere Öko-Technologie) zu heilen…
Wenn wir nicht bereit sind, endlich die Augen aufzumachen und unser ganzes Leben, gerade auch die Grundwerte und Sozialstrukturen, ‘wahrheits-wissenschaftlich’ auf globale Verantwortbarkeit zu überprüfen (- wo Schenker-Bewegung ja dringend rät, mit äußerster Anstrengung so viel wie möglich ‘Konsens-Gesellschaften geschwisterlichen Teilens’ statt Staats- und Geld-Systemen zu entwickeln…-), dann wird es da keine wirkliche Heilung geben… Und wir richten das mit Abstand größte Verbrechen der Menschheits-Geschichte an…(!!!!!!!!!)
In diesem Sinne: Es lebe die Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe!
Revolution oder Tod!
Und ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in allen!
Öff!Öff!
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Lieber Öff!Öff!,
Vielen Dank für Deine E-Mail. Ich stimme Dir in vielen Punkten zu, in manchen aber auch nicht. Es ist wohl wahr, dass in der akademischen Welt eine Menge Zynismus vorherrscht und die Lehre heutzutage nur noch dazu dienen soll, möglichst „fachgerechte“ Menschen abzuliefern, die in Unternehmen möglichst viel arbeiten und möglichst wenig Kosten verursachen. Doch das hängt auch damit zusammen, dass die Leute nicht mehr selbstständig denken wollen – ich nenne es gern: Humboldt ist endgültig tot. Die Ökonomisierung unseres Lebens macht vor der Wissenschaft nicht halt – es zählen nicht mehr Leistungen, sondern Erfolg. Obwohl keiner so recht weiß, wie man das überhaupt definiert, bspw. in den Sozialwissenschaften. So breiten sich Zitierkartelle und Opportunisten, die nur auf Forschungsgelder der öffentlichen oder privaten Hand aus sind, um sich damit in die „Annalen“ einzutragen, langsam, aber sicher aus…. Es ist furchtbar. In Deiner E-Mail erkenne ich die Beschreibung des, wie ich es nenne, Grundproblems der Menschheit: Wir haben die Lösungen für unsere Probleme schon längst – es gibt viele unterschiedliche Ansätze (man denke an die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Kommunismus und den in Gütergemeinschaft lebenden ersten Christen). Doch keiner hat es je geschafft, die Menschen dazu zu motivieren, die Lösungen anzuwenden. Daran kranken wir. Wahrheit auf Erden ist subjektiv. Und wir haben uns unsere Freiheit hart erkämpft. Wir haben erkannt, dass wir unsere Probleme nicht durch Zwang zu einer Einigung lösen können. Nun haben wir das Problem, das wir uns nicht auf die richtigen Wege einigen können oder wollen. Wir laufen den ganzen Tag vor uns selbst davon. Du predigst Verzicht, was in allen Religionen zu finden ist. Du predigst Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit in unserer Welt. In meiner Arbeit habe ich erkannt, dass es keine Teleologie oder Ontologie des Humanismus, der Vernunft, der Freundlichkeit oder sonst irgendeiner „netten“ bzw. „schwesterlichen“ Art und Weise zu leben gibt und wahrscheinlich auch nicht geben kann – auf Erden. Für mich ist damit die Aufklärung schon gescheitert, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Und – möge der Herr mir vergeben – auch Religionen beziehen sich auf eine Wahrheit, die nur subjektiv nachvollziehbar ist – ihr Reiz ist aber vor allem darin zu sehen, dass sie objektiv nicht widerlegbar sind. Und sie geben Hoffnung etc….
Bist du weg, bleibt mehr für mich – das ist eine Teleologie oder Ontologie des Seins. Für dieses anscheinend unüberwindbare Problem der Subjektivität der Wahrheit kann es keine allgemeingültigen Regeln geben. Doch wir wissen, dass wir Sie dennoch brauchen, und wir wissen, wenn wir nicht wenigstens ein paar bald finden, wird die Zeit knapp, wenn es nicht sowieso schon zu spät ist. Ich hatte in den letzten Tagen eine Erleuchtung, die alle diese Probleme aufzulösen scheint. Doch wer weiß, wo sie herkommt, anscheinend hat sie dem Herrn nicht sonderlich gefallen… Wir werden sehen, ich werde dazu auf alle Fälle etwas schreiben. The fight must go on! Wir sehen uns sicher bald einmal. Ich wünsche Dir Frieden, Ruhe und Wärme und grüße Dein göttliches Licht!
M
Lieber M!
Schön, wenn Menschen aus der ‘Universitäts-Welt’ sich etwas auf eine Auseinandersetzung einlassen, was ‘universales’ bzw. ‘globales’ Denken bedeuten könnte…
Ja, die moderne ‘exakte Wissenschaft’ hat eindeutig eine ‘Unverhältnismäßigkeit’:
Sie kann zwar viele beweisbare materialistische Ergebnisse produzieren, aber im spirituellen, moralischen, psychischen und sozialen Bereich erweckt sie ziemlich den Eindruck, angesichts fehlender ‘beweisbarer’ Grundlagen sei Willkür berechtigt, oder ist so ‘eng’ und ‘eingeschränkt’ in den als ausreichend ‘wissenschaftlich’ betrachteten Forschungen (‘behavioristische Psychologie’, ‘Funktionsforschung am homo oeconomicus unter kapitalistischen Voraussetzungen‘…), daß da für ‘ganzheitliches Leben’ wenig mit anzufangen ist — bzw. viel damit anzufangen ist für losgelöste Geld-Interessen…
Positiv ist daran in der Tat, daß auf diese Weise nicht mehr religiöse oder philosophische Ideologien (außer dem Kapitalismus!) die Menschen so einfach unterjochen können wie früher, und viel Individualismus, Subjektivität, Glaubens- und Meinungs-Freiheit, Toleranz etc. gepredigt wird… Negativ ist, daß Subjektivität und Individualismus sich viel zu wenig als Weg verstehen, um zu notwendigen gemeinsamen Einigungen zu kommen (- Einigung auf Basis von (individueller) Einsicht und Freiwilligkeit! -), sondern sich zu ‘Willkür-(und Sucht-)Freiheit’ verselbständigen!!!
Und Du hast auch Recht: Echte grundlegende Einigung ist aber ‘lebenslogisch’ unbedingt erforderlich, wenn wir nicht großen Schaden anrichten oder gar die Welt ‘verheizen’ wollen! Und viele Einigungs-Inhalte ’schreien uns geradezu an’ und müssen suchtmäßig verdrängt werden (- wie die Logik liebevollen Teilens, die im Kommunismus ebenso wie im Christentum und an vielen anderen Stellen, auch in allen funktionierenden Liebes- und Familien-Beziehungen, vorhanden ist…-)… Wir bräuchten eine unterstützende, lebens- und verantwortungs-orientierte Philosophie oder Rationalität (- statt bloßer ‘Werkzeug-Rationalität’ -), die da pragmatisch, im Sinne problemlösenden Denkens, mitwirkt… Dieser Aufgabenstellung (- einen vertretbaren vernünftigen Sinn-Zusammenhang im Ganzen zu entwerfen -) entzieht sich die Wissenschaft, und betreibt dadurch Kumpanei mit dem weltweiten kapitalistischen Verbrechen!!!
Aber ich bitte Dich: Es wäre doch sehr schön, wenn die Wissenschaftler sich dann nun aus dieser Aufgabe auch nicht wieder herausreden mit ‘fehlender Ontologie oder Teleologie’ — oder noch nicht ausreichend funktionsfähigen ‘Offenbarungs- und Erleuchtungs-Ansätzen’… Dann könnte man auch gleich in einen Esoterik-Buchladen gehen… Das ‘ach so tiefe Sein und seine Zweck-Gesetze’, das ‘Jenseits’ und natürlich auch die ‘Schlafzimmer’ waren doch schon seit Jahrtausenden beliebte Ersatzbeschäftigungen für eine nüchtern lebenshelfende Erkenntnissuche (und haben Jesus ebenso wie Sokrates dadurch verraten…)…
Ich erdreiste mich zu behaupten, daß der ‘Kleinste Nötige Einigungs-Nenner’-Ansatz von Schenker-Bewegung (und seine vorgeschlagene inhaltliche Füllung) da erheblich weiterführend ist… Und bitte um wissenschaftlichen Diskurs!
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in Dir!
Öff!Öff!
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Verfolgen Sie das Weltgeschehen, oder geht das alles an Ihnen vorbei?
Wenn es auf mich zukommt, z.B. in Form von Tageszeitungen, die ich im Altpapier finde, dann werfe ich auch mal einen oberflächlichen Blick auf das äußere Weltgeschehen. Ansonsten aber interessieren mich weniger die äußerlich symptomatischen Details einer grundstrukturell verkehrt angelegten Entwicklung, sondern mehr die Beschäftigung mit den tiefen Wurzeln und einem daraus möglichen strukturell gesunden Wachstum… Statt Flut der Alltags-(Polit-)News interessieren mich also mehr die ‘ewigen Wahrheiten’, wie etwa, daß die Menschen ausreichend lernen müssen, vernünftig und liebevoll zusammenzuleben, wenn es eine verantwortliche Entwicklung in der Welt geben können soll…
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Sie leben jetzt seit Jahren als Aussteiger. Wie kam es zu dieser Entscheidung, so was entscheidet man ja nicht von heute auf morgen, oder doch?
Dazu möchte ich verweisen auf die schon erwähnte ‘Vor-Schenker-Biographie’…
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Wie reagierte ihr soziales Umfeld auf Ihren Entschluss?
Auch das ist in dieser ‘Vor-Schenker-Biographie’ beschrieben…
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Sie verzichten ja auf alle Gebrauchsgegenstände? ( Bis auf Handy und Laptop, wieso sind die beiden Gegenstände ausgeschlossen?)
Ich verzichte keineswegs auf alle ‘Gebrauchsgegenstände’… Auch der Faustkeil der Neandertaler war ja bereits ein Gebrauchsgegenstand… Ich versuche, so einfach, bescheiden und unabhängig (von Verstrickung in Unrecht bzw. Unrechts-Strukturen!) wie möglich zu leben… Sozusagen: Auf das verzichten, was falsche Abhängigkeit bedeutet… Was der Liebe und globaler Verantwortlichkeit entsprechen kann, ist dann ja ok… Also nichts verwenden, was ich nicht durch ‘Austausch von Geschenken im direkten Umgang mit anderen Menschen’, in Form von ‘weggeworfenen Resten’ oder direkt aus der Natur bekommen kann… Angesichts der Tatsache, daß auch die Geschenke und Reste im Hintergrund noch Unrechts-Strukturen wirken haben (- was anfangs sogar ein Vorteil sein kann, weil man ja in die Auseinandersetzung mit diesen falschen Strukturen gehen will, um sie umzufunktionieren bzw. zu transformieren (gemäß den richtigen Maßstäben, also alles von Gier,Gewalt und Kauf zu schenkender Liebe umzuwandeln…) -), ist der Endzustand natürlich dann das ganzheitliche Naturleben… Warum dabei, für ‘revolutionäre Effizienz’ oder auch allein für eine möglichst intensive spirituelle Entwicklung, sich nicht ein Vorbild nehmen an Diogenes, der, als er einen Hund direkt mit der Schnauze im Fluß trinken sah, seinen Trinknapf weggeworfen haben soll…?… Möglichst viel Einfachst-Survival… Aber das mag man (- auch unter gleichberechtigten ‘Schenkern’ -) z.T. unterschiedlich sehen…
Bzgl. der Ausnahme des Handys und Notebooks möchte ich auf den Anhang zum ‘Blick-Chat’ im Schenker-Blog verweisen, wo ich dazu ausführlich Stellung bezogen habe…
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Hallo !
Dafür, daß Ihr ohne Strom lebt, tummelt Ihr Euch mit Eurer hirnrissigen
Weltanschauung ganz gut im Internet.
Laßt Ihr Euch das auch noch spenden ?
MfG S
Lieber S!
Ja, auch die Internet-Mitwirkungs-Möglichkeiten lasse ich mir spenden…
Ich möchte an meinem Beispiel insbesondere zeigen, was alles möglich sein kann, wenn die Menschen sich beschenken statt egoistischer Geld-Abrechnerei…
Das Einander-Beschenken der Menschen ist ja der Kernanspruch von ‘Schenker-Bewegung’; einfaches Leben und Naturrückkehr sind daneben begleitende Elemente, die gerade durch solches Schenken unter Menschen und dadurch ermöglichte Entscheidungsfindung gemäß Vernunft und Allgemeinwohl erst wirklich effektiv möglich werden… ((Die Welt oder Natur am Menschen (und seinen Durchsetzungs- und Entscheidungs-Strukturen, der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Frage!) vorbei retten zu wollen, indem man sich auf irgendein ökologisches Einzelthema konzentriert oder gar sich in irgendeine ‘Öko-Nische’ zurückzieht, ist m.E. vergleichbar damit, bei einem großen Schiff ins Wasser zu springen und (vielleicht) von der Seite dagegen zu drücken, statt zum Steuerruder zu gehen… Oder – was ja eher der Realität der Öko-Aktivisten entspricht -, man engagiert sich für Verzicht auf Einweg-Geschirr oder für Topfblumen an den Kabinenfenstern, während alle auf der Titanic in die falsche Richtung weiterfahren und diese Grundrichtung auch gar nicht ehrlich ändern wollen…))
Genaueres an Argumenten zu dieser und vielen anderen Fragen steht auf www.die-schenker.net, u.a. im ‘Schenker-Blog’, in den ich immer mal wieder selbst auch Texte hineinstelle…
Mit freundlichem Gruß,
Öff!Öff!
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Danke für die Beantwortung meiner E-Mail.
Daß man zeigen will, wie weit man durch Schenken kommt, ist ja eine Sache, gegen die natürlich auch nichts einzuwenden ist.
Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie mißverstanden habe, aber es erweckt sich auf Ihrer Homepage der Eindruck, daß Sie wollen, daß alle Menschen den von Ihnen betriebenen Lebensstil übernehmen sollen.
Und genau das wäre ja gar nicht mehr möglich!!!
Der Wald kann längst nicht mehr alle Menschen ernähren, und die Zeit schreitet eben nunmal nur immer voran!
Warum sollte man mühsame Erfindungen und Errungenschaften, wie Heizung usw., meiden und wieder in den Wald zurück gehen ?
Jeder einzelne kann das natürlich für sich entscheiden und auch tun, aber als Gemeinschaft ist dies beim besten Willen nicht mehr möglich und auch nicht mehr sinnvoll.
Naturheilmittel sind für im Grunde gesunde Menschen selbstverständlich besser, als chemische.
Ich aber leide an einer Krankheit, bei der ich auf Medikamente dringend angewiesen bin und da kann man mit Naturheilmitteln leider nichts mehr machen.
Eigentlich soll ich operiert werden, aber das lehne ich ab.
Was ich sagen möchte, ist, daß man die technischen Errungenschaften schon nutzen und ehren soll, aber sich auch auf die Wurzeln (Natur) besinnen sollte.
Mit freundlichen Grüßen
S
Lieber S!
Ich will nicht, daß alle Menschen für alle Zeiten die äußeren Einzelheiten meines alternativen Lebensbeispiels abkupfern. Insbesondere meine Radikalität bzw. manche ‘extremistischen’ Verhaltensweisen von mir (z.B. im Winter nicht heizen, Zähne selbst mit Kombizange und Seitenschneider zerlegen usw.) sind ‘nur’ als ‘Aufwecksignal’ gedacht, gegen die gedankenlose Maßlosigkeit der Menschheit um mich herum, und könnten, sofern die Menschen sich ändern, einem (gemeinsam herauszufindenden) anderen ‘richtigen, gesunden Maß’ für alle weichen…
Ich kann es wohl kaum oft genug wiederholen: Was alle Menschen aus Schenker-Sicht auf alle Fälle teilen sollten, ist der ‘Kleinste Nötige Einigungs-Nenner (für eine global verantwortliche Entwicklung)’: daß Vernunft und Liebe wieder zu den bestimmenden Maßstäben der Menschheits-Entwicklung werden müssen bzw. unter Menschen so sehr (schenkende) Liebe bzw. gewaltfreies Teilen verwirklicht werden muß, daß ‘Argumente (und Allgemeinwohl) statt Fäusten’ zählen…
Ist diese alternative Lebens-Grundlage (- im Kern sozusagen ein ‘alternativer Entscheidungs-Mechanismus’ -) erreicht, können die Menschen auf diese Weise alle möglichen (Einzel-)Fragen im ‘Fundierten Konsens’ gemeinsam bestmöglich entscheiden… Weshalb es anmaßend und verkehrt wäre, wenn man(ich) am Anfang mehr an Ideologie (oder Einigungs-Nenner-Inhalten) festlegen wollte…
Jedoch möchte ich gegen voreilige Unmöglichkeits-Behauptungen entschieden festhalten: Wir Menschen können und müssen unsere kulturellen Erfindungen und Entwicklungen als unserer Verantwortlichkeit unterstellt betrachten – und Falsches oder Unverantwortliches auch zu korrigieren oder notfalls sogar wieder abzuschaffen bereit sein! Die Zeit schreitet zwar immer unumkehrbar voran, aber ‘Uhren (und andere Technik etc.) lassen sich zurückdrehen’! Und Verantwortung muß so über allem stehen, daß der Mensch nicht nur sein ‘Wohlstands-Niveau’, sondern sogar sein Leben zu opfern bereit sein müßte, wenn es aus Liebe und Verantwortung geboten wäre!
Wäre es also aus globaler Verantwortlichkeit geboten, in die Wälder oder in die (Neandertaler-)Höhlen zurückzugehen — dann müßte die Menschheit dazu bereit sein! (Anders zu denken, bedeutet m.E. sofort, sich zu einem unverantwortlichen Menschen zu degradieren…) Und möglich ist das dann auch auf alle Fälle: Abgesehen von den Versorgungsmöglichkeiten der Natur (was ich hier im Blog an anderer Stelle etwas analysiert habe), müßte zur Not halt eine freiwillige vernünftige Geburten-Planung mit einsetzen… Wir haben nicht die (Vermehrungs-)Zahl der Menschen als unantastbare ‘Fixgröße’ zu betrachten, so daß sich der Grad der Verantwortbarkeit unserer Lebensformen unterzuordnen hätte, sondern umgekehrt muß die Frage, was solide verantwortliche Lebensweise ist, als unantastbare Fixgröße anerkannt werden, der sich alles andere, auch die Zahl der Menschen auf diesem Planeten, unterzuordnen hat…
Ich glaube, daß weitgehend vegetarische Wild-Rohkost und Naturheilverfahren die beste Gesundheitsversorgung sind… Aber was an (Gesundheits-)Technik in der Welt der Zukunft von den verantwortlichen Zukunfts-Menschen als vertretbar beurteilt wird, das kann und darf ich wohl nicht irgendwie vorentscheiden. Daß ich der modernen Technik nicht jeden Raum bestreite, kann man ja schon daran ersehen, daß ich moderne Kommunikations-Technik verwende, und auch immer wieder sage, daß ich mir die Zukunftswelt als ‘Lehmhüttendörfer mit Computer’ vorstellen kann…
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Wann fängt für Sie Überfluss an?
‘Überfluß’ meint nicht Notwendiges oder Sinnvolles…
Jetzt in der Phase der ‘revolutionären Transformation’ ist darunter wohl sehr viel zu verstehen, da der gewaltfreie Aktivist versuchen wird, einen extremen Gegenpol, ein radikales ‘Aufweck-Signal’ gegenüber der Gier-, Gewalt- und Konkurrenz-Bereitschaft der umgebenden Gesellschaft darzustellen… (Einzelheiten dem Gewissens-Ermessen der einzelnen Aktivisten bzw. Schenker überlassend…)
Wenn die ‘Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe’ geschafft wäre (- ich bin mir des Utopischen daran voll bewußt, glaube aber, daß man sich trotzdem mit ganzer Kraft darum bemühen muß…-), dann wird ‘rechtes Maß’ oder ‘Überfluß’ wohl daran zu bemessen sein, was eine gute Balance zwischen der Zahl der Menschen, die in der uns verfügbaren Welt leben können, und einer akzeptablen Lebensqualität dieser Menschen darstellt… (Wobei es aus spirituellen Gründen durchaus wohl immer einen Sinn haben kann, zum mögllichst Vereinfachten, Wesentlichen, Innerlichen hinzutendieren…)
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Hallo Öff Öff,ich heiße M und kenne dich durch Medien und Hörensagen schon sehr
lange. Mich hat es lange nicht interessiert, bis ich dich in TV TOTAL gesehen habe. Leider hat dich Stefan da nicht so ernst genommen.
Wie dem auch sei, seitdem habe ich sehr viel über deine Meinungen,
Philosophien usw. nachgedacht und auch mit Freunden diskutiert. Wir sind eine kleine Gruppe, die sich sehr damit beschäftigen, wie das „System“ funktioniert, bzw. wie es sollte, oder auch nicht.
Auf diese einfache Lebensweise sind wir/ ich mehr oder weniger durch
dich aufmerksam geworden, und ich habe mittlerweile eine unbändige
Neugier entwickelt.
Mich würde sehr interessieren, wie oft du unterwegs bist und wohin dich
deine Wege führen. Überregional? Und wie schaffst du es, den kalten
Winter unbeheizt zu überstehen? Was isst du, wenn es geschneit hat?
Ja, das sind viele Fragen =)
Wir möchte gern etwas ändern, den Menschen zeigen, das man nicht in eine Richtung schwimmen muss, sondern seinen eigenen Weg gehen kann. Ohne Habgier und Luxus.
Bis jetzt führen sich alle auf wie Parasiten.
Ok, das war es erstmal, ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Bis dahin
Gruß M
Lieber M!
Kann leider nur kurz und knapp antworten, da all die Vielen, die über uns diskutieren oder sogar aus der Ferne bewundernd mit den Taschentüchern winken, leider kaum für praktisches Unterstützungswirken ‘aus dem Quark bzw. aus dem Busch kommen’… (Geht ja auch mit kleinsten Schritten, durch Mitarbeit in gemeinnützigen Vereinen, ‘Büro-Mitarbeit’, Mitleben als Noch-Bürgerliche in Projekten…)So bin ich schon mit der Büro-Arbeit überfordert, sind sehr wertvolle Projekte (wie das ‘Haus der Gastfreundschaft’ mit seiner bedingungslosen Aufnahme von Menschen…) ziemlich verwaist, können wir z.T. uns geschenkt angebotene Projekte (Häuser und Grundstücke…) nicht einmal annehmen, weil zu wenig Schenker-Mitwirkende da sind bzw. eben zu wenig Leute aus dem bürgerlichen Quark kommen, und wenn’s nur für Mitwirkung in zweiter, dritter oder vierter Reihe wäre…Deine konkreten Fragen zu meinem Leben habe ich deshalb kurzerhand in das Schenker-Blog auf www.die-schenker.net eingetragen und sie da beantwortet ((hier hinten drangehängt!)), damit ich künftig immer weniger (Einmaleins-)Fragen immer wieder beantworten muß, sondern die Leute auf die web-Texte verweisen kann… Es ist sonst einfach alles überfordernd… Ich arbeite jetzt schon oft bis 3 Uhr morgens… Und habe eigentlich keine ‘Freizeit’…Also auch an Dich die Bitte: Zieh so viel wie möglich an Infos aus dem Web… Und komm zu mir nur mit dem, was darüber hinausgeht… An Fragen oder Bereitschaft zu Mit-Engagement…Ich wäre natürlich selig, wenn bei Dir/Euch wirklich was an (praktischer) Bereitschaft rauskommen könnte… Bist auch immer herzlich gern zu Besuch eingeladen…
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in Dir,
Öff!Öff!
Zu den konkreten Fragen:
Mich würde sehr interessieren, wie oft du unterwegs bist und wohin dich
deine Wege führen. Überregional? Und wie schaffst du es, den kalten
Winter unbeheizt zu überstehen? Was isst du, wenn es geschneit hat?
Ja, das sind viele Fragen =)
Wie oft ich unterwegs bin, ist nicht allgemein zu beantworten, hängt vom Bedarf ab: Veranstaltungen, zu denen ich eingeladen bin…; Medien-Termine…; oder auch prinzipiell, um das ‘Pilgern’ als unsere ‘erste’ Lebensform zu pflegen… Siehe den ‘Allgemeinen Vorstellungs-Text von Schenker-Bewegung’… Unsere 3 Lebensformen haben ja so etwas wie eine innere Logik: Pilgern als Erstes, weil das falsche Bewußtsein der Menschen der entscheidende Schlüssel für die Weltprobleme und eine eventuelle Lösung ist — weshalb auch Buddha, Jesus und Franziskus nichts anderes als Pilgern/’bettelndes Wanderprediger-Dasein’ gemacht haben…; Sozial-Projekte (‘Armen-Familien’) wie unser ‘Haus der Gastfreundschaft’ als Zweites, weil man, wenn man den Menschen auf der Straße viel von Gewaltfreiheit und Teilen als Lösungs-Ansatz erzählt, sich dann dort, wo man seßhafte Gemeinschaft bildet, an diesen Kernansprüchen auch bewähren muß: Gewaltfreiheit auch gegenüber schwierigsten bzw. aggressiven Menschen, und Teilen mit den Ärmsten…; Natur- oder Selbstversorgungs-Projekte (‘Natur- oder Wald-Familien’) als Drittes, weil man nach der Beschäftigung mit den Problemen (Bewußtseins- und sozialen Problemen) auch mal ein ‘Modell bzw. Keimling des gesunden Endzustands’ vormachen sollte (mit Schenker-Werte-Bewußtsein als gemeinsamer Basis, ‘Fundiertem Konsens’ als Entscheidungs-Struktur, geschwisterlichem Teilen, echter Natur-Integration etc.)…
Prinzipiell bin ich bereit, überregional unterwegs zu sein. Immerhin streben wir ja eine ‘Gewaltfreie Weltrevolution der Vernunft und Liebe’ an… Bin in diesem Jahr immerhin schon etwas nach Schweiz und Österreich ‘rumgereicht’ worden…
Hab mich auch schon mal in Frankreich und Portugal in alternativen Gemeinschaften rumgetrieben, da Kontakte aufgebaut… Aber erstmal in Deutschland zu versuchen, eine alternative (’strukturrevolutionäre’!) Bewegung aufzubauen, ist m.E. recht sinnvoll: Deutschland zählt mit zu den reichsten und mächtigsten Nationen der Welt, es gibt hier weniger als in vielen anderen Ländern strukturelle Alternativ-Bewegungen… Und wenn es dann noch mein Geburts-Land (Muttersprache etc.) ist, dann sind das sinnvolle Gründe…
Wie ich es schaffe, Winter unbeheizt zu überstehen? … Erstmal: Ich heize dann nicht selbst ein, bin bereit, für mich darauf zu verzichten… Bin aber doch zeitweilig in Räumen, die andere heizen… Kann aber selbst ohne Heiz-Wärme auskommen, weil ich ‘anderes gewöhnt’ bin: Durch jahrelanges Rumziehen als Pilger auf der Straße, ohne Zuhause… Oft mehrere Tage in Folge tagsüber mit Plakat bei minus 15 Grad in Fußgängerzonen gesessen, nachts bei minus 20 Grad irgendwo am Waldrand im Laub mein ‘Schlaf-Nest’ gebaut usw… Nun bin ich so abgehärtet, daß ich es meist als vermeidbaren Aufwand an Zeit und Holz betrachte, den Ofen anzumachen… Ein Pullover mehr oder eine Decke über den Schoß tut es auch… Oder ich heize mir ein, indem ich Holz hacke, statt es zu verbrennen…
Ich bin aber nicht prinzipiell gegen Heizen. Mache meinen Extremismus jetzt als ‘Aufwecksignal’ gegen die Maßlosigkeit meiner Mitmenschen… Gesundes Maß der ‘Zukunftswelt’ können wohl beheizte Gemeinschaftsräume sein… Müssen die ‘Zukunftsmenschen’ im ‘Fundierten Konsens’ ausloten, kann und darf ich nicht vorgeben…
Was ich esse, wenn es geschneit hat?… Also man kann und sollte schon Vorräte für den Winter sammeln: Äpfel, Nüsse, Wurzeln, eventuell auch getrocknete Kräuter usw… Manche Kräuter und Kleingetier findet man auch im Winter, zum Teil auch noch unterm Schnee (z.B. Vogelmiere)… Und ich bekomme zum Teil ja auch noch ‘Reste’ dazu, was Geschäfte wegschmeißen, und einen Teil an Geschenken… Wenn die Winter relativ mild sind, wächst die Brennnessel durchgehend… Usw…
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Noch ne frage: Woher bekommt ihr holz zum heizen? (und/oder kochen)
Wir (meine mutter und mein vater und ich) holen uns das holz immer vom fluss, wenn hochwasser ist, sammelt sich da immer viel holz, damit machen wir warmwasser und heizen unsern kachelofen. Das holz am fluss gehört niemanden und darum darf sich jeder bedienen.
Und wenn du/ihr nicht heizt, welche temperaturen habt ihr an euren schlafplätzen?
Und: Kannst mir bitte einen (oder mehrere) typischen speiseplan von dir sagen?
Holz zum Heizen bekommen wir entweder als ‘Rest-Holz’ (von Container-Plätzen etc.), wobei aber darauf zu achten ist, daß man dann keine unökologischen Substanzen am Holz mitverbrennt, oder aus der Natur. Wenn aus der Natur, dann muß die Nachhaltigkeit gewährleistet sein, also daß das Verbrauchte auch wieder gut nachwachsen kann, auch eine ökologisch wertvolle Menge Totholz im Wald bleibt usw… (Holz aus einem Fluß zu sammeln, ist natürlich eine sehr günstige und ‘legale’ Weise…) Als ‘Gegen-Aufweck-Signal’ gegen die Maßlosigkeit meiner Umwelt verzichte ich für mich persönlich insgesamt aufs Heizen… In einer ‘idealistischen Schenker-Stammes-Gemeinschaft’ könnten m.E. beheizte Gemeinschaftsräume ausreichen… Aber solche Details müssen die dort lebenden Menschen gemäß ihrem Gewissen beantworten, kann ich nicht vorgeben…
An meinen unbeheizten Schlafplätzen z.B. in einem Erdloch habe ich kellerartige Temperaturen, was sich durch Aufenthalt darin (Körperwärme, Kerze etc.) noch ein bißchen erhöht… Wie in einem Keller möchte ich auf jeden Fall zu starken Frost, der z.B. auch Apfel-Vorräte kaputtmachen würde, raushalten… Für meinen ‘Aufenthaltskomfort’ bin ich eigentlich nicht sehr empfindlich, da geht auch Frost; dann halt mit mehr Kleidung oder Decken… Ich erinnere mich auch an meine Kindheit und Jugend in einer normalen Innenstadt-Miet-Wohnung im Ruhrgebiet: Da haben wir nachts auch nicht geheizt, sondern sogar normalerweise noch die Fenster aufgemacht… Und haben uns entsprechend unter Decken gekuschelt… Ist also vielleicht alles gar nicht so sehr sehr schrecklich ungewöhnlich oder unerträglich…
Wenn ich mit anderen (z.B. geliebten Frauen) in so einem Erdloch wohne, dann kann es da natürlich auch einen beheizten Gemeinschaftsraum geben…
Und wenn mich Menschen in irgendwelchen Schenker- oder Schenker-Verbündeten-Projekten besuchen möchten: Auch im Winter findet sich normalerweise überall die Möglichkeit eines beheizten Gemeinschaftsraums… (In manchen Projekten sind sogar ‘normal beheizbare Wohnungen’ möglich…)
Einen ‘normalen’ Speiseplan kann ich Dir nur schwer beschreiben, da meine Lebensweise, die mich zwischen ‘Pilgern’ und verschiedenen Lebensformen und Projekten hin- und herwerfen kann, und die unberechenbare Lage, was man vielleicht an ‘Resten’ und ‘Geschenken’ bekommt, viel Unberechenbarkeit erzeugt… Aber zur Zeit hier in den (angestrebten) Selbstversorgungsprojekten in Sachsen esse ich morgens selbstgesammeltes Obst mit Kräutern dazu (Brennesseln…), und nachmittags und abends Salate aus Gesammeltem und ‘Resten’, zwischendurch auch mal ein rohes Ei… (Und gelegentlich ‘kleine Ausnahmen’, gerade wenn ich speziell eingeladen werde…)
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Eine Frage-Mail von E, mit zwischengesetzten Antworten von Öff!Öff!:
Hallo liebe Schenker,
ich habe von Euch einiges in den Medien gesehen und bin ein recht
neugieriger Mensch. Ich bin beeindruckt von euren Idealen, aber ich bin
auch ehrlich und sage, ich könnte so nicht leben, nein ich würde sogar
sagen, so möchte ich es auch nicht.
Aber ich würde/werde euch nicht verurteilen nur weil Ihr euch für eine
andere Lebensweise entschieden habt als ich.
((Liebe E, ich bin immer sehr direkt: Deine Anfangsaussagen klingen etwas wie: Da sind beeindruckende Ideale, die ich aber nicht leben kann, besser gesagt: nicht leben will… Menschen, die sich dafür entscheiden, diese Ideale zu leben, können aber beruhigt sein: Ich werde sie fürs Leben der Ideale nicht verurteilen… — Zum Vergleich: Das Kreuz ist ein beeindruckendes Ideal. Wenn ich nicht bereit bin, es zu tragen, können die, die es zu tragen bereit sind, froh sein, wenn ich sie nicht dafür verurteile… Merkst Du, was für psychologische Mechanismen da wirken?… Prüf mal in Dir… Für konsequente Menschen besteht in dieser Welt leider immer die Gefahr, daß nicht nur ihre direkten ‘Feinde’ auf sie losgehen können, sondern auch ‘angefressene’ inkonsequente ‘Mitidealisten’…))
Wie erwähnt ich bin sehr neugierig und habe einige Fragen.
Als da wären:Was macht ihr, wenn Ihr wirklich Krank werdet, ich meine richtig Krank,
Blinddarm oder Lungenentzündung?
Ihr seid ja nicht versichert, ich weis das die Mediziner den
Hypokratischen Eid geleistet haben aber ganz ehrlich, der bedeutet doch
heute gar nichts mehr.
Oder wenn ihr ganz dolle Zahnschmerzen bekommt, ich habe im TV gesehen
wie sich Öff!Öff! selbst mit einer Zange einen Teil eines Zahns selbst
gezogen hatte (das tat mir ja beim hinsehen schon weh),
aber was macht Ihr wenn das auch nicht hilft, oder sich entzündet oder
es gar zu einer Blutvergiftung kommt???
Mittlerweile weiß ich, wie man durch gesunde Ernährung und Lebensweise wohl allerhand tun kann, um Krankheiten wie Blinddarmentzündung zu vermeiden oder zu heilen… Kenne ein bißchen ‘Survival-Medizin’ usw… Wir haben auch einen Arzt mit Schwerpunkt Naturheilverfahren in einer unserer Projekt-Gemeinschaften… Und kennen ein paar Ärzte, die auch geschenkt helfen… Versuchen, alternative ‘Solidarnetze’ zu schaffen… Und haben ‘Schenker-Verbündeten-Vereine’, die in absoluten Notsituationen wohl versuchen würden, für so was wie eine Notfall-Behandlung im Krankenhaus das Geld zusammenzukratzen…
Wenn ja, gehen die zur Schule?
Und was macht Ihr oder sagt Ihr ihnen wenn sie aufgrund Ihres äusseren
Erscheinugsbildes gehänselt oder gar geschlagen werden?
Wisst Ihr, wir reden hier von Kindern und ich denke das Kinder diese
Ideologie nicht verstehen werden, die Kinder der Schenker, werden es
bestimmt verstehen, zumindest schneller, sie wachsen ja damit auf, aber
die andern nicht und leider ist in der heutigen Zeit das Äussere
Erscheinungsbild am wichitgsten (Traurig aber wahr).
Würdet Ihr trotzdem Euren Kindern (ich weis nicht wie ich es anders
ausdrücken soll, aber glaubt mir das soll nicht vorwurfsvoll gemeint
sein) dieses weiterhin zumuten oder würdet Ihr sagen, ok, wir passen
euch ein bisschen vom Erscheinungsbild an, damit Ihr solchen Tortouren
nicht mehr ausgsetzt seid???
Selbst die Amish (die wie ich finde mit eurer Gemeinschaft einige
Ähnlichkeiten haben) konsumieren Tabak.
Ihr ernährt euch rein Vegetarisch?
Wozu gehören denn Ameisen? (ich weis das das Insekten sind, aber es sind
Tiere)
Denn in einem Beitrag hatte Öff!Öff! die gegessen, oh und wie schmecken
die???
Habt Ihr keine Angst vor eurer Zukunft?
Ihr nennt euch ja (in einem weiteren Beitrag) Jäger und Sammler, was
aber, wenn Ihr zu krank oder zu Alt dafür seid und es keine jüngeren
Anhänger/Mitglieder mehr gibt?
Wenn die Menschen ihre Intelligenz nicht so sehr zum Ausdenken von Hinderungsgründen, Gefahren und ‘Unmöglichkeiten’ verwenden würden, sondern zum kreativen Überlegen, wie wir das notwendige Gute lebbar machen können — dann hätten wir es wohl schon…
vielleicht seid Ihr doch ein wenig zu radikal, genauso wie die „normale
Gesellschaft“ zu radikal in Sachen verschwendung ist!
Wir sind eine Wegwerfgesellschaft geworden, leider.
Aber ich denke, wenn beide Seiten aufeinander zugehen, wäre das ein
Prima Lebenstil, ein gesünderer für beide Seiten und es würde für die
Gesellschaft nicht so abschreckend und Verrückt wirken.
jeden was zu bieten hat, das hatte auch Buddha entdeckt!
Nein ich bin keine Buddhistin, ich gehöre zu den Evangelisten (falls das
Interessiert) aber für jede Art der Religionen offen, ich halte nicht
immer alles für richtig, aber man sollte sich doch wenigstens ersteinmal
mit einem Thema auseinander setzen bevor man gänzlich sagt, hey, das ist
scheisse! (entschuldigung)
Viele liebe Grüße E
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Wenn Sie Menschen von Ihrem Lebenswandel erzählen, ernten Sie dann eher Gelächter oder wie sind die Reaktionen?
Ich denke, daß ich im Gespräch mit anderen Menschen meist sehr schnell eine argumentative Kraft erzeuge, die diese Menschen eher betroffen oder vorsichtig oder auch ernsthaft und rational macht… Ich habe auch genug Selbstbewußtsein (und ‘unnötige schuldhafte bürgerliche Bildungs-Umwege’), um fundiert behaupten zu können, daß mein Standpunkt weitgehend dem von Buddha, Jesus, Franziskus und Gandhi entspricht… Habe ja ein abgeschlossenes Theologie-Studium mit Zusatzstudien in Philosophie, Psychologie, vergleichender Religionswissenschaft… Und habe am Ende meines Studiums ein 200-Seiten-Buch über Mahatma Gandhi geschrieben… Und habe viel Humor… Ich freue mich immer, wenn die Menschen mal lachen können… Hoffentlich treffen sie die Pointen… Und können unverkrampft lachen…
Über 95 Prozent der Menschen reagieren übrigens nach meiner Erfahrung sehr ähnlich: ‘Ach ja, das kann ja ein schöner, richtiger Traum sein, Frieden unter Menschen, damit es auch Frieden mit der übrigen Welt geben kann… Haben wir ansatzweise natürlich auch schon von geträumt… Und kann gut sein, daß Buddha, Jesus, Gandhi etc. das im wesentlichen auch gewollt haben… Aber nix für uns, wir wollen nicht so verzichten…’
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B schrieb: hallo, ich hätte nicht gedacht, das sie zurück schreiben. danke. Mann kann nur das tun, wozu mann reif ist, dass weiss ích… aber woher wissen sie, ob ich “ reif “ bin ? Kommt es auf namen drauf an, wer man ist? Kommt es auf das alter drauf an, ob mann reif ist ? ich weiss, das fast jeder jugendliche meint, er sei reif, weil er selber entscheiden will, wass er will, obwohl er es nicht kann. Doch ich weiss, das ich nicht selber entscheiden kann, weil ich jugendlich bin, als ‘nicht reif’ bezeichnet werde. Aber das glaube ich nicht, weil ich schlauer bin als viele erwachsene. Ich bin zwar in der schule nicht gut, aber das wissen, was niemand weiss, ist gut ausgebildet
Ich wollte sie fragen, ob sie tetra hydra cannabiol einnehmen (kiffen) und was sie daven halten. Es würde mich sehr interessieren, was sie darüber wissen, und wie sie in diesem schlimmen winter sich warm halten können .
viele grüsse
b
Lieber B!
‘Reife’ hängt nach meinem Ermessen nicht von Alter oder Name oder Derartigem ab, sondern von der Qualität des Bewußtseins, der Fähigkeit zu (global) verantwortlichen Entscheidungen…
Was ich unter einem solchen verantwortlichen Bewußtsein verstehe, habe ich ja insbesondere in meinem ‘Öm-Text’ zum Ausdruck gebracht (aktuellste Fassung im Schenker-Blog auf www.die-schenker.net)…
Was Kiffen betrifft:
Vorweg will ich der Vorsicht halber wiederholen: In Schenker-Bewegung geht es erstmal nur um den ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner (eines global verantwortlichen Lebens)’, um Vernunft und Liebe als Basis, mit riesengroßer Umsetzungsfreiheit in den theoretischen und praktischen Details… Sofern, was ich erstmal für möglich halte, ein Kiffer sein Leben nach Kräften mit für diese Grundwerte einsetzen wollte (mit Argumenten vielleicht wie, daß eine begrenzte Menge Rauschgift doch irgendwie mehr Nutzen als Schaden haben könne, auch die Naturvölker oft so etwas verwendet haben usw…), könnte er natürlich in Schenker-Bewegung als ein gleichberechtigter Schenker mitmachen…
Trotz meiner negativen Haltung zu Kiffen und Drogen allgemein…; da Du mich aber nach meiner Meinung gefragt hast, bitte, hier ist sie:
Ich habe in meinem Leben noch nie gekifft, noch nie eine Zigarette geraucht, war noch nie betrunken und habe auch keine anderen Drogen konsumiert… ((Siehe dazu auch die Biographie meiner ‘Vor-Ausstiegs-Zeit’ im Schenker-Blog… Ich habe eben mit 13 Jahren angefangen, gründlich kritisch zu denken, und m.E. dumme schädliche Sachen nicht mitgemacht…))
Ich halte mehr vom Versuch, das Bewußtsein durch klares Denken, sensible Selbstwahrnehmung und -erforschung, durch Schulung der Willenskraft etc. zu entwickeln, und auch seinen Körper so gesund wie möglich zu entfalten… (Sport oder -viel besser noch- körperlich gesunde Arbeit…) (‘Gesunder Geist in gesundem Körper!’) — statt solche disziplinierte Arbeit zur Selbsterkenntnis und Selbstbemeisterung durch gesundheitsschädliche Rauschgifte ersetzen zu wollen…
Meines Ermessens eine Eskapade unserer bequemen Sucht-Konsum-Gesellschaft…
THC ist nach meinem Kenntnisstand eine die Hirn-Botenstoffe irritierende Substanz, die Schädigung der Denkfähigkeit (oft selbst von mir als ‘(Dauer-)Breit-Zustand’ an Kiffern erlebt…) und der Psyche hervorbringen kann, wohl auch Lungen-Schäden…
Wie man dafür argumentieren kann, Bewußtseinserweiterung durch Rauschgifte anzustreben, ist mir insgesamt ein ziemliches Rätsel, weil es gegen die Vernunft ist (- sie reduziert statt erweitert -), sich freiwillig zu vergiften…
‘Drogen haben noch jeden betrogen — legalize einen klaren Kopf!’
‘Berauscht euch an der nüchternen Trunkenheit des Geistes!’
Soviel mal dazu,
Dein öfi
—
Ok, aber haben sie gewusst, das Kiffen schlau machen kann ?! Es kann die fähigkeit des Hirnes fast auf 100% schraube, doch muss mann dauerbekifft sein um das zu erreichen, jedoch ist das viiiel zu teuer
. Ich hab eltere Kollegen(freunde) die das machen und sehr schlau sind. Es kommt aber auch darauf an ob man chemische substanzen wie zb. dünger beim anbau der pflanze benutzt hatt. Ich weiss Kiffen ist nicht gut, jedoch mache ich es, weil ich dann besser über die wirklichen Probleme Denken kann, nicht über schul-probleme oder sowas. Ich finde ihre Einstellung zu drogen wirklich gut. Ich habe gedacht weil sie so schlau sind, das sie Kiffen, lächerlich aber ehrlich =) Kiffen kann dir Hirnzellen einschläfern,Alkohol jedoch, tötet sie ab. Wissen sie eigendlich wieso das dass tetra hydra cannabiol nicht legal ist ? Ich weiss jetzt auch nicht mehr weiter was schreiben, weil ich nix geraucht hab
Viele grüsse, ich =)
Lieber B!
Also wenn ich Deine Mail lese, kann ich z.T. nur noch mit dem Kopf schütteln…
Vor allem am Ende, wenn Du schreibst, daß Dir nichts mehr einfiele, weil Du ‘nix geraucht hast’… Also, wer da nicht merkt, daß solche Drogen keine sinnvolle Bewußtseinserweiterung sind, sondern etwas, was unsere natürlichen Fähigkeiten verkrüppelt, der merkt wohl insgesamt nicht mehr viel…
Mein Tipp an Dich kann nur sein: Laß das Drogengift weg, und versuche, Dein Denken auf natürliche und gesunde Weise zu entwickeln!!!
Es wäre schade um Dich, wenn Du im ‘Breit-Sein’ versackst…
Dein öfi
((PS: Warum man Kiffen gesetzlich verbietet, und Alkoholmißbrauch nicht, dafür weiß ich auch keine Begründung. Da liegen m.E. z.T. grobe Unverhältnismäßigkeiten in den Gesetzen… Aber mein Ding ist ja eh nicht so die (gewaltsame) ‘Verbieterei’! Mein Ding ist, den Menschen möglichst starke Anstöße zu geben, nicht wegen Verboten, sondern wegen vernünftiger Einsicht das Richtige zu tun und das Falsche und Unsinnige zu lassen…))
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Sie haben weder Pass noch erhalten Sie Sozialleistungen vom Staat. Aber wovon leben Sie? Wer bezahlt dann ihre Handyrechnung und das Internet?
Ich lebe, wie schon gesagt, zu einem guten Teil von Nahrung (auch Kleidung und Wohnung…) aus der Natur (Wildkräuter, Früchte, Wurzeln, Insekten usw…, Schafswolle…; Jurten aus Ästen und Filzdecken…) oder von weggeworfenen ‘Resten’ der Überflußgesellschaft oder von Geschenken… ((Wobei ich mehr gebe als nehme, um das gleich dazu anzumerken… Siehe nächste Frage…))
Handy-Rechnung gibt es kaum, da ich eine Prepaid-Karte im Handy habe und mich in der Regel nur anrufen lasse. Alles andere ist ebenfalls geschenkt oder geliehen — und alles ‘ziemlich minimalistisch’, meist ‘Reste’ (z.B. auch das Handy, welches jemand ausrangiert hat…) mit einer Verwendung geringstmöglichen Aufwands…
(Ich verweise bzgl. der Handy- und Notebook-Ausnahme auch noch einmal auf die Antwort von mir dazu im Anhang zum ‘Blick-Chat’…)
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Ich will an der Stelle aber auch gleich noch eine etwas ausführlichere Antwort formulieren für gelegentlich doch vorkommende, wenn auch nicht besonders gründlich bedachte Vorwürfe, a) wir seien ‘Schmarotzer’, würden mehr nehmen als geben usw… Oder wir seien b) trotz unseres Bemühens um natürliche Selbstversorgung abhängig von der modernen (kapitalistischen) Gesellschaftsordnung…
a) Daß ich nach bürgerlichen und nach alternativen Maßstäben mehr gebe als nehme (durch meine verschenkte Theologen-Arbeit, wo ich, wenn ich mich damit verkaufen würde, für ein paar Stunden am Tag genug verdienen würde, um keine Reste, Geschenke oder Wildkräuter nötig zu haben; und sogar materiell, durch von mir ‘recycelte’ Abfälle der Gesellschaft, mit denen ich dann wieder andere Menschen beschenken bzw. Bedürftige versorgen kann; und sogar durch ‘Natur-Quellen’, wo ich es für mich und sich mir anvertrauende Menschen wohl lange hinbekommen würde, nicht zu verhungern…), ist so eindeutig, daß es m.E. schon sehr viel ideologische Brille braucht, um es nicht wahrzuhaben… Auch durch andere Arbeit, die wir Schenker geschenkt leisten, ist klar, daß wir mehr geben als nehmen: ob nun geschenkte Sozialarbeit wie im ‘Haus der Gastfreundschaft’ (wo ein dort aufgenommener Betreuungsfall, wenn er stattdessen z.B. in einer Wohngemeinschaft Betreutes Wohnen untergebracht werden müßte, die Steuerzahler 3500 Euro pro Monat kosten könnte…); oder auch modellhafte Selbstversorgungslebensweisen, welche die Gesellschaft an anderen Stellen teuer subventioniert…
b) Und – ganz allgemein gesprochen – die Lebensweise einfacher natürlicher Selbstversorgung ist ‘natürlich’ geschichtlich und logisch die Voraussetzung unserer komplizierten modernen Gesellschaft, nicht umgekehrt…(!) Wobei wir Schenker allerdings gar keine totale Abwendung von moderner Technik für zwingend notwendig halten (einzelne Schenker dabei auch im Einzelnen recht verschieden denken können…), sondern uns ein vertretbares Maß davon vorstellen können, soweit es mit Liebe und globaler Verantwortlichkeit (- dem Kernanliegen von Schenker-Bewegung! -) in Einklang gebracht werden kann…
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hallo lieber ÖF ÖF!
habe deine sendung mit stefan raab gesehen…
ich bin 22, und seit vielen jahren an einem projekt, bei dem es um
selbstversorgung geht. hab auch ne internetseite dazu.
ich sehe mich als so art träger der verantwortung von john seymours
gedankengut.
ich finde deine ideen und gedanken super – und deine radikalität -…
aber ich habe gehört, dass du „selbstmord“ machen würdest, wenn sich nix
verändert (so hungerstreik)?…
aber ich finde, wie wäre es, wenn jeder nur schenken würde – das wäre
doch auch nicht die lösung des problems!
ich bin davon überzeugt, dass die selbstversorgung weltweit viele
probleme lösen könnte – arbeitslosigkeit, armut, hunger, slums…
- ich bin einfach dafür, dass jeder das tut, was er braucht und haben
will – (für sich) – man kann sich ja auch gegenseitig helfen…
mir macht es am meisten spass, für mich selbst zu arbeiten – nicht für
chef oder so….
vielleicht gründe ich nächstes jahr so einen hof, auf dem man dieses
projekt anfangen kann zu verwirklichen – also du bist jeder zeit herzlich
willkommen.
ich habe schon viel ausprobiert vom gerben bis zum töpfern – meine
internetseite kann dir bestimmt viel weiterhelfen – schau auch mal ins
grosse forum….
ich danke dir für deine ideen
mfg SR
Lieber SR!
Dank für die Mail und Infos.
Ich glaube, wenn man es ganz tief in der Seele prüft, arbeitet man am liebsten nicht für sich, nicht einmal für Menschen, die man (aus Neigung) liebt, sondern für das global Verantwortliche…
Würden wir es hinbekommen, daß die Menschen so sehr in solcher (Gewissens-)Liebe verbunden wären (d.h. einander beschenken würden), daß auch im Miteinander es nach diesem global Verantwortlichen bzw. dem Allgemeinwohl ginge, dann hätten wir wahrscheinlich ‘alles gewonnen’… ((Siehe das Schenker-Motto: ‘Liebe schenkt… — Wie radikal müssen wir dann mit dem Schenken anfangen, wenn wir die Menschheit noch zu Vernunft und Liebe bekehren wollen?’))
Mit solchem Verantwortungs-Bewußtsein könnte wohl auch (angemessen natürlich!) viel (überregionaler) Austausch (besser gesagt: gemeinsam planende Verteilung), Arbeitsteilung usw. harmonisch funktionieren… Ohne solches Verantwortungs-Bewußtsein ist auch noch so gute Selbstversorgung in massiver Gefahr des Tellerrand-Egoismus…
Ich finde es sehr wertvoll, mit Menschen wie Ihnen in Kontakt zu stehen, kann da sicher viel von lernen, und denke, daß wir irgendwie, so gut wie möglich, die Kräfte aller ‘Menschen guten Willens’ zu bündeln versuchen müssen, wenn wir die Welt heilen wollen…
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
PS: Meine frühere Absicht, mit 50 Jahren ein Fasten bis zum Tode durchzuführen, wenn bis dahin nicht die Hälfte der Menschheit ‘vernünftig geworden wäre’ (‘Konsens-Gesellschaften geschwisterlichen Teilens’ gebildet hätte statt Staats- und Geld-Systemen), habe ich aufgegeben. Zu destruktiv…
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Es gibt ja eine richtige Bewegung, sie nennt sich „die Schenker“. Wer verbirgt sich dahinter?
Die ‘Schenker-Bewegung’ besteht aus zwei Gruppen:
Die Kerngruppe sind die eigentlichen ‘Schenker’, welche die in der Grundsatz-Text-Sammlung ausgedrückten Schenker-Ideale grundsätzlich in Theorie und Praxis vorleben, aus dem Staats- und Geld-System ausgestiegen sind, im direkten Umgang mit anderen Menschen nur noch Geschenke austauschen, im sogenannten ‘Fundierten Konsens’ miteinander entscheiden (auch als moralische Leitinstanz über die ‘inhaltlichen Fragen von Schenker-Bewegung’), bereit sind, für die Ideale ihr Leben einzusetzen usw…
Die zweite Gruppe sind die sogenannten ‘Schenker-Verbündeten’, welche den Schenker-Idealen, der ‘Schenker-Theorie’, zustimmen, denen das Ausmaß praktischer Konsequenzen aber völlig offen gelassen ist… Sie können noch normalbürgerlich leben, mit Papieren, Geld, Job, Konsum usw… Die ‘Verbündeten’ haben auch 2 gemeinnützige Vereine gegründet usw…
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Muss man ein Einzelgänger sein, wenn man so lebt wie Sie, oder glauben Sie, dass Sie eine positive Wirkung auf Frauen haben? ((Ich weite die Antwort erheblich aus, unter dem Gesichtspunkt, wie man am besten, am einladendsten neue Menschen für Schenker-Bewegung dazugewinnen kann bzw. was daran hindert…!!!! Frauen betrachte ich quasi als ‘Spitzen-Herausforderung’ für solches Dazugewinnen
))
Wenn es mir nur darauf ankäme, Frauen zu verführen, hätte ich mittlerweile sicher keine Probleme mehr. U.a. durch eine (aus eigener Initiative der Medien durchgeführte) bundesweite Medienkampagne zu Anfang 2007 ‘Waldmensch sucht neue Waldfee(n)!’ nahmen in den folgenden wenigen Wochen ca. 60 Frauen entsprechenden Kontakt zu mir auf, schickten mir z.T. Nackfotos auf’s Handy, luden mich in ihre gemütlichen Wohnungen oder sogar in eine Villa in Italien zu sich ein usw… ‘Bild-Zeitung’, ‘Bild der Frau’ (Nr.43, 22.10.07,S. 34f
) und Talkshows stellten mich als einen der größten Frauenverführer Deutschlands dar, und betonten z.T. das glücklich erfüllte Strahlen der Frauen, wenn ich sie aus meinem kleinen Hühnerstall oder meinem ‘Erdloch’ (einer in den Boden versenkten Hütte) wieder herauslasse…
—– Aber, aber: Die meisten Frauen, so habe ich gelegentlich den Eindruck
, suchen nur einen Mann, um ihn in eine (bürgerliche) Lebensweise reinzuziehen, die sich überwiegend sozusagen an ‘Nestbau- und Brutpflege-Instinkten’ orientiert… An sich durchaus wertvolle Motive, aber nicht die höchsten, und von uns Menschen (Frauen wie Männern, als gleichberechtigten Vernunftwesen!) deshalb diesen höchsten Motiven unterzuordnen (!!!)…
Ich habe aber sehr klare und ’strenge’ Maßstäbe, bin nur an Beziehungen zu Frauen ((- und natürlich unabhängig vom Geschlecht an anderen Menschen, soweit es um – für mich entscheidende! – ‘idealistische Arbeits- und Schicksalsgemeinschaft’ geht… -)) interessiert, die echt ehrlich denken und idealistisch bzw. für das Leid der Welt aufgeschlossen sind… An erster Stelle!… ((Weshalb ich den Frauen auch immer sage, statt daß ich zu ihnen in ein ‘grundstrukturell verkehrtes’ bürgerliches Leben käme, sei es richtig, wenn sie sich zu mir in die (oft ziemlich verwaisten…) Projekte alternativen Lebens begeben wollten… Wo wirklich ein Aufbruch und Keimling für eine grundlegend neue Menschheitskultur ins Leben gesetzt werden soll… Und weshalb es für mich auch kein Weg ist, anderen Menschen was vorzutäuschen, um sie dazuzugewinnen, z.B. so zu tun, als gehe es nur um mehr ’schöne natürliche Selbstversorgung’, während die soziale Frage, die Gewalt- und Ausbeutungs-Frage unter Menschen, die damit verbundene Frage nach dem Staats- und Geld-System etc., was eigentlich klar nach vorne gehört(!), dahinter immer mehr verschwimmt… Wenn das gewaltfreie Teilen unter Menschen verwirklicht werden kann, kann eventuell auch relativ viel Technik funktionieren…; ohne dieses gewaltfreie Teilen hilft uns noch so viel Selbstversorgung wenig… Mindestens 3 oder 4 mal habe ich so eine Verwässerung des Schenker-Anliegens zugunsten ’schöner Selbstversorgung (im Staats- und Geld-System)’ schon auf tragisch-unehrliche Weise in den letzten Jahren erlebt…))
Ich will, daß ehrliche tiefe Seelen sich berühren… Erst dann bekommt auch Sex seine tiefe Magie…
Und bei den Frauen (natürlich auch allgemein Menschen), die für mich interessant sind (ehrlich denken! etc.), versuche ich dann so vorsichtig und behutsam wie möglich zu sein, damit sie nicht durch (vermeintlichen) Erwartungsdruck (- der ja in der Sache durchaus groß sein kann bei Mottos wie: ‘Genug Engagement, um die Welt zu heilen…’, den ich aber gerade deshalb nur so freilassend, sanft und einladend wie möglich, und ohne jedwede vermeidbaren Bedrückungs-Gefühle, als echte befreiende Seelen-Verwirklichung, spürbar machen möchte…-) oder durch falsche Medien-Eindrücke (- z.B., wie es im ‘Bild der Frau’-Artikel anklingt, daß frau bei mir mein hartes Survival-Leben mitmachen müßte… -) ‘verschreckt werden’…
Ich sehe da, bzgl. ‘Verschreckt-Werden’, eine große Gefahr, weil wir alle sozusagen als Bewußtseins-Hintergrund von einer (Geld- und Konsum-)’Sucht-Gesellschaft’ geprägt sind (d.h. Motive ausleben wollen, ohne sie Vernunft und Verantwortung unterzuordnen), wodurch es vergleichbar ist wie bei einem Heroin-Abhängigen, der schon bei leisester Sucht-Kritik (oder gar der Absicht von Suchtbefreiungs-Maßnahmen) fliehen oder sich verstecken will, und die Heidenangst hat, wenn er sich auch nur auf das kleinste Bißchen einlassen würde, daß dann gleich eine riesengroße Lawine über ihm zusammenbrechen würde…
Und das Ganze wird noch erheblich schwieriger und komplizierter, wenn es vielleicht so ist, daß außer ‘Geld- und Konsum-Sucht’ noch ganz andere, tiefer psychisch oder gar instinktiv verwurzelte ‘Sucht-Anteile’ mitwirken könnten, wie z.B. (- was mir in der letzten Zeit vor allem von Frauen über Frauen gesagt wurde -) ‘Junkie-Liebe’, d.h. eine Form von ‘Liebe’, wo eine Frau, ‘wenn ein potentieller Partner es nur schaffen würde, ihr das Gefühl zu geben, (über alles) geliebt zu werden, dann alles für ihn zu tun bereit sei (- auch wenn es gegen Vernunft und Moral ist)’… In meinen Augen zwar alles nur ‘verhängnisvolle Anhänglichkeit und Leidenschaft’, aber als Faktor der Wirklichkeit eventuell nicht ohne Schaden übersehbar… ((Siehe dazu auch das ‘feministische Pamphlet über die Liebe der Frauen’ von Iri hier im Schenker-Blog…))
Ich kopiere bzgl. möglichst zu vermeidendem Erwartungsdruck auch noch einen Teil einer Mail hier hinein, die ich vor kurzem an eine interessante Frau schickte:
Liebe J!
Noch ein Nachtrag:
Daß ein deutscher Fernseh-Sender Interesse hätte, allein schon wenn eine Frau mal wieder kommen und das Schenker-Leben bei mir mal für ein paar Tage ausprobieren wollte, darüber eine 3/4-Stunden-Reportage zu drehen, hab ich Dir das schon geschrieben…?
Nicht daß Du Dich dafür interessieren müßtest, es sind nur in meinen Augen immer wieder Gelegenheiten, unsere Ideale in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei könntest Du sie ja dann auch gleich, was Dir, wie Du sagtest, ja ein wichtiges Anliegen ist, in Deinen Worten oder Deiner Form rüberzubringen versuchen bzw. Verbesserungsideen mit einbringen…
In dem Zusammenhang gleich nochmal etwas zur ‘Gebrauchsanweisung’ von mir:
In mir ist immer so ein Hin und Her, wenn ich mir die Frage stelle, ob ich so eine Information wie die TV-Gelegenheit überhaupt an jemanden wie Dich weitersagen soll. Denn obwohl ich nun recht viele Kontakte zu anderen Menschen (gerade auch Frauen) habe, sind darunter nur (erschreckend) wenige, die für meine hohen Ansprüche (ehrliches Denken, idealistische Aufgeschlossenheit) interessant sein können. ((Hartes äußeres Leben, wie es im ‘Bild der Frau’-Artikel klingt, muß sich andererseits niemand, der zu mir bzw. in Schenker-Projekte kommt, zumuten. Man kann als Verbündete/r neben mir/uns ein bequemes bürgerliches Leben weiterführen,wenn man möchte…))
Deshalb hab ich bei den Menschen, die vielleicht interessant sein können, wie Dir, immer Ängste, daß sie sich zu sehr unter Erwartungen gestellt fühlen können… Und zögere, ihnen so was wie diese TV-Gelegenheit zu sagen…
Tu es aber normalerweise dann doch, und sage dazu, daß ich Menschen, die mit mir zu tun bekommen, immer so viel wie möglich Durchblick geben möchte, was alles so läuft, und sie frei auswählen lassen möchte, ohne äußeren Erwartungsdruck untereinander, was sie (draus) machen möchten…
Kannst Du mich verstehen?
Ich hoffe,
Dein öfi
Und wenn Frauen bzw. allgemein Menschen (- Frauen dazuzugewinnen, scheint mir sozusagen die sensibelste oder heikelste Herausforderung bzgl. ‘Zugewinn anderer Menschen’ zu sein, deshalb ist es wohl gar nicht verkehrt, das Thema ‘Zugewinn anderer Menschen, statt Einzelgänger zu sein’, hier in dieser Fragen-Antworten-Liste (die mir, z.B. die vorliegende Frage, ursprünglich von einem Journalisten vorgelegt wurde…) vor allem am Frauenthema aufzuhängen…
-) dann soweit sind, daß sie sich für Schenker-Bewegung begeistert erklären und mitmachen wollen, dann kommt es des öfteren noch zu Mail-Wechseln wie dem Folgenden:
Hallo Öff Öff
Vielen Dank für die Antwort. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich würde liebend gerne eine Schenkerin werden. Nur wie kann ich es von hier aus? Ihr seid ja so weit weg. Könnt Ihr mir da ein Tipp geben???
Ich wäre gerne eine von Euch. Freue mich schon auf Eure Antwort. Gruss M
Liebe M!
Eine ‘Schenkerin’ zu sein im Sinne der Kerngruppe der ‘(existentiellen) Schenker’, also Menschen, die ohne Staat und Geld leben, und im direkten Umgang mit anderen Menschen nur noch Geschenke austauschen, die alle anderen Interessen der bestmöglichen Verwirklichung der Schenker-Ideale (- so verstandenem Engagement für die ‘Heilung der Welt’ -) unterordnen, dafür sogar zu sterben bereit sind… — das (- obwohl es als Lebensweise prinzipiell an jedem Ort möglich sein kann, zumindest als Beginn, bevor man vielleicht wegen ausreichend guten Gründen zum Weggehen bereit sein muß… -) würde aber auf jeden Fall bedeuten, daß man räumliche Trennung nicht als etwas besonders Hinderliches betrachtet! Das ist für solche ‘Radikal-Idealisten’ nur ein sehr kleines Argument…, leicht veränderbar…
Dann würdest Du (- auf jeden Fall, auch 10 Pferde könnten Dich nicht hindern…
-) schnellstmöglich erstmal zu Besuch zu mir kommen, mit mir über weitergehende Perspektiven sprechen, und auch ein Miteinzug in eines unserer ‘Schenker-’ oder ‘Schenker-Verbündeten-Projekte’ wäre Dir, wenn’s gute Gründe dafür gibt, leicht vorstellbar… (- worin man erstmal als ‘Schenker-Verbündete’ ((‘Verbündete’ sagen nur ja zur ‘Schenker-Theorie’, das Ausmaß praktischer Schritte ist ihnen offen gelassen…)) auch noch ganz ‘bürgerlich’, mit Geld, Ausweis, (Luxus-)Konsum etc., mitleben kann, es also erstmal nicht mehr als einen ‘bürgerlichen Umzug’ bedeuten würde, – was andere Menschen im bürgerlichen Leben für eine Ausbildung, einen besseren Beruf, eine bessere Wohnung, Freundeskreise etc. oft bereitwillig tun — wegen höchster Ideale würde man natürlich umso mehr dazu bereit sein…-)…
Wenn Du aber erstmal keine so radikale ‘(existentielle) Schenkerin’ werden möchtest, sondern es so gemeint haben magst, daß Du einfach irgendwie mit zu unserer ‘Schenker-Bewegung’ gehören möchtest, und auch lieber erstmal mit einem kleinen Schritt anfangen willst, und zudem vielleicht erstmal auch für Dich festlegen willst, Deinen Wohnort (noch) nicht zu wechseln, dann empfehle ich Dir (- außer natürlich auch dann trotzdem bestehender ganz herzlicher Einladung, mich schnellstmöglich mal zu besuchen…-), erstmal als Schenker-Verbündete in einem der gemeinnützigen Schenker-Verbündeten-Vereine mitzuwirken…
Kontakte:
„Verein zur Förderung des Schenkens VFS e.V.“
Uwe W. Haspel uwewhaspel@yahoo.de 035939-80602
oder
„Förderverein der Schenker-Bewegung FdSB e.V.“
Hardy Straßenburg info@fdsb-ev.de 038737-33177
Es ist dabei sicher günstig für Dich zu schauen, mit welcher der beiden Gruppen von Schenker-Verbündeten Du am besten zusammenpaßt…
Mit liebem Gruß,
Dein öfi
Schenker-Bewegung ist ganz bewußt so aufgebaut, daß für Interessierte ein fließender Übergang vom kleinsten bis zum größten Schritt möglich ist, so daß die (Un-)Logik ‘Weil ich zum Äußersten nicht bereit bin, mach ich gar nix!’ so vermeidbar wie möglich werde…
In diesem Sinne lade ich alle Menschen zum Mitmachen ein, Männer und Frauen!!!
Und wie ich oft zur Beruhigung von Überforderungs-Ängsten noch hinzufüge: Nicht nur Mitengagement in einem der Vereine, wo man vielleicht einmal im Jahr zu einer Mitglieder-Versammlung kommen würde (- geht sogar auch telefonisch aus der Ferne…
-), um mit anderen Verbündeten über ‘kleine Schritte’ nachzudenken (- ganz unverbindlich, sogar vom Mitgliedsbeitrag kann man sich auf Wunsch befreien lassen… -), sondern sogar auch das Mitleben als Verbündete/r in einem unserer Projekte können eigentlich wohl nach menschlichem Ermessen für niemanden eine ‘nicht machbare Überforderung’ sein: In einem solchen Verbündeten-Projekt gibt es sozusagen ziemlich normale Dorf-Wohnungen, mit Strom, Wasser und Ofen, wo z.B. schon seit Jahren eine schwerstbehinderte alte Frau mitwohnt, die dick ist wie eine Tonne, ständig Schmerzen hat, sich kaum noch bewegen kann… Die macht es ganz ohne (Schenker-)Idealismus… Was werden da erst Menschen sagen (bzw. was wird sie hindern…), die sich aus (solchem) Idealismus engagieren möchten?! (Die also nicht so sehr fragen, wo geht es mir (äußerlich) besser, sondern wo lebe ich sinnvoller für die Welt…)… Wenn man am Ende jedoch sagen würde, ich kann aber genau auf die moderne Neubau-Wohnung, in der ich hier bin, auf die Stadt hier, auf den Bekanntenkreis usw. nicht verzichten, egal aus welchen guten bzw. verantwortlichen Gründen ich weg sollte… — dann kann einem vielleicht auffallen, daß man sich in ‘Sucht-Logik’ und ‘falscher Abhängigkeit’ (für die man auch Unrecht täte…) verheddert, wo nicht mehr das insgesamt Sinnvolle und Gute über allem steht…
Die Frau, die übrigens die oben zitierte Mail schrieb, daß sie liebend gern eine Schenkerin würde und zu uns gehören würde, wenn sie nicht so weit weg leben würde…, reagierte auf meine obige Antwort so, daß in ihrer nächsten Mail ein Ehemann und Kind, die beide nicht das bürgerliche Leben verlassen wollten, als wesentliche Hinderungsgründe genannt wurden… Ich antwortete, daß man sich fragen könnte, ob Lebensumkehr zum Schenker-Dasein (‘Heilung der Welt’ etc.?, siehe meine Sätze über die ‘existentiellen Schenker’, die alles, sogar das Leben, für die Liebes-Revolution opfern würden…) nicht so wichtig wäre, daß man dafür notfalls auch Ehepartner und Kinder sogar verlassen müßte (- wie es Jesus z.B. forderte -). ((Obwohl die ja auch mit in ein Schenker-Projekt ziehen könnten, und da bürgerlich weiterleben könnten… Würde M im Lotto gewinnen, würden sie bestimmt gern mit ihr woanders hin umziehen…)) Und von der Möglichkeit, in den Verbündeten-Vereinen sich mit zu engagieren, sprach M erst gar nicht, kein Wort… – als habe sie das gar nicht gelesen… Vielleicht käme sie irgendwann mal zu Besuch, blieb mir als Vertröstung…
Wir sehen, das Dazugewinnen von Menschen, insbesondere von Frauen, ist eine hohe Kunst!
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in allen Menschen!!!
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Wie definieren Sie das Zusammenleben zwischen Mann und Frau?
Erstmal muß ich wieder sagen, daß da jeder Schenker bei uns weitgehend seine eigenen Vorstellungen haben kann!
Es geht in Schenker-Bewegung ja erstmal nur um den ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner (für eine global verantwortliche Entwicklung)’, als dessen Inhalt wir Vernunft, (schenkende) Liebe, gewaltfreies Teilen… vorschlagen, so daß die Menschen statt ‘Recht des (äußerlich) Stärkeren’ nach ‘Argumenten statt Fäusten (Macht, Geld, Besitz, Manipulationsmitteln…)’ gehen können, und nach dem Allgemeinwohl statt (Gruppen-)Egoismus… Motto: ‘Liebe schenkt… — Wie radikal muß man dann mit dem Schenken anfangen, wenn man die Menschheit noch zu Vernunft und Liebe bekehren will?!’ Wenn es ohne Widerspruch dazu, in Freiwilligkeit aller Beteiligten, ohne Gewalt und Ausbeutung, geschieht, könnten als gleichberechtigte Schenker bei uns mitleben z.B. ein buddhistischer Mönch, der sein Leben lang keine Frau berühren möchte, neben einem monogamen Katholiken, neben einem Moslem mit seinem Harem, und neben einem anarchistischen Atheisten, der jede Woche seine zehn Freundinnen wechseln möchte…
Aber nun zu meinen Vorstellungen:
Entscheidend ist erstmal idealistische Weggefährtenschaft unter Menschen. Die Gewissen müssen zueinander passen. (Ansonsten müßte ein Mensch ja seinem Gewissen folgen, auch wenn es vielleicht völligen Verzicht auf ‘Partnerschaften’ oder gar ‘isolierte Einsiedelei’ erfordern würde, und auch wenn alle Menschen um ihn herum Nein dazu sagen und ihn davon abhalten wollten…)
Wenn die Liebe zueinander (zwischen Mann und Frau, auch ihre ‘persönliche Verliebtheit’, auch Zärtlichkeit und Sexualität) ein ‘gemeinsamer Gottesdienst zur Heilung der Welt’ ist, dann ist es ok. Dann kann m.E. auch Ausleben von Liebe und Sex sehr wertvoll sein, nicht nur als ‘Kraft-Tankstelle’, sondern auch als vorgelebtes Zukunfts-Modell ‘Wahrer Liebe’, statt ‘Junkie-Liebe’ oder ‘egoistischem Nestbau- und Brutpflege-Instinkt’ bzw. ‘Tellerrand- und Bio-Egoismus’…
Ich vertrete eine Position ‘Freier Liebe’ oder ‘Offener Beziehung’, die ich ‘Integrative Partnerschaft’ nenne, mit ‘doppelter Treue’ sozusagen: 1. Gemeinsame Integration in den höchsten Weg der ‘Gewaltfreien Weltrevolution der Vernunft und Liebe’, und 2. Integrationsfähigkeit mehrerer Partner und Partnerinnen, wenn statt Eifersucht, Hackerei etc. Zusammenhalten in existentieller Schicksalsgemeinschaft besteht…
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Wieso ist es gescheitert, war es den Frauen dann doch zu bunt im Winter in einer Lehmhütte zu hausen?
Die Frauen, mit denen ich in den 16 Jahren meines Schenker-Aussteiger-Lebens Beziehungen hatte, haben zum großen Teil am längsten und intensivsten in Schenker-Bewegung mitgearbeitet, was sicher auch z.T. seine Kraft aus der Beziehung bezog…
Das äußere Leben hat auch seine Härten, wäre aber wohl akzeptabel machbar (gewesen), auch für meine Freundin Moni, die mich zu Anfang 2007 verließ, und das gemeinsame Kind Johanna… ((Ich würde mich freuen, wenn das (nachweisbare!)Ausmaß dieser Möglichkeit, wie wir auch das Kind außerhalb des ‘normalen Gesellschafts-Systems’ hätten aufziehen können, mal von Wissenschaftlern erforscht würde…))
Es verbanden sich bei Moni die Versuchung des ‘inneren Schweinehunds’, der Bequemlichkeits- und Luxus-Versuchungen des bürgerlichen Lebens nachgeben will, mit psychischen Faktoren (Depressionen, die sie teilweise schon mitgebracht hatte)…
Ganz ausschlaggebend ist aber bei ihr wie bei vielen anderen, daß Menschen unter zu belastender psycho-sozialer Außenseiterposition zusammenbrechen: Auch wenn viele Menschen uns aus der Ferne ihre Bewunderung aussprechen, — wenn es den Leuten nahe kommt, reagieren viele mit suchtartiger Total-Allergie, kann man kaum noch mit ihnen darüber reden… Wären ein oder zwei Menschen mehr, gerade auch Frauen, Freundinnen für Moni, zu uns dazugekommen, um bei der Bildung des ‘idealistischen Schenker-Stammes’ mitzumachen, wäre Moni gewiß nicht ‘umgeknickt’…
So aber grenzten sich Eltern und alte FreundInnen ab, erwiesen sich die vorhandenen Teilnehmer von Schenker-Bewegung auch als z.T. kantige und unzuverlässige, eigenwillige oder (psycho-)mackenbehaftete Individualisten, kamen kaum ‘angenehme’ Seelenverwandte dazu … — bis ‘die Lawine zu groß wurde’ und auch die Beziehung zu mir es nicht mehr aufhalten konnte…
Was natürlich nicht heißt, daß ich nicht auch ganz viele Fehler habe…
Ich habe nach Monis Weggang übrigens im Laufe dieses Jahres zeitweilig sogar mehrere neue Freundinnen gefunden… Kann also nicht klagen…
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P schrieb: Hallo die Schenker teilen doch gerne ihre Sachen?
Würdest du auch deine Freundin mit einen anderen mann teilen?
„Gleiches Teilen bedeutet: Gleiches Glück für alle, jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen…“
Lieber P!
Meine Freundin ist keine ‘Sache’, die ich (mit anderen Männern…) teile, sondern ein freier selbstbestimmter Mensch, und sie entscheidet natürlich selbst, mit welchen Menschen sie sich befreundet, oder gar, mit welchen Menschen sie Liebesbeziehungen haben möchte…
Gleiches Teilen bedeutet, daß es jedem Menschen gleich gut gehen soll — aber dafür ist es sinnvoll, gemäß den verschiedenen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Einzelnen angepaßt zu teilen. Nicht so, daß alle dasselbe haben sollten, da ja nicht alle mit derselben Sache (einem Werkzeug z.B.) gleich gut umgehen können und auch nicht alle dasselbe gleichermaßen dringend brauchen, z.B. ein Medikament… Es geht auch nicht darum, daß nun alle in dasselbe Butterbrot beißen sollten, man alle anderen Menschen sympathisch finden oder mit allen ‘einen besonderen Draht haben’ sollte oder könnte, jeder sich mit jedem eng befreunden sollte, alle Männer mit derselben Frau in’s Bett steigen sollten etc. Sondern eher so, daß jeder sein Butterbrot bekommen soll, jeder seine passenden Freunde und seine passende Freundin oder Freundinnen… ((Wobei ich persönlich ‘Mehrfachpartnerschaften’ und ‘Teilen von BeziehungspartnerInnen’ ok finden kann, aber unter den Voraussetzungen der von mir sogenannten ‘Integrativen Partnerschaft’, was im Schenker-Blog auf www.die-schenker.net näher beschrieben wird…))
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
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Hallo liebe Schenker,an öff-öff
ich lese immer nur bei antworten von wir wollen dies und das wer bitte sind die anderen und warum antworten die nicht auf fragen die anderen ?
im übrigen finde ich persönlich das man mit dem aussteigen nicht´s bewirken kann habe selber in der Hippy zeit als Aussteiger gelebt .
als aber die frau kam und dann ein Kind hinzu ,kam gleichzeitig die Vernunft meiner Familie eine perspektive geben zu müssen und das ging nun einmal nicht auf der Straße oder im Wald .ich finde auch gut das ihre Freundin mit dem Kind vernünftig gedacht hat sonst würde sich in der zeit wo das Kind zur Schule gehen muss das Jugendamt einschalten ich denke das das ihrer ehemaligen Freundin bewusst war.
aber na gut sie sind glaube ich Pfarrer und müssen etwas auf die beine stellen um etwas rum zu ernten ansonsten sehe ich in ihrer Lebensweise keinen sinn ,ich beschenke auch viele arme Leute und muss deswegen nicht herum laufen wie ein Neandertaler ich denke die zeit ist vorbei ,und Hilfe kann man auch anders geben, es gibt genügend Möglichkeiten der Bevölkerung anders auf sich aufmerksam zu machen
ich glaube sie hatten keine liebe in ihrer Kindheit und suchen diese nun bei den bäumen im Wald obwohl auch diese von ihnen verheizt werden wo ist da bitte die bogig aber genug des guten !!! ich wünsche ihnen einen kalten winter aber auch einbißchen mehr verstand
m.f.g ffö-ffö
Etwaige Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesen Texten sind gewollt und wurden hier mit Absicht versteckt. Wer sie findet, darf sie behalten.
Lieber ffö ffö!
Bin immer sehr direkt, aber alle meine Äußerungen sind liebevoll und konstruktiv gemeint…
Es tut mir leid, aber ich sehe in Ihrer Mail nur eine gewisse allergische Reaktion von jemandem, der seine früheren großen Träume durch bürgerliche Etablierung verraten hat…
Frau und Kind sind wohlfeile Argumente, und werden von vielen Menschen in m.E. recht unsachlicher Form verwendet (vergleiche auch den Gründer der europäischen Nachfolge-Bewegung von Gandhi, Lanza del Vasto, in „L’Arche avait pour voilure une vigne“):
Jeder Mensch sollte globale Verantwortlichkeit über alles, auch über die Erhaltung seines eigenen Lebens oder über seine Familie stellen!
Man kann auf ‘Beziehung’ verzichten, und sollte es auf jeden Fall tun, bevor man ‘Beziehung’ gegen das radikale Engagement ausspielt…
Frauen können ansonsten sehr radikal und lebensaufopfernd mit für die große Revolution auftreten, wie man z.B. in der Gandhi-Bewegung oder bei Dorothy Day (der Mitgründerin der Catholic-Worker-Bewegung) oder bei ‘Peace Pilgrim’ sehen konnte… Auch auf der Straße oder im Wald… ((Zigeuner demonstrieren es uns z.T. auch vor…))
Je mehr Menschen/Aussteiger dabei verläßlich zusammenhalten und zusammenwirken (- statt wieder ins bürgerliche Leben zurückzufallen! -), desto einfacher würde es für alle… ((Immerhin haben wir in Schenker-Bewegung mittlerweile ein kleines Bißchen Solidar-Rückhalt zu bieten…))
Wenn man es mit Kindern nicht so gut machen zu können meint, soll man auf Kinder verzichten… Nie ergeben ‘eigene Kinder’ ein Argument, an Strukturen ‘mittäterisch’ mitzuwirken, die täglich tausende andere Kinder und eventuell alle kommenden Generationen umbringen… Dann lieber gemeinsam mit Familie und Kindern im Straßengraben krepieren…
Ich habe gemeinsam mit Ex-Freundin Moni am Beispiel unserer Tochter Johanna vorgemacht, wie man auch mit Kind das Leben ‘außerhalb des Systems’ entschieden fortsetzen kann und das Kind dahinein mit integrieren kann… ((Als ‘Erziehung oder Begleitung zur Freiheit’!))
Ich wünsche mir eine wissenschaftliche Überprüfung, welche Perspektiven uns da zur Verfügung standen… Ich behaupte: Top-Perspektiven, gerade auch fürs Kind, und viel besser als die Möglichkeiten des bürgerlichen Lebens…
Auch mit der Schulpflicht wären wir wohl gut zurechtgekommen… Aber das war eh noch lange hin…
Ich bin der Ansicht: Es gibt keine Ausflucht, das große Herrschafts- und Ver-Geld-ungs-System mitzumachen…
((Und Mitmachen in Schenker-Bewegung ist vom allerkleinsten bis zum größten Schritt möglich! Habe ich bewußt im Sinne fließenden Übergangs konzipiert…))
Mit liebem Gruß,
Öff!Öff!
PS: Ich heize normalerweise im Winter nicht…
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Halten Sie Ihre Gesellschaftsform für gesellschaftsfähig oder ist sie nur für einzelne praktikabel?
Daß ein Weg gefunden werden muß, wie die Gesamtentwicklung der Menschheit und des Planeten (wieder) maßgeblich von Vernunft und Liebe bestimmt wird, statt von oberflächlicher gedankenloser Gier, Gewalt und schädigender Konkurrenz, das dürfte doch wohl ein einigungsfähiger Ansatz für alle ‘Menschen guten Willens’ sein, oder?!
Auch die dafür gefaßte Absicht, nach einem ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner (für eine global verantwortliche Entwicklung)’ zu suchen, oder der Vorschlag von Schenker-Bewegung, wie dieser Nenner gefüllt werden könnte (- daß die Einzel-Individuen sich verantwortlich für die Welt fühlen müßten und unter Menschen soviel friedliches Teilen oder Liebe praktiziert werden müßte, daß ‘Argumente statt Fäuste’ zählen und es nach dem Allgemeinwohl gehen würde…-) — wer will dem denn widersprechen, wenn er sich die Frage überhaupt ernsthaft stellt?
Damit ist das wesentliche Kernanliegen von Schenker-Bewegung beschrieben!!!
Die Einzelheiten in Theorie und Praxis sind in hohem Grade offen gemeinsam (wissenschaftlich) erforschbar…
Ich glaube allerdings (wie es sich als Richtung wohl auch z.B. Mahatma Gandhi vorstellte, der das Motto ausgab: ‘Einfach leben und hoch denken!’), daß die Gesellschaft der Zukunft aus ‘Konsens-Gesellschaften geschwisterlichen Teilens’ bestehen könnte, die sehr einfach und natürlich leben, aber im Bereich Kommunikation, Bildung und Kultur die Möglichkeit der Hochentwicklung enthalten… Ich persönlich kann mir einfache natürliche Lehmhütten-Dörfer mit Computer darin durchaus vorstellen – und daß die Menschen das auch als das Schönstmögliche erleben können… Aber, wie gesagt, in den Details von Theorie und Praxis gibt es große gemeinsame Forschungs-Offenheit… Wenn überhaupt mal bei Menschen die Bereitschaft zu offener Forschung darüber wach würde!!! Statt Verfangenheit in Sucht-Gesellschaft…
Wobei mit uns doch eigentlich alle möglichen Menschen, auch die Reichen und Mächtigen, relativ unbefangen kooperieren könnten, finde ich: Wir vertreten extrem ‘ideologie- und guru-frei’ nur einige elementare menschliche Grundwerte, denen kaum jemand widersprechen dürfte, und die wir am eigenen Leib (oder anderer Freiwilliger) (wissenschaftlich und gern auch – durch Verfassungsschutz oder sonstwas – kontrollierbar!) ausexperimentieren möchten, wir sind extrem pazifistisch und der Gesellschaft in verschiedener Weise dienend (z.B. durch geschenkte Sozialarbeit…), wir sind für ‘Baut auf, was aufbaut…, statt: Macht kaputt, was euch kaputtmacht…’, für ein ‘Konstruktives Programm’, wo wir den Reichen und Mächtigen nicht aggressiv ihre Macht oder ihren Reichtum wegnehmen wollen, sondern auch sie – wie alle Menschen – durch das Wachsen in höchsten und schönsten inneren (Seelen-)Motiven dazugewinnen möchten…
Hier im ‘Schenker-Blog’ gibt es bzgl. ‘Gesellschaftsfähigkeit’ oder ‘Verallgemeinerbarkeit’ der Schenker-Lebensweise auch noch Antworten zu manchen zusätzlichen Details, wie z.B., ob genug Land da wäre, wenn alle Menschen sich in natürliche Selbstversorgungs-Gemeinschaften begeben würden usw… ((Siehe die nächste Frage…))
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thomas schrieb:
Lieber Öffi, seit dem Gespräch mit einem Bekannten bereitet mir folgende Frage Kopfzerbrechen: Gibt es genug Land für eine selbstversorgende Lebensweise aller? Wenn nicht, wäre das wohl eine Legitimation für so etwas wie den Kapitalismus? Liebe Grüße, Thomas
Antwort von Öff!Öff!:
Ja, Thomas, es gäbe wohl mehr als genug Land…
((Wie z.B. auch ein Arzt aus der Gandhi-Nachfolge-Bewegung (’Arche-Bewegung’) in einer kleinen Schrift teilweise wissenschaftlich analysiert hat (Pierre Parodi, ‘Hilfe für die Dritte Welt’)…))
Einige Argumente, wie ich sie zusammenstellen würde:
Intensiver Gartenbau ist wohl die ertragreichste Form der Landbearbeitung… (’Permakultur’ bzw. ‘Waldgarten-Kultur’ ist dabei wohl wiederum der fruchtbarste Weg, noch dazu der nachhaltigste bzw. naturverträglichste, und zusätzlich zu alledem wohl auch der (technik- und) arbeitsärmste…)
Wildkräuter sind erheblich nährstoffreicher als Kulturgemüse…
Weitgehende Rohkost ist die Ernährungsweise, die die Nährstoffe am meisten ausnutzt, und am gesündesten…
Weitgehender Vegetarismus würde durch Ausschaltung des ‘Umwegs über das Tier’ z.T. 4-7mal so viele Menschen von den pflanzlichen Rohstoffen ernährbar machen…
Einbezug von Insekten (etc.), die wohl eine uns sehr artgemäße Nahrung darstellen (siehe Primatenvergleich), könnte die Nahrungs- und Versorgungs-Palette sehr erweitern… (Das Eiweiß von Insekten ist wertvoller als das von Schweinen etc…)
Die moderne Agrarindustrie mit ihrem Konzept von ’Hochleistungslandwirtschaft’ zerstört und vergiftet in hohem Maße die Böden und die Natur… Quält Tiere und Pflanzen… Ist nicht nachhaltig… Steht in Verbindung mit und erfordert z.T. unverantwortliche (politische und wirtschaftliche) Sozialstrukturen… ——
So wie umgekehrt (weitgehend) selbstversorgende und in regionalen Kreisläufen wirtschaftende Permakultur-Dörfer am ehesten passen würden zu ‘Konsens-Gesellschaften geschwisterlichen Teilens’ (’Anarcho-Liebes-Kommunismus’)…
Ein “Argument für Kapitalismus” wäre es nicht einmal, wenn die kapitalistische Landwirtschaft (zeitweilig) ertragreicher sein könnte als die Permakultur der teilenden Konsens-Gesellschaften!… Denn abgesehen von der ‘Nachhaltigkeits-Frage’ ist die Schaffung einer verantwortlichen Entscheidungs-Struktur unter Menschen (- Gewaltfreies Teilen bzw. Schenkende Liebe, bis ‘Argumente statt Fäusten’ zählen und es nach dem Wohl aller gehen soll…) von viel höherem Wert als die Frage der Landwirtschafts-Effizienz… Besser weniger Menschen in einer global verantwortlichen Lebensweise, als mehr Menschen in Strukturen ohne solche Verantwortlichkeit…
Ohnehin ist die Frage der Anzahl der Menschen, die auf diesem Planeten leben sollten, als kulturell und verantwortlich gestaltbar zu betrachten…
Eine Bevölkerungs-Explosion, wie sie im Moment in der Welt geschieht, ist wohl in kurzer Zeit für keine vorstellbare Form von Landwirtschaft (Agro-Industrie oder Permakultur oder sonstwas) mehr bewältigbar…
Freiwillige vernünftige Geburtenplanung ist also sowieso erforderlich… Das regelt bei uns Menschen kein ‘Instinkt-Automatismus’ mehr…
Und – wie gesagt – dabei sollte die Zahl der Menschen sich wohl danach richten, was mit Moral und globaler Verantwortlichkeit (und entsprechenden Formen von Sozial-Strukturen und Natur-Behandlung) vereinbar ist — und nicht umgekehrt solche globale Verantwortlichkeit für eine (vorübergehende) höhere Zahl an Menschen auf diesem Planeten untergeordnet bzw. übertreten werden… Das wäre ‘Vermehrungs-Sucht’…
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in allen,
das Öff!Öff!
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Und trotzdem… Antwort an einen Pessimisten…
Hallo,das ist mir eine Ehre, mit dem ÖffÖff persönlich zu sprechen. Es ist
relativ selten, dass ich mit Menschen zu tun habe, die so populär sind.
Aber ich finde es erstaunlich, dass ein Waldmensch, wie sie ihn im TV
dargestellt haben, eine Internetseite besitzt, ein Handy, eine
Emailadresse und und und. So viel hat nichtmal ein moderner Mensch.Wie dem auch sei, wir wollen auf das Grundproblem der politischen
Ungerechtigkeit zu sprechen kommen. Sie, als Christ, sagen es ist die
Sünde, die Sünde hat Schuld. Ich als materieller Wissenschaftler
behaupte, dass es die Knappheit der Ressourcen und die Gier der Menschen
ist.Der Mensch möchte seine Begierde befriedigen und hat dafür eine
bestimmte Anzahl an Ressourcen. Da nach einer gestillten Begierde die
nächste heraussprudelt, nimmt er sich so lange Ressourcen, um sie zu
stillen, bis er mehr hat als jmd. anderes. Da dieser aber auch seine
Gier stillen möchte, kommt es zum Konflikt.Sie denken also, dass dieser Konflikt dadurch beseitigt wird, indem sich
jeder dazu zwingt, dem anderen seine Ressourcen zu verschenken? Das ist
leider nicht die Natur des Menschen. Und die Menschen möchten das auch
nicht. Sie streiten sich lieber.Warum streiten sie sich? Weil das die beste Lösung ist, die ihnen zur
Verfügung steht. Wäre es einfacher, auf seine Ressourcen zu verzichten,
dann würden die Menschen das tun, tun sie aber nicht. Warum? (rhetorisch
gemeint)Es kann aber auch sein, dass es Ausnahmen wie sie gibt, die auf vieles
verzichten KÖNNEN, dennoch bleiben diejenigen, deren Gier niemals
gestillt wird und nehmen und nehmen und nehmen. Wenn man sie nehmen
lässt, hat man irgendwann überhaupt NICHTS mehr.Ich weiss, dass sie sich bei ihren Lehren auf Jesus stützen, aber
vergessen sie nicht, dass Jesus zum Schluss am Kreuz hing. Vergessen sie
nicht, dass er das Grundproblem des Menschen nicht gelöst hat! Und
behaupten sie bitte nicht so blauäugig, dass er das hat, denn er hat es
nicht. Der Mensch lebt mit der gleichen Gier weiter. Die Politik ist
nicht besser geworden. Es ist ÜBERHAUPT nichts besser geworden, Religion
gab es und wird es geben. Statt Baal gibt es nun Jesus. Das eine wird
durch das andere ersetzt.Sagen Sie mir also, was Ihre Ideologie soll?
———-
Antwort von Öff!Öff!:
Trotzdem alles versuchen, damit die Menschen (bis auf vielleicht sehr wenige Extrem-Ausnahmen) gewaltfrei (also durch eigene Einsicht und Freiwilligkeit) ihre gedankenlose oberflächliche egoistische und aggressive Gier grundsätzlich überwinden und stattdessen gemeinsam nach Vernunft und Liebe bzw. globaler Verantwortlichkeit gehen…
Gedeihliche Art statt kosmisches Krebsgeschwür…
Gern mit Psychologie, Religion etc. als ‘fördernde oder ergänzende Hilfestellungen’, aber nicht als (’ideologische’) ‘Beeinträchigung oder Ersatz’ von Vernunft und Wille…
Wofür sonst lohnt es sich zu leben?!…
((Handy und Notebook sind weggeworfen oder geliehen von anderen Menschen, ich verbrauche nur wenig, lasse mich z.B. bisher eigentlich nur anrufen oder verwende solche Technik auf Wunsch anderer, die es als hilfreich für sich erachten und mir deshalb schenken wollen…
Auch wenn ich bei Kommunikationsmitteln so (seit ca. 3 Jahren, von 16 Jahren Schenker-Aussteiger-Leben) eine (zeitweilige) Ausnahme vom einfachen Naturleben mache, mache ich dennoch so viel einfaches Naturleben wie kaum jemand anderes: ständig fast vollständig in handgemachter Kleidung herumlaufen, überall in den Schenker-, Schenker-Verbündeten- oder Sympathisanten-Projekten in selbstgebauten Jurten oder Erdlöchern wohnen, schon monatelang nur von Wildkräutern und Ameisen gelebt zu haben, mittlerweile 4 unbeheizte Winter in Folge hinter mich gebracht zu haben, seit 16 Jahren meine Zahnschmerzen mit Kombizange und Seitenschneider selbst zu beheben usw… Da ist konstruktive Kritik, also mir weiterhelfen zu wollen, sicher angebrachter als destruktive Kritik, die nach Haaren in der Suppe sucht, weil man solche Suppe gar nicht haben will…
Und auch wenn ich – als bewußt extremistisch inszeniertes Gegen- und Aufweck-Signal – künftig auch wieder sogar auf die Kommunikationsmittel (zeitweilig) verzichten werde, glaube ich, daß diese Dinge kombinierbar sein können (und wohl auch müssen): ‘Einfach leben, hoch denken…’ Ich stelle mir eine Zukunftsgesellschaft aus einfachen, natürlichen, selbstversorgenden Lehmhüttendörfern vor — mit Computern darin (für weltweite höchste Kommunikation, Bildung und Kultur) — damit die Menschen ein verantwortliches Maß halten können, gerade auch durch Geistes-Kultur und so verstandenen ‘Fortschritt’, und ohne weltverheizenden unnötigen Massenkonsum, und ohne eventuell vermeidbar neandertalerig zu verrohen und zu verkümmern… ((Siehe z.B. die beiden Sprüche, die wohl über dem Orakel von Delphi standen: ‘Erkenne dich selbst.’ und ‘Am höchsten steht das Maß.’, oder die buddhistische Lehre vom ‘mittleren Weg’ usw…))
Aber über solche Details, wie die verantwortliche Zukunftsgesellschaft eines Tages aussehen soll (mit oder ohne Computer), können andere Beteiligte von Schenker-Bewegung auch gleichberechtigt anders denken – und werden die Menschen der Zukunftsgesellschaft dann gemeinsam vernünftig entscheiden…
Schenker-Bewegung geht es, wie immer und überall zu betonen ist, nur um das Angebot eines ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenners (für globale Verantwortlichkeit)’ (wie er in der Grundsatztextsammlung ausgedrückt ist), ansonsten gibt es riesengroße Freiheit für konkrete Umsetzungsformen von Einzelnen oder Gemeinschafts-Projekten in Theorie und Praxis… ))
Ich grüße das Natürliche (Göttliche) Licht in Allen!
Öff!Öff!
Jürgen WagnerBiotopia
Bei Gasthof Gemauerte Mühle
Skalaweg 20
02708 Löbau OT: Kittlitz
(Aus Kittlitz auf Nieskyer Straße kommt nach 500m das Gasthof-Schild am rechten Straßenrand)
Handy: 0176 27 110 248 oder 01626603063
Email: oeffi2004@yahoo.de
www.die-schenker.net————————————————————————-
Gibt es bei Ihnen im Haus der Gastfreundschaft eigentlich Regeln, oder herrscht bei Ihnen Anarchie?
Im ‘Haus der Gastfreundschaft’ soll ‘Anarchie’ im eigentlichen, positiven Sinne möglich sein: ‘Ordnung ohne Herrschaft’… Freiwilliger Zusammenschluß (Assoziation) frei und sozial denkender Menschen… Mit freiwilligen Regeln, soweit sinnvoll…
Es gibt dort verschiedene Wohnbereiche: Außer ‘Schenker-Verbündeten-Projekten’ in der Nachbarschaft, wo die ‘Verbündeten’ ja eh noch ihre Türen abschließen und Bedingungen und Regeln aufstellen können, wie sie es wollen ((siehe Frage 9)), gibt es auf dem ‘Haus der Gastfreundschaft’-Gelände eine ‘Wohngruppe korrekter Gäste und Verbündeter’, wo die Menschen bestimmte Minimalbedingungen sozialen Zusammenlebens untereinander festgeschrieben haben ((keine (grobe) Gewalt, Raub, Vandalismus…)), und dann gibt es Wohnbereiche für Menschen, die zu solchen Minimalbedingungen nicht bereit oder fähig sind… Die Schenker im Projekt, also die hauptverantwortlichen Idealisten, müßten dann bereit sein, sich dort zu diesen schwierigsten Menschen zu gesellen und sich um sie zu kümmern…
Und im schlimmsten Falle, da wir im ‘Haus der Gastfreundschaft’ so bedingungslos und familiär wie möglich Menschen aufnehmen möchten und keinen ausweglos wegschicken oder fallenlassen wollen: Wenn ein Mensch sich so schwierig verhält, daß die anderen Mitbewohner, Nachbarn, Polizei, Gesundheitsamt etc. (- da hatten wir schon Verschiedenes…-) es nicht mehr zulassen würden, daß er bliebe, bieten Schenker noch an, mit ihm in die Obdachlosigkeit auf die Straße zu gehen, bis sich eine mögliche Heimat bzw. Versorgung für diesen Menschen finden läßt…
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Sie suchen trotz der Abgeschiedenheit den Kontakt zu den Medien. Warum ? Sie haben aber auch schon negative Erfahrungen machen müssen. Zum Beispiel die Boulevard Presse macht sich eher lustig über sie oder?
Öffentlichkeitsarbeit ist der erste und Hauptschwerpunkt der Arbeit von Schenker-Bewegung. Aus unserer Sicht liegen die Probleme der Welt vor allem am falschen Bewußtsein der Menschen, und liegt deshalb da auch der entscheidende Schlüssel für Veränderung, wenn überhaupt möglich… (Siehe auch die übereinstimmende Schwerpunktsetzung bei Buddha, Jesus etc.)
Zu meiner Art von ‘gewaltfrei offener Öffentlichkeitsarbeit’ kopiere ich nochmal eine Antwort aus dem ‘Blick-Chat’ hier hinein:
Fabian Krüger, Wildhaus: Hast Du es nötig, hier im ‘Blick’ Dich so zu präsentieren? Blick will mit Dir doch nur Schlagzeilen machen und hat kein Interesse an Deiner Tätigkeit. Was meinst Du dazu?
Öff!Öff!: Meine Art gewaltfreier Medienarbeit bedeutet, daß ich jedem Medienvertreter offen und ehrlich Rede und Antwort stehe, und es dem Gewissen der Leute überlasse, was sie draus machen. Sie können mir dann natürlich auch schaden, durch Übertreibungen oder Lügen, aber indem ich gewaltfrei die Freiheit gebe, mir auch zu schaden, demonstriere ich die Stärke der Gewaltfreiheit. Und das macht mich und Schenker-Bewegung stark. Ich empfinde die Berichterstattung des Blick so beabsichtigt, daß es meiner Sache dient und mir helfen soll.
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Wie tolerant sind Sie, wenn jemand in ihren Augen nur überflüssige Luxusartikel kauft, verurteilen Sie dann so jemanden? (Auch wenn er sich zum Beispiel sozial engagiert?)
Wir sind sowieso äußerst tolerant auch gegenüber Menschen, die aus unserer Sicht extrem verkehrt handeln… ‘Verlorene Schafe mit umso größerer Liebe suchen…’ Und überall, wo – auch nur punktuell – positive Kooperation oder Vernetzung möglich ist, sind wir dafür weitestmöglich offen…
Wie gesagt, wir wollen niemandem, auch nicht den Reichen und Mächtigen, Gewalt antun oder etwas ‘wegnehmen’, wenn es irgendwie vermeidbar ist… —- Wir wollen alle und jeden durch eine liebevolle Einladung, aus den höchsten und schönsten inneren (Seelen-)Motiven wachsen zu können, dazugewinnen…
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Was müsste passieren, dass ÖFF ÖFF sagen würde, ich habe mich geirrt, so wie ich jetzt lebe, das ist auch nicht der richtige Weg?
Da ich unter keinen Umständen irrational ideologisch oder dogmatisch sein möchte: Vernünftige Argumente, die mich überzeugen…
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Könnten Sie sich vorstellen, wieder ins „normale“ Leben zurück zu kehren?
Klar, wenn es dafür entsprechend vernünftige Argumente gäbe/gibt…
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Was haben sie in ihrem vorherigen Leben gemacht?
Dafür möchte ich wieder auf die ‘Vor-Schenker-Biographie’ verweisen…
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Würden Sie rückblickend sagen, dort war alles schlechter?
Nein, dort war nicht alles schlecht oder schlechter. Aber das Wesentliche war verkehrt bzw. fehlte… Tiefe echte Wahrheit… Ernsthafte globale Verantwortlichkeit… Und ‘Wahre Liebe’…
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Was vermissen Sie von damals?
Manche Kleinigkeiten wie deftige Grill-Bratwurst-Brötchen im Garten der Großeltern… Aber nichts Wesentliches…
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Könnte man bei Ihnen auch für zwei Wochen aussteigen, um mal den Stress im heutigen Alltag zu vergessen?
Ja, man kann uns ganz unkompliziert und unbefangen jederzeit mal in unseren Projekten besuchen kommen, ganz kostenlos und unverbindlich…
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Schauen wir mal in die Zukunft, was macht öff öff, wenn es gesundheitlich nicht mehr so gut um Ihn bestellt sein wird?
Wenn mich gesunde Lebensweise und Ernährung, und Ärzte in unseren Gemeinschaften oder geschenkt helfende Ärzte von außerhalb nicht mehr richtig funktionsfähig wiederherstellen können, würde ich hoffen, trotzdem ein wertvolles Glied eines unserer ‘Schenker-Stämme’ sein zu können… In natürlichen menschlichen Gemeinschaften haben auch die Alten und Kranken eine ‘organische’ Rolle, z.T. sogar die Wichtigsten… (Siehe ‘Älteste’… Bei uns werden die Alten eher ausrangiert, dort sind sie Autoritäten…) Und würde mich freuen, liebevoll von solchen Stammes-Menschen gepflegt zu werden, besonders von mehreren geliebten Frauen…
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Was ist für Sie Luxus?
Überflüssige Dinge… Siehe Frage 6…
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Worüber machen Sie sich Sorgen?
Über alles mögliche Schlimme, auch darüber, mir vielleicht mal mit einem Hammer auf den Finger zu hauen. Aber ich will es nach Wichtigkeit stufen… Die meisten Sorgen mache ich mir darum, meine Seele zu retten bzw. zu vervollkommnen, indem ich mich mit ganzer Kraft für die Heilung der Welt einsetze…
Siehe Jesus: ‘Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne – und nähme doch Schaden an seiner Seele?’ oder ‘Sorgt euch zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben…’
((Anmerkung gleich dazu: In Schenker-Bewegung geht es, wie gesagt, nur um den ‘Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner’, Vernunft und Liebe, egal, welche Religion jemand hat oder ob er überhaupt eine hat…))
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Wie sieht bei ihnen der Alltag aus?
Sehr unterschiedlich, da ich nach Bedarf leben und arbeiten kann, ohne ‘Stech-Uhr’…
Manchmal sammle ich den ganzen Tag Obst oder Brennholz, nähe Kleidung oder baue bzw. repariere Wohnungen usw.. An anderen Tagen rede ich viel mit sozial Bedürftigen.. Und wieder an anderen Tagen sitze ich am Computer und beantworte Medien-Anfragen oder Medien-Resonanz…
Ach ja, an manchen Tagen beschäftige ich mich auch hauptsächlich mit Freundinnen, weil ich den Versuch, wirklich funktionierende idealistische Liebesbeziehungen hinzukriegen, auch für etwas ausgesprochen Wichtiges für die Revolution halte…
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Also im Sommer ist ihr Lebensstil sicher nicht so schlimm, aber in Sachsen wird es ja im Winter auch mal richtig schön kalt. Wie schützen Sie sich vor der Kälte?
Da ich jahrelang als ‘Pilger’, als freiwillig Obdachloser, durch Deutschland zog, mich auch mehrere Tage in Folge tagsüber bei minus 15 Grad mit meinem Plakat in die Fußgängerzonen setzte und abends bei vielleicht dann minus 20 Grad am Waldrand irgendwo in einem Graben im Laub mein ‘Schlafnest’ bastelte, bin ich schon allerhand gewöhnt… Ich habe im ‘Biotopia-Projekt’ (- als ‘Naturmensch’ im ‘Naturschutzgebiet’… -) in Sachsen einen kleinen 2×2m Hühnerstall, in den ich einen kleinen Ofen gestellt habe. Da könnte ich vielleicht schon mit Altpapier genug Wärme drin hinkriegen (sogar nach normalerem Wärme-Empfinden als meinem)… Oder jedenfalls mit sehr wenig Holz… Ich habe allerdings (für mich persönlich) nun schon den vierten unbeheizten Winter hinter mir… Mir reicht normalerweise ein Pullover oder eine Decke mehr… Oder das Holz-Hacken statt Verheizen… Aber andere könnten heizen…
In anderen Projekten stehen Menschen, die dort mitleben wollen, normalerweise zumindest gemütliche beheizte Gemeinschafts-Räume zur Verfügung… Manchmal auch beheizbare Privat-Räume…
Bzgl. Biotopia scherze ich manchmal auch, daß der ‘Aussteiger-Lebensrahmen’ schon so eine radikale, weltrettende Aktion ist (‘Anders leben ist die entscheidende Aktion!’), daß ich, wenn genug Obst und Nüsse etc. für den Winter gesammelt sind (- man vielleicht noch einmal die Woche zum ‘Reste-Sammeln’ in die nächste Stadt führe -) ansonsten auch mit mehreren Freundinnen im Hühnerstall Winterschlaf machen könnte, mit viel Liebe und Philosophieren und Spiritualität… Ohne irgendein sonstiges lästiges Arbeiten oder Streß und Unannehmlichkeiten… Um den ‘Schein-Reichen’ und ‘Schein-Luxuriösen’ zu zeigen, was der wahre höchste Lebensgenuß ist…
Die gehen ja vielleicht auch an ihre Vergnügungsorte… — Aber wir sind ihnen m.E. entscheidend durch die Möglichkeit des unschuldigen Genießens, der echten Ehrlichkeit und Liebe, voraus…
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Wie schon gesagt, Sie haben auch Kinder, wie ist ihr Kontakt, würden Sie sich wünschen, dass Sie auch wie Sie oder bei Ihnen leben würden?
Ja, natürlich würde ich mir wünschen, daß für meine Tochter Johanna die Möglichkeit (wieder) bestünde, daß die Schenker-Lebensweise ihre ‘(Ausgangs-)Heimat’ sein kann…
Wie es eigentlich auch mit der Mutter, und mit einem extra eingerichteten ‘Paten-Kreis’, und in öffentlichen Erklärungen, vereinbart war… Moni hat Hanna aus dem Schenker-Leben einfach ‘geraubt’… Es ging Hanna dort offensichtlich sehr gut… Und wir hätten nachweislich die Möglichkeiten gehabt, daß es ihr immer besser dabei gegangen wäre…
Ansonsten wollten wir sie ‘zur Freiheit erziehen bzw. begleiten’, daß sie auch alles mögliche Andere kennenlernen könnte und sich schon während des Aufwachsens über Vieles entscheiden könnte…